HomeServiceGlossar - Möbel Mahler

Die Welt der Möbel ist vielseitig und komplex. In den Produkt- und Werbetexten werden viele Begriffe der Fachsprache verwendet. Damit daraus kein Fachchinesisch entsteht, bieten wir im Folgenden hilfreiche Erklärungen.

Von A bis Z: Fachbegriffe leichtverständlich erklärt

Um Ihnen den Umgang mit unserem Produktsortiment zu erleichtern, stellen wir Ihnen die wichtigsten Begriffe rund um Möbel und Accessoires in einzelnen Beiträgen vor. Angefangen bei der ABS-Kante an Tischen und dem Bezugsstoff Alcantara bis hin zum Zehfuß an Stühlen, Sonnenschirmen und Weihnachtsbaumständern. Wir erarbeiten die Erklärungen in Rücksprache mit Fachleuten und Einrichtungsberatern. Sollten Sie einen gesuchten Begriff noch nicht finden können, wenden Sie sich einfach über unser Kontaktformular an uns. Wir bearbeiten Ihre Anfrage schnellstmöglich und ergänzen Ihren gesuchten Fachbegriff in unserem virtuellen Lexikon.
A – F

ABS-Kante

ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) ist ein Kunststoff, welcher sich durch seine hohe Oberflächenhärte und gute Schlagfestigkeit auszeichnet. ABS-Kanten werden auch als Kantenschutz oder Umleimer bezeichnet. Sie dienen zur Verkleidung und zum Schutz von schmalen Flächen an Plattenwerkstoffen.

Vorteile: Die ABS-Kante schützt vor mechanischer Beanspruchung und Feuchtigkeit

Verwendung: Die ABS-Kante ist für kratzfeste Oberflächen hervorragend geeignet und ist ölbeständig. In der Möbelindustrie wird dieser als Kantenschutz für Küchen Arbeitsplatten und Möbel verwendet, weil diese einer besonderen Beanspruchung ausgesetzt sind. Auf Esstischen und Küchenarbeitsplatten werden häufig scharfe Gegenstände verwendet und Mahlzeiten zubereitet. Hier werden erhöhte Anforderungen an die Schlagfestigkeit und Kratzfestigkeit gestellt. Aufgrund der unterschiedlichen Varianten und Dekore wertet es die schmalen Seitenflächen zudem optisch auf. Verarbeitung und Verklebung: Bei der maschinellen Verarbeitung erfolgt das Verkleben der Kanten mit Hilfe eines sogenannten Schmelzklebstoffes. Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Verfahren:

  • Bei der manuellen Verklebung des Kantenmaterials z.B. bei Reparaturen oder an geschwungenen Schmalflächen werden Kontaktklebstoffe empfohlen.
  • Wenn die Kanten auf Massivholzmöbel aufgebracht werden sollen, dann kann ein Weißleim verwendet werden.

Abschließend lassen sich die Vorteile der ABS-Kanten wie folgt zusammenfassen:

Die Kanten sind leicht zu reinigen, stoß- und kratzunempfindlich und bilden somit den perfekten Abschluss an Möbeln. Die Möbelkanten gibt es in den unterschiedlichsten Breiten. Außerdem werden diese in verschiedenen Farben und Holzdekoren angeboten. Somit bilden die Kunststoffkanten einen passenden und schönen Abschluss am Möbelstück.

Alcantara®

Unter Alcantara (registriertes Markenzeichen der Alcantara S.p.A. in Italien) versteht man einen Mikrofaserstoff, der auf Polyester- und Polyurethan-Basis hergestellt wird. Der Stoff wurde mit dem Ziel, einen vollwertigen Ersatz für das stets schwer verfügbare Leder zu finden, 1970 in Japan entwickelt und “Ecsaine” genannt. In Asien ist diese Bezeichnung heute noch üblich.

Seit 1974 ist die Produktion von Alcantara als Vliesstof dem gleichnamigen Werk in Italien vorbehalten. Mitunter wird Alcantara irrtümlich für Wildleder gehalten und manchmal auch mit Kunstleder verwechselt, von dem es sich jedoch in der chemischen Zusammensetzung grundlegend unterscheidet. Starke Ähnlichkeit hat es hingegen mit Alcatex.

Herstellung

Unter Hitze und Druck entsteht aus den Kunstfasern Polyester und Polystyrol ein dünner Mischfaden, aus dem anschließend am Webstuhl Alcantara hergestellt wird. Der Fertigungsprozess insgesamt ist jedoch sehr zeit- und kostenaufwändig. In diesem Zusammenhang ergibt sich gegenüber Leder leider kein Vorteil.

Wo begegnet uns Alcantara?

Hauptsächlich wird Alcantara in der Möbel- und Textilindustrie als Bezugsstoff für Polstermöbel verwendet. Als Alternative zu Leder kommt es unter anderem auch in der Automobilbranche zum Einsatz. Der bekannte italienische Hersteller Lancia zum Beispiel bietet seit 1980 kontinuierlich jedes Modell auch mit einem Alcantara-Interieur an. In der Innenausstattung von Schiffen und Flugzeugen findet man ebenfalls häufig Alcantara.

Vorteile

Alcantara bringt Farben deutlicher und leuchtender zum Ausdruck als Leder, bietet eine größere Variationsbreite für Farb- und Designkombinationen und ist daher eine ideale Lösung für extravagante Möbel. Daneben verfügt Alcantara über stofftypische Eigenschaften wie eine warme, anschmiegsame und weiche Oberfläche und ist vornehmlich in diesem Punkt dem sich gegebenenfalls leicht kühl anfühlenden Leder überlegen. Es ist elastisch, atmungsaktiv, pflegeleicht und hypoallergen – das heißt: auch für Allergiker optimal geeignet – und überzeugt außerdem durch Langlebigkeit und Strapazierfähigkeit. Darüber hinaus leistet es dank seiner zunehmenden Beliebtheit einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz.

Accessoires

Der Begriff Accessoires stammt ursprünglich aus dem Lateinischen und geht auf das Verb accedere (= hizukommen, hinzutreten) zurück. Seinen Einzug in die deutsche Sprache nahm das Wort allerdings über das Französische und wird, dem heutigen Sprachgebrauch entsprechend, bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts als Synonym und Sammelbegriff für “Zubehör” (antiquiert: Beiwerk, Zugabe) verwendet.

Accessoires im Bereich Wohnen

Typische Accessoires in den Bereichen Wohnen und Möbel sind Bänke und Hocker, Sideboards, Bilder, Bilderrahmen, Vasen, Lampen, Regale, Geschirr, Servietten, Matten, Kamine und vieles mehr. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Wohnaccessoires. Das heißt: Möbel oder Einrichtungsgegenstände selbst sind zum Teil Accessoires, in der Regel aber all das, was in Form einer Ergänzung direkt oder indirekt mit einem bestimmten Möbel oder mit der Wohnungseinrichtung insgesamt verknüpft ist.

Kategorien und deren Unterscheidung

Im Allgemeinen unterscheidet man nach ihrem hauptsächlichen Verwendungszweck zwei Kategorien von Accessoires: 1. funktionale und 2. dekorative Accessoires. Die eindeutige Zuordnung ist oft problematisch, da Einrichtungsgegenstände meist sowohl einen funktionalen als auch einen dekorativen Charakter haben. Typische Beispiele dafür sind etwa Gardinen, Bänke und Hocker und Lampen, aber auch kleinere Gegenstände wie Uhren, Aschenbecher und Geschirr. Offensichtlich ist der Unterschied eigentlich nur dann, wenn ein funktionaler Zweck vollkommen ausgeschlossen ist, das gilt zum Beispiel für Läufer, Bilder oder Deko-Figuren – überhaupt für Kunstgegenstände aller Art. Besonders schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist es, ein Beispiel für ein rein funktionales Accessoire zu finden, da man jedem Gebrauchsgegenstand einen dekorativen Sinn beilegen kann. Dies ist vorwiegend eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Alcatex®

Begriff

Alcatex ist ein spezieller, mit Teflon beschichteter Mikrofaserstoff. Wie bei Alcantara dem es sehr stark ähnelt, handelt es sich auch bei dem Begriff Alcatex um einen geschützten Markennamen. Anwendung findet Alcatex ebenfalls vor allem als Bezugsstoff für Polstermöbel.

Eigenschaften

Aufgrund der Teflon-Beschichtung, die gewissermaßen ein Schutzschild um jede einzelne Faser bildet, ist Alcatex ausgesprochen unempfindlich und strapazierfähig. Sofas, Polsterecken oder Wohnlandschaften mit Alcatex-Bezug sind daher für Familien mit Kindern und Haushalte mit Tieren optimal geeignet. Selbst Weiß und andere Farbtöne, auf welchen Verschmutzungen leicht erkennbar und schwer zu entfernen sind, erweisen sich als äußerst robust. Alcatex absorbiert fast alle Flecken. Nicht einmal Flüssigkeiten können die Oberfläche durchdringen – einfaches Abwischen genügt.

Weitere Vorteile

Im Wesentlichen bietet Alcatex aufgrund seiner – abgesehen von der Teflon-Beschichtung – nahezu identischen Beschaffenheit alle Vorteile, die für Alcantara typisch sind: Durch den samtigen, geschmeidigen Charakter ist es sehr hautsympathisch, darüber hinaus antistatisch, atmungsaktiv und hypoallergen, das heißt: Auch Alcatex ist für Allergiker bestens geeignet. Außerdem gibt es, wie Alcantara, Farben in besonderer Intensität und Leuchtkraft wieder, verfügt über eine vergleichbar exklusive Optik wie Veloursleder und kommt gerade bei extravaganten Design-Lösungen, wie sie bei modernen Polstergarnituren häufiger anzutreffen sind, ideal zur Geltung.

Fazit: Ein interessanter, zeitgemäßer Bezugsstoff, ebenso praktisch wie elegant. In mehrfacher Hinsicht eine echte Alternative zu Leder!

Ahorn

Der Ahorn kommt in Form von Bäumen und Sträuchern in Europa, im gemäßigten Asien sowie in Nordamerika vor. Den Bergahorn findet man in den Alpen sogar noch in über 2.000 Metern Höhe.

Details und Verwendung

Ahornholz wird vor allem als Bau- und Möbelholz genutzt. Es gibt zahlreiche Arten und Unterarten (Schätzungen zufolge zwischen 100 und 200!), von welchen jede bestimmte Eigenschaften hat. Dementsprechend unterscheidet sich auch die Verwendung. In der Möbel-Produktion kommt vor allem das feinfaserige, glänzende und kernlose Holz des Bergahorns sowie der eichenblättrige Ahorn, der das sogenannte Vogelaugen- oder Vogelaugenahornholz liefert, zum Einsatz. Vogelaugenahorn dient außerdem, neben Nussbaum, zur Herstellung von Einlegearbeiten (siehe Intarsie) und von Holzleisten im Interieur hochwertiger Fahrzeuge.

Antiklederoptik

Die Antiklederoptik lässt das Leder wie altes und gebrauchtes Leder mit Rissen oder ausgeblichenen Stellen wirken. Dieser gebrauchte Look wirkt zum Beispiel bei Möbelstücken wie einem Fernsehsessel oder einer Couch viel bequemer und einladender auf Gäste.

Aus neuem Leder wird altes Leder gemacht

Als Grundschicht wird hierbei ein Kunstleder verwendet, welches an der Oberfläche mit Microfaser beschichtet wird. So lässt sich die künstlich hergestellte Antiklederoptik kaum noch vom echten, alten und gebrauchten Leder unterscheiden. Höhere Stellen werden in einem helleren Ton gefärbt, tiefere in einem dunkleren Ton. Viele Menschen mögen den Used-Look bei Lederwaren aller Art. Liebhaber von alten Ledermöbeln erhalten somit ein neues Möbelstück, welches noch nicht benutzt wurde, aber trotzdem alt und gebraucht aussieht und zum verweilen einlädt. Pflegen lässt sich das künstlich hergestellte Antikleder wie jedes andere Leder oder Kunstleder auch. Echtes Leder mit Antikoptik lässt sich wie jedes andere Glattleder auch pflegen und erfordert einen gewissen Zeitaufwand. Kunstleder mit Antikoptik hingegen ist pflegeleichter und erfordert weniger Zeitaufwand, da man es nur feucht abwischen muss.

Einsatz von Antiklederoptik 

Angewandt wird die Antiklederoptik oft in der Möbelindustrie. Hier werden Ledersessel, Ledersofas oder andere Ledermöbel mit dem abgenutzten Look versehen. Auch die Bekleidungsindustrie arbeitet mit dieser Optik. Man findet diese beispielsweise bei Lederjacken, Lederwesten, Lederschuhen oder Westernstiefeln. Die Antiklederoptik wird auch bei Accessoires wie beispielsweise Portemonnaies, Aktenmappen oder Taschen eingesetzt. Aber auch bei Sitzbänken von Pferdekutschen kommt sie zum Einsatz.

Akazie

Die Ressource Holz hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert in der Gesellschaft, da dieses Material einfach zu verarbeiten und gleichzeitig vielseitig einsetzbar ist. Eine Art dieser Bäume ist die Akazie, die in der Pflanzengruppe der Mimosengewächse einzuordnen ist.

Keine Baumart für jede Gegend

Akazien haben, anders als viele andere Bäume, die Fähigkeit Stickstoffknöllchen am Wurzelwerk zu bilden und bieten so die Möglichkeit auch in stickstoffarmen Böden zu wachsen. Dementsprechend ist dieser Baum häufig in tropischen, aber auch subtropischen Regionen zu finden. Am häufigsten trifft man diesen Baum in Australien an, wo er einen Großteil des Baumbestandes ausmacht. Neben seinen besonderen Eigenschaften in seiner normalen Umgebung lässt sich das Holz des Akazienbaumes auch gut für Baukonstrukte im Außenbereich verwenden, da es sowohl pilz- und insekten-, als auch witterungsfest ist. Diese Eigenschaften sorgen dafür, dass das Material nach derzeitigen Maßstäben eine Haltbarkeit von bis zu 30 Jahren aufweist. Mit diesen Eigenschaften ist es vergleichbar mit Teakholz, ist allerdings zu günstigeren Konditionen zu kaufen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass man bei Möbelstücken für den Außenbereich immer häufiger auf die Akazie trifft.

Eine Holzart auch für die Innenräume

Die gleichen Eigenschaften, die die Akazie für den Außenbereich attraktiv macht, hat auch immer mehr Interesse der Möbelindustrie für den Innenbereich auf sich gezogen. So lässt sich das Holz auch sehr gut für Esstische, oder auch für Beistelltische verwenden, da man nicht mit Wasserflecken oder Ähnlichem rechnen muss. Die Vielseitigkeit gibt der Nutzung der Akazie in der Möbelindustrie somit recht.

Antiquität

Der Begriff “Antiquität” (Plural: Antiquitäten) stammt von dem lateinischen Adjektiv “antiquus” (= alt, vorzeitlich). Im Deutschen werden sowohl alte Kunstgegenstände, z.B. Gemälde, Skulpturen, Handschriften und Bücher, als auch handwerkliche Erzeugnisse von historischer Bedeutung als Antiquitäten bezeichnet. Die Grenze ist manchmal fließend, etwa bei einem Möbel, das sowohl ein handwerkliches Erzeugnis als auch ein Kunstgegenstand sein kann; das Gleiche gilt für Kleidungsstücke, Münzen, etc.

Was sollte man über Antiquitäten wissen?

Das Alter von Antiquitäten muss nicht zwangsläufig sehr hoch sein. Entscheidend ist vielmehr die bereits erwähnte historische Bedeutung und die Tatsache, dass es sich fast immer um Einzelstücke (=Unikate) handelt, mindestens aber um seltene Ausgaben, bzw. Variationen. Häufig kann man Antiquitäten auch im Rahmen von Auktionen erwerben. Die Abgrenzung zum Kunsthandel ist oft unscharf, da manche als Kunsthändler ausgewiesene Gewerbetreibende nebenbei oder gar ausschließlich Antiquitäten vertreiben und umgekehrt einige Antiquariate in ihrem Sortiment auch zeitgenössische Kunstwerke führen. Nicht alle Antiquitäten dürfen auch verkauft werden, sondern gelten als Kulturgut und somit als Eigentum der Allgemeinheit (“Gemeingut”). Der Erwerb des privaten Eigentums ist daher nicht möglich. Ein Verkaufsverbot (und Erwerbsverbot) gilt grundsätzlich zum Beispiel für Funde im Rahmen von archäologischen Ausgrabungen; das Verbot erstreckt sich in diesem Zusammenhang auch auf “Zufallsfunde” durch Privatpersonen. Im Einzelfall dürfen jedoch auch bestimmte Kunstwerke nicht veräußert werden – auch dann nicht, wenn sie sich im Privatbesitz befinden. Man denke an den Skandal um die Originalpartitur der 3.Symphonie von Ludwig van Beethoven, deren Verkauf streng untersagt war, die dann aber doch vor einigen Jahren in die Hände eines Sammlers in London geriet. Normalerweise befinden sich nicht veräußerbare Antiquitäten in Museen – einerseits zu ihrem Schutz (z.B. vor widerrechtlicher Veräußerung, Diebstahl oder unsachgemäßer Pflege), andererseits auch, um auf diese Weise der Allgemeinheit zugänglich gemacht zu werden.

Weitere interessante Hintergründe

Vorsicht, false friend! Im Englischen hat das Wort für Antiquar (= antiquary, antiquarian) eine andere Bedeutung: Mit “antiquary” ist meist ein Altertumsforscher gemeint oder, noch allgemeiner, ein Gelehrter, der sich mit der Erforschung der Vergangenheit beschäftigt. Vornehmlich in Großbritannien zählt hierzu auch die Volkskunde (engl. = folklore), bzw. die Mythologie. Ein renommierter “antiquary” war Montague Rhodes James, der 1918 zum Vorsteher der englischen Elite-Hochschule Eton gewählt wurde und mit seiner Geschichtensammlung Ghost Stories of an Antiquary (= “Geistergeschichten eines Antiquars”) auch über die Fachkreise hinaus Popularität erlangte.

Akazienholz

Akazie ist eine Pflanze aus der Familie der Mimosengewächse. Das Akazienholz lässt sich gut bearbeiten, wobei sich dann die gehobelten Flächen leicht wachsig anfühlen und gut zu drechseln ist. Die Oberfläche des Akazienholzes lässt sich gut polieren.

Akazien werden als Ziergehölze gepflanzt

Akazien werden als die artenreichste Gattung der Pflanzenfamilie “Fabaceae” bezeichnet. Es gibt allein in Australien circa 1.000 Arten und weltweit gibt es schätzungsweise bis zu 1.450 verschiedene Arten. Die Arten, die in Australien wachsen, und zwar im südlichen Queensland und Neu-Südwales, werden bis zu 15 m hoch und der Stamm erreicht einen Durchmesser von 0,5 m. Die sogenannten Laub werfenden Bäume, die meist ihr Laub in den Sommermonaten werfen, stammen überwiegend aus diesen Gebieten, während die afrikanischen Arten sich durch Dornen auszeichnen und “Dornenbäume” genannt werden. Sie gehören alle zu den Harthölzern und wurden bereits im alten Ägypten in den dortigen Gartenanlagen gepflanzt. Der wissenschaftliche Name lautet Acacia harpophylla. Die sogenannte falsche Akazie hat mit dieser Holzart nichts gemeinsam.

Robinie, die falsche Akazie

Die Robinie wächst in Europa und ist ein Holz, das sehr widerstandsfähig gegen holzzerstörende Organismen ist. Damit ist eine natürliche Dauerhaftigkeit gegeben und es handelt sich um ein sehr biegsames Holz, welches sich idealerweise für den Einsatz im Gartenbereich und in der Landwirtschaft eignet.

Asteiche

Eine Asteiche oder Wildeiche gibt es eigentlich nicht in der Natur, zumindest nicht als besondere Baumart. Denn wie jeder Baum hat auch jede Eiche ihre Äste. Doch Eichenholz, das besonders astig und rustikal wirkt, bezeichnet der Fachmann als Asteiche.

Möbel und Inneneinrichtung

Früher galt die Eiche auf Bauernhöfen als ein Zeichen von nachhaltigem Wohlstand und gelebter Tradition. Denn die Bäume wuchsen sehr langsam, brauchten viel Pflege – länger als ein Menschenalter lang. Nur wer es sich leisten konnte, hatte die Möglichkeit, dieses wertvolle und stabile Holz für Möbelstücke zu verwenden. Mit ihrer besonders interessanten Struktur verkörpert die Wildeiche heute genau diese Rustikalität und Bodenständigkeit, für die die Eiche im traditionellen ländlichen Raum stand. Dennoch lässt sie sich in der Innenraumgestaltung mit vielen Farben und anderen Materialien wie Glas oder Stahl kombinieren. Das Holz bringt die legendäre Stabilität mit, für die die Eiche seit jeher beliebt ist. In der Asteiche vereinigt sich die Kraft der Tradition mit dem Chic und der Eleganz der Moderne.

Die Asteiche heute

Durch ihre wildere Struktur hebt sich die Asteiche von dem üblichen Eichenholz ab. Sie bringt daher ein uriges und kraftvolles Flair mit sich und ist besonders für rustikale Umgebungen geeignet. Das Material mit dem hohen Wiedererkennungswert wird außer in Möbeln auch zur Herstellung von Dielen verwendet.

Baltimore-Walnut

Baltimore-Walnut ist ein begehrtes Edelholz vom echten Walnussbaum. Seit Jahrhunderten gehört diese Holzart zu den bevorzugten Luxushölzern dieser Welt. Das Holz zeichnet sich durch feine Maserungen aus, die als Furnier eine besonders edle und dekorative Wirkung haben.

Ein edles Holz für die Möbelherstellung

Während Baltimore Walnut Holz aus forstwirtschaftlicher Sicht keine besondere Bedeutung hat, ist es als Holz für den Innenausbau besonders begehrt. Schon immer genoss es eine sehr hohe Wertschätzung, denn seine Struktur gibt den Möbelstücken ein besonders edles Erscheinungsbild. Baltimore-Walnut ist im Kern dunkel und besitzt einen rötlichen Splint. Das ganze Erscheinungsbild tendiert aber in einen grau-weißlichen Farbton. Je nach Bodenbeschaffenheit und Klima ist das Holz jedoch immer ein wenig anders beschaffen und hat auch eine lebhaftere Struktur. Man nutzt es nahezu ausschließlich für hochwertige Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände. Durch seine gleichmäßige Struktur und seine ausgesprochen hohe Festigkeit wird das Holz auch gerne für Holzdecken und Parkettböden verwendet. Man schreinert daraus Sideboards, Tische, Schränke, Regale oder Wand- und Deckenverkleidungen. Das besonders schönfarbige Holz mit einer braungrauen Grundfarbe weist häufig eine wolkenartig gestreifte Maserung auf.

Walnuss Holz – Eines der begehrtesten Möbelhölzer in allen Stilepochen

Die Jahresringgrenzen sind bei diesem Holz deutlich zu sehen und im frühen Holz halbringartig angeordnet. Dadurch ist diese Sorte ausgesprochen dekorativ. Baltimore-Walnut Holz ist es sehr biegefest und gibt bei Beanspruchung kaum nach. Auch das macht es zu einem besonders hochwertigen Holz. Da es nur in begrenzter Menge vorkommt, spielt es eine dominante Rolle bei der Möbelherstellung und wird auch gern als Dekor eingesetzt.

Birke

Die Birke ist ein Laubbaum, der in unseren heimischen Wäldern beheimatet ist. Verwendung finden neben dem Holz des Baumes auch die Blätter und der Wurzelknollen zum Schnitzen.  In Deutschland hat das Holz der Birken im hochwertigen Einrichtungs- und Innenausbaubereich etwas weniger Bedeutung als in Russland und den skandinavischen Ländern.

Birkenholz als beliebter Möbelrohstoff

Die Birke ist weltweit ein beliebter Lieferant für die Herstellung von Möbeln und sonstigen Pressholzprodukten. Gerade die Sandbirke und Moorbirke sind sehr populär, da sie keine Farbkerne durch fehlenden Kernholzbereich besitzen und somit ein gleichmäßiges und helles Holzbild darstellen. Durch die Prägung in helle und dunklere Holzfasern entsteht ein schlichtes und glänzendes Farbbild, das sehr hochwertig und stilvoll aussieht. Das Holz an sich gehört zu den mittelschweren Hölzern, weist jedoch eine sehr weiche Struktur auf. Durch diese Charaktereigenschaften wird die sehr beständige Holzart gerade im Bereich Pressspanplatten und Parkettböden, die mit anderen Hölzern laminiert werden, verwendet. Im Hausbaubereich und Innenausbaubereich ist das weiche Holz in Deutschland eher selten zu finden. Der hochwertige Zellstoff der Birke wird gerne in Papier und zu Chemiefasern verarbeitet, aufgrund der Geruchslosigkeit findet man das Birkenholz auch in Lebensmittelfässern.

Verwendung von Birkenholz in Bau und Einrichtung

Birkenholz kann nicht als Baustoff verwendet werden, da es aufgrund geringer Tragfähigkeit nicht die nötige Stabilität aufweist. Es ist leichtes und sehr faserartiges Holz. Das Vollholz der Stämme wird heutzutage vermehrt zur Errichtung von Möbelstücken genutzt. Es eignet sich ebenfalls gut zu Schnitzen von Kunstwerken oder Dekoartikeln.

Buche

Wissenswertes und Historisches rund um die Buche

Die Germanen bedienten sich keiner Schriftsprache, sondern verwendeten stattdessen Symbole, die eine weit umfassendere Bedeutung als ein Wort oder ein einzelner Buchstabe besaßen. Diese Symbole, die sogenannten “Runen”, dienten weniger der Verständigung oder einem Austausch von Informationen, sondern kamen meist im Rahmen religiöser Zeremonien zum Einsatz.

Da die Runen aus Buchenholz geschnitzt wurden – in Form von kleinen Stäbchen –, sprechen wir heute noch von “Buchstaben”; auch das Wort “Buch” wird von Etymologen auf die Runen zurückgeführt. Außerdem bezeugen bis in die Gegenwart zahlreiche Ortsnamen die hohe Bedeutung der Buche, meist in zusammengesetzten Wendungen (Beispiele: Bad Buchau in Baden-Württemberg, Buchenberg im Allgäu, Buchendorf bei Starnberg).

Buchenholz (Eigenschaften und Verwendung)

Buchenholz ist, ähnlich wie Eichenholz, sehr hart und aufgrund dieser Eigenschaft in der Möbelproduktion häufig anzutreffen. Bei einem hochwertigen Polstermöbel wird das Untergestell meist aus massivem Buchenholz gefertigt, Wohnwände und Möbel für das Esszimmer, wie Kommoden (zum Beispiel ein Sideboard oder ein Highboard), Vitrinen und Tische bestehen ebenfalls oft – teilweise oder ganz – aus Buchenholz, ferner Betten, Stühle und auch verschiedene Gartenmöbel. Da massive Hölzer derzeit im Trend liegen, was unter anderem die wachsende Beliebtheit von Eiche beweist, ist auch Buche momentan wieder modern.

Barhocker

Ein Barhocker ist ein bestimmter Hocker, der, wie schon der Name sagt, meist in einer Bar bzw. an einer Theke steht, an der (vorwiegend alkoholische) Getränke ausgeschenkt werden.

Mittlerweile findet man Barhocker jedoch auch häufig in anderen Einrichtungen der Gastronomie. Auffallend weit verbreitet ist der Barhocker inzwischen im Fast-Food-Segment, daneben tendiert auch manche Kantine und manche Mensa dazu, Theken mit Barhockern einzurichten.

Aufbau eines Barhockers

Der klassische Barhocker ist relativ einfach konstruiert: Im Grunde genommen besteht er nur aus einer meist kreisrunden, mehr oder weniger dicken Sitzfläche (oft mit einem Bezug aus Leder), die entweder auf einem einzigen langen und massiven Fuß steht oder auf mehreren langen und dünnen Füßen. In der klassischen und minimalistischen Form verfügt der Barhocker weder über Rücken- noch über Armlehnen. Ein bequemes Sitzen, besonders über längere Zeit, war und ist daher auf diesem Möbel (jedenfalls in der klassischen Version) nicht möglich. Doch dies entspricht auch nicht dem ursprünglichen Zweck: Barhocker sollten nur auf dem relativ engem Raum, den eine normale Theke, bzw. Bar zur Verfügung stellt, mehreren Menschen Platz bieten, um dort ihre Drinks zu nehmen, was in der Regel auch nicht viel Zeit in Anspruch nimmt.

Varianten von Barhockern

Für ein längeres Verweilen wurde der Barhocker nicht konzipiert, weshalb sein Einsatz in Speisegaststätten auch fragwürdig ist. Es gibt Varianten von Barhockern, deren Fuß fest im Boden montiert oder auch mit der Theke selbst verbunden ist, daneben noch zahlreiche, mitunter recht extravagante Designer-Modelle, die von der klassischen Form zum Teil sehr stark abweichen. Bei Designer-Barhockern sind auch Ausführungen mit Lehnen möglich.

Birkenholz

Das Birkenholz ist ein weiches Holz. Es ist recht schwer, denn der Wassergehalt ist hoch. Dadurch wird es elastisch, ist jedoch nicht witterungsbeständig und schwer zu spalten, weil es zu faserig ist. Generell kann man Birkenholz gut verarbeiten. Es kann gehobelt und geschnitzt werden, auch zum Drechseln ist es geeignet.

Vielseitige Möglichkeiten für die Verwendung

Im Handel erhält man das Holz unter anderem als Sperrholz oder geschältes Furnier. Gelegentlich liegt es auch als Schnittholz oder Rundholz im Regal. Da das Holz der Birke grundsätzlich keine eigenen Farbeinschlüsse ausbildet, ist es wunderbar geeignet, um wertvollere Holzsorten wie zum Beispiel Nussbaum, Mahagoni oder Kirschbaum zu imitieren. Darüber hinaus findet man es auch als Parkettboden. Einen sehr speziellen Einsatz findet das Holz bei der Herstellung von Sportgeräten: Eine Diskusscheibe und auch Speere sind aus diesem Material gefertigt. Im Bereich des Instrumentalbaus findet man das Birkenholz bei den Hammerstielen von Klavieren. Auch günstige Gitarren werden mithilfe dieser Holzart hergestellt. Nicht zuletzt kann das Holz aufgrund seines fehlenden Geruchs zu Holzfässern verarbeitet werden, in denen zum Beispiel Heringe gelagert werden können.

Im Flugzeugbau und auch im Haushalt zu finden

Nicht zuletzt dient es  als Ausgangsmaterial für Pappe und Papier. Früher wurden sogar leichte Flugzeugteile aus diesem Material gefertigt und brachte den Bäumen die Bezeichnung Fliegerbirke ein. Damals wurden auch Skier, Werkzeugstiele, Streichhölzer und Holzklogs vorzugsweise aus Birkenholz hergestellt. Natürlich kann Birkenholz auch als Brennholz verwendet werden. Das Holz brennt gut und es entfaltet sich ein angenehmer Duft.

Buffet

Ein Buffet ist ein Möbelstück, das aus ein oder zwei Teilen besteht. Das Grundmöbelstück ist ein halbhoher Schrank, der zwei oder drei Türen hat. In diesem werden zum Beispiel Tischdecken und auch Tafelgeschirr aufbewahrt. Das obere Teil besteht aus einem dreigeteilten Korpus, der in der Regel auch Glasflächen aufweist.

Zum Anrichten von Speisen

Auf der oberen Abdeckung können dann fertige Speisen oder Getränke angeboten werden. Wie der Begriff Anrichte schon sagt, ist die Arbeitsfläche zum Anrichten von Speisen gedacht. Im englischen gibt es für das Buffet ein Synonym: es ist das Sideboard oder auch das Credenza desk. Ein Buffet gibt es in ganz verschiedenen Stilen. Besonders beliebt waren diese praktischen Möbelstücke Anfang dieses Jahrhunderts in herrschaftlichen Stadthäusern der Hauptstädte Europas. Es gab Jugendstilmöbel, barocke Schränke und auch bemalte Bauernmöbel. Allen gemeinsam war jedoch, dass sie das Herzstück des Esszimmers bildeten. Da der obere Teil des Schrankes oft Glastüren hatte, konnte hier das schönste Geschirr des Hauses ausgestellt werden. Besonders aufwendig bemalte Teller, Tassen, Kannen oder Schüsseln sowie geschliffene Gläser fanden hier ihren Platz.

Anrichte oder Buffet – Was ist der Unterschied?

Das Buffet hat sich aus einer Möbeltruhe entwickelt. Ein Buffet war lediglich von der vorderen Seite und den beiden schmalen Seiten verziert und stand mit dem Rücken an der Wand. Die Anrichte, die dem Buffet sehr ähnlich ist, hat seinen Ursprung in einem Tisch. Eine Anrichte ist deshalb von allen vier Seiten verziert und kann frei im Raum stehen.

Beizen

In der Technik versteht man unter Beizen ganz allgemein die Veränderung von Oberflächen fester Körper, entweder zur Reinigung, zur Vorbereitung auf einen nachfolgenden Fertigungsprozess oder – am häufigsten – zur Färbung.

Details über das Beizen

Als Substanzen (die sogenannten “Beizen”) dienen hierzu in der Regel Flüssigkeiten, die das zu beizende Material in einer bestimmten Weise angreifen und damit sein Aussehen in der einen oder anderen Weise verändern. Beim Beizen von Holz – zum Beispiel im Rahmen der Möbel-Produktion – werden als Holzbeizen vorwiegend Farbholzextrakte von unbearbeitetem oder auch bereits bearbeitetem Holz verwendet, wobei es erwünscht ist, dass die Maserung des Holzes anschließend noch sichtbar bleibt.

In der Gerberei werden zum Beizen meist saure Flüssigkeiten (Fachausdruck: “Schwellbeizen”, gebrauchte Lohbrühe oder ein in Gärung versetzter Aufguss von Wasser und Kleie) benutzt. Weitere Details hierzu finden Sie in diesem Glossar auch unter den Begriffen Lederherstellung und Leder. Die Technik des Beizens kommt unter anderem auch bei der Bearbeitung von Metallen zum Einsatz.

Bockspringbett

Bei diesem Begriff handelt es sich um ein kreatives sprachliches Missverständnis. Gemeint ist eigentlich das Boxspringbett, das im Unterschied zum klassischen europäischen Bett oder dem aus Japan stammenden Futon aus einer Unter- und einer Obermatratze besteht.

Die Untermatratze ergibt zusammen mit dem Bettgestell eine „Box“ auf der die Obermatratze aufliegt. Lattenroste werden durch diesen Bettaufbau überflüssig. Die Liegehöhe beträgt bei Boxspringbetten meistens zwischen 55 cm und 65 cm.

Bei Doppelbetten gibt es für jede Bettseite eine separate Box. Beide werden miteinander verschraubt oder anderweitig zusammen befestigt, sodass sich die Seiten nicht verschieben. Die so genannte Gästeritze, die in der Mitte entsteht, kann durch einen zusätzlichen Matratzentopper überbrückt werden, der die komplette Liegefläche bedeckt.

Ein weiteres Charakteristikum von Boxspringbetten ist die äußere Gestaltung: In der Regel werden die Boxen mit einem feinen Stoff bezogen, der auch das Kopfteil umschließt und der an sich wuchtigen Bettkonstruktion ein einheitliches, wohnliches Erscheinungsbild gibt.

Bügelgriff

Bügelgriffe weisen unterschiedliche Formen und Farben auf. Was alle Bügelgriffe jedoch gemeinsam haben, ist die stilisierte oder tatsächliche Form eines Bügels. Die Verwendung von Bügelgriffen ist beinahe unbeschränkt. Sie werden sowohl im Bereich der Werkstättenausstattung, als auch als attraktive Griffe für unterschiedlichste Möbelstücke benutzt. Der Anwendungsbereich dieser praktischen Griffe zum Öffnen von Schubladen, Türen und Vitrinen ist unbegrenzt.

Die Vielfalt bei Bügelgriffen ist unerreichbar

Betrachtet man im ersten Schritt nur die Materialien, die für Bügelgriffe verwendet werden, ist ersichtlich, wie vielfältig diese unverzichtbaren Bestandteile von Möbelstücken und anderen Ausstattungsgegenständen sind. Bügelgriffe sind in Aluminium oder aus Rundstahlrohr genauso erhältlich wie aus Kunststoff. Sie können eloxiert, pulverbeschichtet oder lackiert sein. Es gibt sie in schlichten runden und länglichen und in verspielten Designs. Ein sehr großer Vorteil von Bügelgriffen liegt auch darin, dass damit jede Tür oder Schublade sicher und komfortabel geöffnet werden kann. Die Montage ist einfach und sie sind leicht zu pflegen. Gleichzeitig wird durch den Bügelgriff die Verschmutzung des dahinter liegenden Materials vermieden. Dies ist vor allem in Küchen oder auch in Werkstätten ein großer Vorteil.

Der Bügelgriff als dekorativer Akzent

Neben all den praktischen Vorteilen, die Bügelgriffe bieten, steht selbstverständlich im Bereich Wohnen die dekorative Wirkung im Mittelpunkt. Und bei diesem Thema kann dieser Grifftyp immer punkten, da er durch die unzähligen Gestaltungsmöglichkeiten in der Form und durch die verwendeten Materialien immer Akzente setzt.

Betthaupt

Das Betthaupt, so der Fachbegriff, ist ein Überbau über dem Kopfende eines Einzel- oder Doppelbettes. Es dient vor allem als Ablagefläche für Kleinigkeiten, wie bspw. Zeitungen oder Bücher. Neben dem nützlichen Platzangebot bietet es auch einen Blickfang und gibt beim gemütlichen Lesen dem Rücken zusätzlichen Halt.

Viel Platz auch in kleinen Räumen – das Betthaupt

Früher war es an den Betten in fast jedem Schlafzimmer zu finden, heute ist es wieder stark im Kommen. Bei fehlendem Raumangebot neben dem Bett bietet sich meist ein Betthaupt an. Direkt am Kopfteil des Bettes wird hierzu eine Platte angebracht, die zumeist in derselben Breite wie das Bett, leicht gepolstert und mit einer Ablagefläche versehen, den Nachttisch ersetzt und so auch in einem kleinen Schlafzimmer gute Ablagemöglichkeiten bietet. Durch die hochgezogene und gepolsterte Fläche am Kopfende ist zudem ein bequemes, aufrechtes Sitzen möglich – ideal zum gemütlichen Lesen oder auch als Sitzhilfe beim abendlichen Fernsehen im Schlafzimmer. Gleichfalls können an einem Betthaupt auch sehr gut Leseleuchten angebracht werden. Die Zuleitung hierfür kann zwischen Wand und dem erweiterten Kopfteil versteckt werden.

Ein Klassiker wird wieder neu entdeckt und das zu Recht

Auch in einem kleinen Schlafzimmer muss nicht auf die Ablagefläche für das Lieblingsbuch oder die Zeitschrift verzichtet werden. Ein Betthaupt bietet hier eine ideale Möglichkeit, sowohl Ablageplatz zu schaffen, als auch dem Raum ein zusätzliches Highlight zu verpassen. Optisch kann entweder auf das Material und die Farbgebung des Bettes zurückgegriffen oder auch ein witziger Gegenpol dazu gewählt werden.

Bonellfederkern

Bonellfederkerne zählen zu den modernen Federsystemen für Polstermöbel und Matratzen. Zur Herstellung werden Sprungfedern aus Draht verwendet, wobei der Durchmesser des Drahts im Mittel etwa 2,0 – 2,5 mm beträgt. Das Boxspring-Bett zum Beispiel, das in den USA sehr häufig anzutreffen ist und sich auch in Europa wachsender Beliebtheit erfreut, besitzt in einer seiner Varianten einen Bonellfederkern.

Details

Die flexiblen Bonellfedern sind über spiralförmige Federzüge miteinander verbunden. Im Vergleich zu anderen Federkernen besitzt ein Bonellfederkern weniger Einzelfedern, dagegen hat der Federkopf einen größeren Durchmesser. Die dadurch zwangsläufig entstehenden Lücken werden mit einem elastischen und reißfesten Polsterträger aufgefüllt, zum Beispiel mit einem Vlies aus Kunstfasern oder mit Watte. Bei der Produktion von einem hochwertigen Möbel mit Bonellfederkern kommt stattdessen in der Regel eine dauerelastische Schaumstoffpolsterung zum Einsatz.

Vorteile

Bonellfederkerne bieten gegenüber herkömmlichen Federkernen zahlreiche Vorteile. Besonders bemerkenswert ist die “intelligente Federung“: Sinkt der Widerstand, erhöht sich die Elastizität der Bonellfeder, wirkt ihr ein stärkerer Druck entgegen, nimmt sie ab. Das heißt: Bei schwächerer Belastung bleibt die Sitz- oder Liegefläche weicher, im umgekehrten Fall wird sie fester. Resultat: Optimale Ergonomie und Bequemlichkeit. Weitere Vorteile: Bonellfederkerne wiegen relativ wenig, und man kann sie mit nahezu jedem Lattenrahmen kombinieren. Last but not least arbeitet das System vollkommen geräuschlos: Quietschende Sofas und Matratzen – mitunter für die Nachbarn noch laut vernehmlich – gehören damit endgültig der Vergangenheit an!

Biber

Als Biber wird ein Gewebe bezeichnet, aus dem Heimtextilien hergestellt werden. Durch seine besondere Charakteristik wird es auf der Haut als sehr angenehm und wärmend empfunden und daher bevorzugt zu Bettwäsche verarbeitet.

Pflanzliches Textil für den Heimgebrauch

Biber, das auch Beaver oder Beaverteen genannt wird, hat die Besonderheit, dass das Material aus reiner Baumwolle hergestellt wird und in seiner Beschaffenheit Flanell sehr ähnlich ist. Bei der Herstellung wird das Gewebe mehrseitig aufgeraut, sodass der Stoff flauschig und dick wird. Viele Menschen bevorzugen deshalb Textilien aus diesem Gewebe. Ein weiteres wichtiges Argument, das für das Material spricht, ist seine rein pflanzliche Gewinnung – für Menschen mit bestimmten Allergien durchaus nicht unerheblich. Gerade im Winter ist Bettwäsche oder Unterwäsche aus Biber ein Garant für ein wohliges, wärmendes Gefühl auf der Haut. Die verschiedenen Farben und Designs, in denen Textilien aus Biber erhältlich sind, bieten für jeden Geschmack das Richtige. Die immer günstiger werdende Herstellung von Biberstoffen sorgt außerdem für sinkende Verkaufspreise.

Nicht nur im Winter ein Favorit: Biber

Gerade Heimtextilien wie Bettwäsche sind heute in immer mehr Wohnungen aus Bibermaterial gefertigt. Insbesondere, aber nicht nur im Winter wird das Gewebe gegenüber anderen, manchmal sogar synthetisch gewonnenen Materialien auch aufgrund seiner Natürlichkeit bevorzugt. Ebenfalls bemerkenswert: Textilien aus Biberstoff lassen sich sehr einfach reinigen und pflegen.

Boxspringbett

Ein Boxspringbett besteht im Allgemeinen aus drei verschiedenen Teilen: dem Boxspring (das Untergestell), der Boxspringmatratze und, je nach Art des Bettes, einem zusätzlichen Topper. Das Boxspring ersetzt den Lattenrost. Es besteht aus einer Lage Stahlfedern im Inneren des Boxsprings, die von einem stabilen (Holz-)Rahmen umgeben ist.

Boxspringbetten früher und heute

In vielen Teilen der Welt sind diese Betten bereits seit über 100 Jahren das beliebteste Schlafsystem. Schon 1912 haben die Erste-Klasse-Passagiere auf der Titanic in solchen Betten geschlafen und in vielen Hotels der Oberklasse – gerade in den USA – sind Boxspringbetten der Standard. Daher werden sie auch oft als Amerikanisches Bett oder Continentalbett genannt. Bei dem Amerikanischen Bett wird meistens eine sehr dicke und eher weiche Matratze aufgelegt. Bei einem Skandinavischen Boxspringbett wird zusätzlich ein Topper aufgelegt. So wird die Matratze dann zum Designelement des Bettes, da sie im Bezugsstoff des Bettes bezogen wird. Ein Hingucker bei diesen Betten sind die Kopfteile. Sie sind aber kein Muss. Je nach Betthöhe können die Kopfteile sehr hoch sein. Meistens wird das Kopfteil über eine Schiene in das Boxspring eingehängt.

Ein rückenfreundliches Möbelstück

Boxspringbetten können für Linderung bei Rückenbeschwerden, Druckentlastung und einen erholsamen Schlaf sorgen. Dabei kommt es natürlich auf die Qualität und auf die richtige Auswahl an. Auch so ein Bett kann, wenn es nicht sorgfältig auf persönliche Bedürfnisse abgestimmt wird, Verspannungen oder Rückenschmerzen verursachen. Ziel dieser Betten ist es, für eine gerade Wirbelsäule bis in den Halswirbel hinein zu sorgen.

Chaiselongue

Historisches über Chaiselongues

Etwa von 1850 bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts verstand man unter einem Chaiselongue (frz. = chaise longue, langer Stuhl) oder “Römersofa” ein niedriges, längliches Sitz- und Liegemöbel mit bestimmten stilistischen Eigenheiten.

Der Chaiselongue hat Ähnlichkeit mit dem Triclinium der Antike und diente auch dem gleichen Zweck: Besinnlichen, nachdenklichen Entspannungsphasen. Einer der Lebensgrundsätze des Altertums, otium et bellum (“Muße und Schönheit”), schien damals, als man die antiken Denker wieder zu entdecken begann, auch im Möbelbau einen Nachklang zu finden. Auf Gemälden und Daguerreotypien, insbesondere der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sind tatsächlich auffallend häufig bekannte Dichter, Philosophen und Komponisten auf einem Chaiselongue zu sehen – meist in entspannter Haltung und mit versonnenem Blick. Klassifizierende Merkmale sind zum Beispiel das erhöhte Kopfende und ein einheitlicher Bezug.

Der Chaiselongue der Gegenwart

Wie im Falle vergleichbarer Bezeichnungen (Ottomane, Récamière, Kanapee und Longchair), die heute überwiegend synonym verwendet werden, existiert für Chaiselongue keine einheitliche Definition mehr. Der Begriff selbst ist fast vollständig aus unserem Sprachgebrauch verschwunden. Wo man noch auf die Bezeichnung stößt, kann jede nur erdenkliche Variante eines niedrigen, längeren Sitz-, Liege-, oder Sitz-Liege-Kombinationsmöbels gemeint sein, entweder separat oder als Teil einer Polstermöbel-Systemgruppe.

Chintz

Etymologie

Der Ausdruck Chintz existiert etwa seit 1719 im Englischen und stammt aus der indischen Sprache Hindi (chint = klar, hell, glänzend). Chint-s entspricht im Sanskrit chitra-s (vgl. cheetah). Der Plural, anfangs die gebräuchlichere Form unter den englischen Kaufleuten in Indien, wurde später auch für den Singular benutzt.

Aus unbekannten Gründen verwandelte sich im Lauf der Zeit das s in ein ein z – vielleicht in Ahnlehnung an das Wort Quartz. Die Abwandlung “chintzy”, die zum ersten Mal 1851 bei George Eliot auftaucht, hat – auf industriell gefertigte, billige “Massenware” bezogen – einen negativen Sinn und bedeutet so viel wie “kitschig”, “geschmacklos”.

Details zu Chintz

Chintz ist ein leinwandbindiges, dichtes Gewebe aus Baumwolle, Polyester oder Mischgarnen, und wird meist als Bezugstoff für Kissen verwendet. Man trifft es einfarbig oder, der Tradition entsprechend, mit Blumenmotiven bedruckt. Den starken Glanz erhält der Chintz durch das Kalandern, d.h. Walzen und Glätten unter hohem Druck und bei hoher Temperatur. Chintz ist, ähnlich wie Seide, der er gleicht, ausgesprochen elegant. Genau wie Leinen neigt er aber zur Faltenbildung. Einfacher Chintz ist außerdem nicht waschmaschinenfest. Mittlerweile werden jedoch auf Polyester-Basis waschbeständige Mischgewebe hergestellt. Für waschfeste Varianten mit dauerhaftem Glanz wird das Gewebe vorher mit Kunstharzen aus der Gruppe der Duroplaste (z.B. Melamin) imprägniert, vorgetrocknet, friktioniert (fkriktionieren = reiben) und nachgehärtet.

Deckenfluter

Als Deckenfluter wird eine Stehlampe bezeichnet, welche das Licht nach oben zur Zimmerdecke abgibt. Sie sind gut geeignet, um bestimmte Nischen oder den gesamten Raum sanft zu erhellen. Das Licht reflektiert an der Decke und zaubert ein indirektes Licht im Zimmer. Viele dieser Lampen sind sogar mit einer Leseleuchte ausgestattet.

Optimale Ausleuchtung im Wohnbereich

Der Deckenfluter ist in zeitgemäßen und modernen Wohnbereichen heute nicht mehr wegzudenken. Zum einen ist er ein Stilmittel, das durch die ideale Platzierung im Raum eine optimale Ausleuchtung erzeugt und zum anderen stellt es einen speziellen Blickfang dar. Ein Deckenfluter kann genauso wie eine herkömmliche Stehlampe schnell und unkompliziert auch von einem Laien aufgebaut und angeschlossen werden. Dabei bleibt der Fluter immer variabel und kann jederzeit problemlos auch an anderer Stelle in der Wohnung platziert werden. Als Leuchtmittel werden meist leistungsstarke Halogenstrahler benötigt, die eine gute Beleuchtung des Raumes gewährleisten können. Gerade wenn die herkömmliche Standleuchte, oder die fest installierten Strahler, für unzureichendes Licht sorgen, ist der Deckenfluter immer eine gute Wahl, um besondere Lichteffekte zu erzielen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Helligkeit stets den persönlichen Bedürfnissen anpassbar ist und die Helligkeit oftmals durch einen Dimmer reguliert werden kann.

Stimmungsvolle Beleuchtung für jeden Raum

Eine Alternative zu der frei stehenden Variante, können fest an der Wand angebrachte Deckenfluter sein. Diese stellen meist durch ihre Optik und Aufmachung ein modernes Designobjekt dar und sehen auch bei Tageslicht ohne Beleuchtung immer ansprechend aus. Eines haben beide Arten gemeinsam: Sie sorgen immer für eine stimmungsvolle und gekonnte Ausleuchtung.

Dimmer

Als Dimmer bezeichnet man einen Helligkeitsregler, mit dessen Hilfe sich das Licht einer Lichtquelle stufenlos regulieren, also dämpfen lässt. Im häuslichen Bereich sind zwei Arten üblich. So können Dimmer entweder in der Lampe selbst integriert sein oder aber in Schalterdosen o. ä. eingebaut werden.

Kleines Gerät mit großer Wirkung

Beim Lesen, Kochen, Putzen und am Arbeitsplatz ist helles Licht unerlässlich. Als mindestens genauso wichtig wird es heute aber in anderen Alltagssituationen erachtet, eben keinem grellen und gleißend hellen Licht ausgesetzt zu sein, wie etwa beim Fernsehen, beim romantischen Dinner oder vor dem Schlafengehen. Mit einem Dimmer schafft gedämpftes Licht im Handumdrehen eine gemütliche und behagliche Wohnatmosphäre, weil es sich nicht nur in der Helligkeit, sondern auch farblich verändert. Es wird eher als gelb-orangefarbenes Licht wahrgenommen, was ein Gefühl von Wärme erzeugt. Zu betätigen sind Dimmer dabei ganz unterschiedlich. Neben dem klassischen Drehdimmer gibt es unter anderem auch Tast- und Sensordimmer. Allen gemein ist, dass sie sich stufenlos einstellen lassen und so jeder Situation und jedem individuellen Bedürfnis gerecht werden.

Nicht jede Lampe lässt sich dimmen

Während sich das Auslaufmodell Glühlampe ebenso problemlos dimmen lässt wie Niedervolt-Halogenlampe und Leuchtstofflampe, ist das Dimmen von Hochdruck-Entladungslampen nicht geläufig. Die meisten Energiesparlampen können gar überhaupt nicht gedimmt werden. Auch hinsichtlich der Energieeffizienz sind Dimmer nur bedingt nutzbringend. Zwar wird Energie gespart, sobald die Leistung herunter geregelt wird, der Wirkungsgrad (aufgenommene Energie vs. Nutzenergie) verschlechtert sich dabei aber.

Drehtür

Der Begriff Drehtür ist in Verbindung mit Möbelstücken etwas irreführend. Viele stellen sich darunter eine Tür vor, die sich wie die Eingangstür in einem Kaufhaus dreht, um so den Kunden Einlass zu gewähren. Doch bei Möbeln bezeichnet man die Flügeltüren, die wie eine Zimmertür zu öffnen sind, als Drehtür.

Vielfältige Varianten und Möglichkeiten

Die Drehtür ist sehr individuell herstellbar und ermöglicht eine breite Palette an unterschiedlichen Designs und Materialien. So können die Türen aus Holz, Glas, Metall und andere bevorzugte Materialien bestehen und auch in der Größe und Stabilität variieren. Um den persönlichen Wünschen und Vorstellungen der heutigen Möbelbesitzer gerecht zu werden, gibt es heutzutage nicht mehr nur die einfachen Holztüren, sondern eine große Auswahl an Extras. So sind Drehtüren von Schlafzimmerschränken häufig mit einem Spiegel versehen oder Schränke im Vorzimmer mit schönen Ornamenten ausgestattet. Dabei können die Farben auch je nach Material kombiniert werden. Glas wird z.B. auch gerne mit unterschiedlichen Holzarten kombiniert, während verwendete Metalleinsätze den Schrank trendig und modern erscheinen lassen. Durchsichtige Glasdrehtüren findet man hingegen sehr häufig bei Wohnwänden.

Nach innen und außen zu öffnen

Die Drehtür wird in den meisten Fällen so montiert, dass diese parallel zur Seitenwand in den Raum zu öffnen ist und man so Zugang zum Schrank erhält. Bietet der Raum wenig Platz und man möchte eine platzsparende Alternative, so gibt es Türen, die nach innen geklappt werden, indem sie gefaltet werden. Neben den Schiebetüren ist dies eine weitere platzsparende Möglichkeit.

Drapé

Drapé stammt vom französischen Begriff drap (= Tuch). Es wird definiert als ein “sehr feines, tuchähnliches Wollgewebe aus Kammgarn oder Streichgarn in Kette und Schuss”.

Kette und Schuss sind Begriffe aus der Weberei. Unter der Kette versteht man die Gesamtheit der am Webstuhl vertikal verlaufenden Fäden, zwischen welche die sogenannten Schussfäden eingetragen werden. Als “Schuss” (Synomym: Einschlag) werden die mit dem Weberschiffchen horizontal durch die vertikal hängenden Fäden (siehe obiger Begriff “Kette”) hindurchgeführten Einschlagsfäden bezeichnet.

Verwendung von Drapé

Drapé wird in der Textilindustrie vorwiegend zur Herstellung von Kleidung verwendet. Da der Stoff ausgesprochen elegant wirkt, handelt es sich dabei meist um hochwertige Jackets (zum Beispiel Smoking und Blazer) oder Anzüge.

Wissenswertes

Die verwandten Begriffe Draperie und “drapieren” beziehen sich auf in Falten gelegte Textilien, bzw. ganz allgemein auf das Dekorieren an sich. Die Darstellung von mehrfach gefalteten Kleidern wurde, vermutlich ihrer Komplexität wegen, avancierte in der Malerei zu einer eigenständigen Disziplin. So entwickelte zum Beispiel Michelangelo – und in der neueren Kunst vornehmlich Auguste Rodin – die Draperie zu einer beeindruckenden Meisterschaft.

Ecru

Ecru oder auch Ekrü ist ein Naturfarbton, sowie der Name einer Kleinstadt in den USA. Er beschreibt einen Naturfarbton, welcher grau-gelb, grau-gelb-braun erscheint. Teilweise wird er in der deutschen Literatur auch für helle Brauntöne verwendet, wie sie von hellbraunen Hühnereiern bekannt sind.

Die Entwicklung des Begriffs

Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet “ungebleicht” oder “unbehandelt”. Damit bezieht er sich auf den Farbton unbehandelter Rohseide oder Leinenstoffe. Dieser Farbton wird erst seit den 1950iger Jahren als eigenständiger Farbton benannt. Vorher wurde er unter dem Oberbegriff “beige” geführt. Naturfarben sind Pastellfarben aus der Gruppe der Erdfarben. Zu Ihnen werden die Farbtöne Beige, Sandfarben, Isabellfarben, Ecru, Falbfarben, Chamois und Elfenbein gezählt. Zur Anwendung kommt dieser Farbton unter anderem in der Textilindustrie. Auch Fußballmannschaften haben Trikots in diesem Farbton. So sind oder waren die Auswärtstrikots der Mannschaften Barrio Sur F.C., West Ham United und Liverpool F.C. in dieser Farbe. Bekannt wurde der Farbton auch im Fernsehen. In der Episode “The Second Time Around” aus der Serie “The Secret Life of the American Teenager”  entschied sich Betty gegen ein weißes und für ein ecru Hochzeitskleid.

Ecru, eine Kleinstadt in den USA

Ecru ist zudem eine Kleinstadt in den USA. Sie liegt im Norden des Bundesstaates Mississippi im County Pontotoc. Nach Erhebungen aus dem Jahre 2010 leben dort 895 Menschen auf einer Fläche von 11 Quadratkilometern. In der Stadt steht auch eine der größten Polstermöbel-Fabriken der Welt. Sie produziert für Ashley Furniture.

Einlegeplatte

Eine Einlegeplatte ist ein Einrichtungsgegenstand, der als Ergänzung zu einem anderen Mobiliar verwendet wird. Das Material, die Größe und Farbe variiert und passt in der Regel zu den Eigenschaften des dazugehörigen Möbelstücks.

Nutzen und Gebrauch von Einlegeplatten

Einlegeplatten werden in Kombination mit verschiedensten Möbelstücken verwendet. Schränke, Kommoden oder Tische werden durch diese Platten ergänzt. Bei Tischen werden Einlegeplatten als ausziehbares und den Tisch verlängerndes Element verwendet. Da sie in der Mitte des Tisches eingelegt werden, sind Einlegeplatten in der Regel rechteckig. Um diese Platten einzulegen, ist nur ein geringer Arbeitsaufwand erforderlich. Meist zieht man die auf Schienen liegenden Tischenden auseinander, setzt das verlängernde Element ein und schiebt die Tischenden wieder zusammen. Esstische besitzen diese Platten, um die Länge des Tisches je nach Anzahl der daran sitzenden Personen zu variieren. Dies ist eine sinnvolle Vorrichtung, damit man sobald Besuch erscheint genug Platz für jeden schaffen kann. Teilweise gibt es die Möglichkeit in einen Tisch mehr als eine Platte einzulegen, was eine große Variation der Tischlänge bedeutet.

Befestigung und Reinigung einer Einlegeplatte

Einlegeplatten zu befestigen ist meist nur ein geringer Arbeitsaufwand, da die Vorrichtung, auf denen sie liegen, in einem Schrank, einer Kommode oder an einem Tisch angeschraubt oder mit Dübeln befestigt wird. Die Tatsache, dass diese Platten häufig nur auf einer Vorrichtung aufliegen, vereinfacht eine gründliche Reinigung. Sowohl Holz- als auch Glasplatten sollten mit einem feuchten Tuch regelmäßig gereinigt werden.

Eiche

Die Eiche kommt nahezu überall auf der Welt vor. In Deutschland ist sie einer der häufigsten Laubbäume und steht, nur noch übertroffen von der Buche, mit einem Anteil von zirka 9% am gesamten Waldbestand auf Platz 2. Dennoch sind reine Eichenhaine im Gegensatz zu früheren Zeiten selten geworden.

Leider wird seit dem “Jahrhundertsommer” 2003 ein Rückgang des Eichenbestandes in Deutschland beobachtet: Die aufgrund eines lang andauernden Azorenhochs über mehrere Wochen anhaltende Trockenheit und Hitze in diesem Jahr beschädigte offenbar vornehmlich Eichen. Die Verbreitung des Baumes wurde daher reduziert, manche Waldexperten gehen sogar von einer Gefährdung der Eichen aus. Charakteristisch für Eichenholz ist die hohe Dichte, die daraus resultierende Festigkeit und vor allem die außergewöhnliche Langlebigkeit.

Wissenswertes und Historisches zur Eiche

Dass der Baum ein weit überdurchschnittliches Alter erreichen kann (die älteste deutsche Eiche, die Femeiche bei Borken, ist annähernd 1.500 Jahre alt), ist gewiss einer der Gründe dafür, dass die Eiche in zahlreichen verschiedenen Kulturkreisen und Religionen als heilig verehrt wurde und wird. So war die Eiche im Alten Griechenland heilig (dort gab es, im Gegensatz zu heute, in der Antike noch zahlreiche große Eichenhaine), bei Kelten und Germanen ebenfalls. In der germanischen Religion war die Eiche der Baum des Donnergottes Donar (indogermanische Form; nordgermanische Variante = Thor). Es gab aber auch Eichenhaine, die anderen Gottheiten, zum Beispiel der Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara, geweiht waren, was auf die starke Vermehrung der Eichen zurückgeführt wird. Bischof Bonifatius(eigentlich Wynfreth), ein aus England eingewanderter Missionar, der die Germanen zum Christentum bekehren sollte, ließ im Jahr 723 eine heilige Eiche fällen. Dass er 754, über dreißig Jahre später, von den Friesen erschlagen wurde, sahen viele Germanen damals als Strafe für seinen Frevel am Donnergott. Auch in der Jüdischen Religion gilt die Eiche übrigens als heiliger Baum, mehrere entsprechende Zeugnisse dafür liefert das Alte Testament.

Nutzung von Eichenholz

Obwohl die Früchte der Eichen (= Eicheln) giftig sind, wird ein Eichelextrakt in der Homöopathie erfolgreich als Medikament gegen chronische Magen- und Darmentzündungen verwendet. Ferner spielen die Gerbstoffe der Eiche eine wichtige Rolle im Rahmen der Lederherstellung. Last but not least ist Eichenholz aufgrund seiner Eigenschaften in der Möbelproduktion sehr beliebt. Möbel aus Eiche sind wertvoll, elegant und ausgesprochen beständig.

Elektrokamin

Der Elektrokamin ist ein mit Strom betriebener Kamin, der in seiner Gestaltung einer offenen und mit Feuer betriebenen Feuerstelle oder einem Kaminofen zum Verwechseln ähnlich ist. Durch die unterschiedlichen Ausführungen, in denen elektrisch betriebene Öfen erhältlich sind, kann jeder individuelle Anspruch an Funktion und Design erfüllt werden.

Ein elektrischer Kamin bietet eine Vielzahl von Vorteilen

Der Elektrokamin ist in verschiedenen baulichen Ausführungen als Standkamin oder Wandkamin erhältlich. Auch als Raumteilerkamin, der einen Raum auf dekorative Art in zwei Wohn- und Lebensbereiche aufteilt, sind diese Kaminöfen erhältlich. Durch die natürlich wirkende Nachahmung von glühender Kohle oder behaglichem Holzfeuer bringt er eine angenehme Atmosphäre in jeden Raum. Die Vielfalt unterschiedlicher Designs, die vom traditionellen Kachelofen bis hin zum modernen Design reichen, ermöglicht die optimale Integration eines Elektrokamins in die verschiedensten Wohnstile. Auf Wunsch sind Elektrokamine mit oder ohne Heizfunktion erhältlich. Zu den weiteren Vorteilen eines elektrisch betriebenen Kaminofens zählt die fehlende Staubentwicklung, die bei Betrieb eines mit Holz oder Kohle befeuerten Kaminofens entsteht. Bei der Installation einer elektrischen Feuerstelle entfallen auch bauliche Maßnahmen wie die Errichtung eines Abzugs.

Zusatzfunktionen bei elektrisch betriebenen Kaminöfen

Die Ansprüche an die Funktionalitäten eines Elektrokamins sind sehr unterschiedlich. Aus diesem Grund bietet ein solcher Kaminofen eine große Auswahl von zusätzlichen Funktionen. Neben der Wahl zwischen einem elektrisch betriebenen Kaminofen mit oder ohne Heizfunktion besteht die Möglichkeit, die Rauchentwicklung durch Wasserdampf nachzubilden. Wahlweise kann auch die Steuerung mit Fernbedienung oder die Zuschaltung eines Flammenbildes gewählt werden.

Eichenholz

Die Eiche war – und ist – einer der häufigsten Bäume in Deutschland. Eichenwälder sind jedoch, im Gegensatz zu früheren Zeiten, seltener geworden. Trotzdem ist Eichenholz sehr teuer. Zum Vergleich: Ein Festmeter Buchenholz (ebenfalls sehr wertvoll) kostet in der Stärkeklasse 4 und der Güteklasse B 95 €, während man für einen Festmeter Eichenholz gleicher Stärke und Güte dagegen mindestens 250 € bezahlt; damit ist Eiche über 150% teurer als Buche. Das liegt daran, das Eichenholz durch seine hohe Dichte ausgesprochen massiv und daher auch dementsprechend beständig ist.

Verwendung & Vorteile von Eichenholz

Diese Tatsache, in Verbindung mit einer speziellen und aufwändigen Verarbeitung, die ebenfalls hohe Kosten verursacht, erklärt auch den relativ hohen Preis aller Produkte, die teilweise oder ganz aus Eichenholz bestehen. Das gilt selbstverständlich auch für Möbel: Je höher der Anteil an Eichenholz, desto höher der Preis, wobei man hinzufügen muss, dass ein Möbel, das zu 100% aus Eichenholz besteht (“hohen Preis”) nicht nur außergewöhnlich langlebig, sondern praktisch unzerstörbar ist – von den faszinierenden Optik ganz zu schweigen.

Eiche sägerau

Die nach dem Grobzuschnitt des Eichenrundholzes im Sägewerk hergestellten Erzeugnisse wie Kanthölzer, Bohlen und Bretter werden, ihrer rauen Oberflächenform wegen, als “sägerau” bezeichnet. Bei “Eiche sägerau” handelt es sich also um lediglich zugeschnittenes, unbearbeitetes Eichenholz. In der Möbelindustrie wird so meist ein Dekor bezeichnet, das diese raue Oberfläche optisch nachahmt.

Wissenswertes rund um Eiche sägerau

“Sägerau” ist ein allzu allgemein gehaltener Begriff für gesägtes Holz ohne weitere Nachbearbeitung wie Hobeln, Schleifen, etc., denn er unterscheidet nicht zwischen grob-, bzw. feinsägerau. Insbesondere zur Ausstattung von Land- oder Ferienhäusern werden häufig Möbel verlangt, die aus massivem Holz gefertigt sind und einen rustikalen Charme ausstrahlen. Gerade hierfür ist im Hinblick auf seine Beschaffenheit – insbesondere aufgrund der Härte, der Struktur und der Optik – das Holz der Eiche optimal geeignet.

Sägeraue Eiche aber, wie sie beim Zuschnitt des Rundholzes im Sägewerk anfällt, kommt zu dem betreffenden Zweck kaum in Betracht, denn die gesägten Flächen dieser Hölzer sind zur Fertigung von Möbeln zu rau; deshalb werden sie auf anderen Maschinen weiterbearbeitet. Auf Kreissägen kann der gewünschte Grad der Rauigkeit durch die Wahl der entsprechenden Sägeblätter leicht erzielt werden. In der Regel sind dies stählerne Scheiben, die mit geschränkten Sägezähnen aus Hartmetall bestückt sind, das heißt: Ein Sägezahn ist leicht nach rechts, der folgende leicht nach links gebogen usw. Die Schränkung der Sägezähne verhindert ein Klemmen des Sägeblattes im Holz und erleichtert den Auswurf des geschnittenen Materials. Allgemein gilt die Regel: Je größer die Anzahl der Zähne im Sägeblatt und je schärfer der Schliff ihrer Hartmetallspitzen, desto geringer wird der Grad der Rauhigkeit des gesägten Eichenholzes.

Eiche Sonoma

Eichen sind ein fester Bestandteil der historischen Kulturlandschaft von Sonoma County im nordamerikanischen Bundesstaat Kalifornien. Seit Tausenden von Jahren bereits pflegen die Ureinwohner des Landes einen Baumbestand, der den mit der Eiche Sonoma bestandenen Tälern das Flair einer Parkanlage verleiht. Das Klima dieses Landstrichs prägt die Struktur dieses Eichenholzes.

Verschiedene Farbgebungen und Oberflächen

Eiche liegt derzeit voll im Trend in Sachen Inneneinrichtung. Großzügige Flächen aus Eiche Sonoma setzen Akzente im Innenbereich. Die ruhigen, kühl wirkenden Maserungen des Holzes evozieren den Eindruck von moderner Eleganz und gediegenem Handwerk zugleich, sie strahlen Ruhe, Gediegenheit und avantgardistische Schlichtheit aus. Möbeldesign mit einer reduzierten Formensprache lässt die Schönheit der Eiche Sonoma am besten in Erscheinung treten. Die Eleganz des Holzes entfaltet auf große Flächen, etwa Wohnwänden, aber auch Esstischen, ihre volle Wirkung. Möbel aus Eiche Sonoma gibt es wahlweise in hellem oder dunklem Holz. In beiden Fällen wirken die Möbel nie aufdringlich, sondern bestechen durch ihre kühle Zurückhaltung.

Glänzende oder sägeraue Oberflächen lassen zudem die Charakteristik des Materials auf unterschiedliche Weise zur Geltung kommen. Kombinationen verschiedener Oberflächenarten oder Farbgebungen ergeben zusätzliche Möglichkeiten, Räume in einer Reduktion der Mittel spannend zu gestalten.

Sonoma: Flair von Natürlichkeit und Modernität

Wandflächen, Möbeloberflächen, aber auch Fußböden lassen sich durch die Verwendung von Eiche Sonoma, sei es massiv oder als Dekorfolie, zu raumprägenden Highlights aufwerten. Das Material Eiche, einst abgetan als Inbegriff deutscher Biederkeit, verbindet hier das Flair aufgeräumter Modernität mit der wohltuenden Wirkung natürlicher Schönheit und Eleganz.

Faltbett

Ein Faltbett ist ein Bett, das sich zusammenklappen lässt und daher äußerst platzsparend ist. Es ist als einfache Klappliege, aber auch als klappbares Sofa erhältlich. In typischen Jugendzimmern, die in der Regel aus einem Regal mit integriertem Schreibtisch bestehen, ist ein Faltbett im Schrank eingebaut und lässt sich tagsüber darin verstauen.

Das Faltbett als Besucherbett

Für den Fall eines Besuches bietet ein Faltbett die Möglichkeit, schnell ein Bett mit einer Matratze herbeizuzaubern. Es gibt Klappbetten, die sich mitsamt Matratze und Gestell zusammenklappen lassen und so im Keller, hinter einem Schrank oder in einer Zimmerecke Platz finden. Diese Klappbetten bestehen aus einer Rahmenkonstruktion, etwa aus Aluminium, aus Federleisten aus Holz oder einem Gitterrost sowie einer Matratze, die sich ebenfalls zusammenklappen lässt. Bei der Matratze handelt es sich dabei meistens um eine Federkern-Matratze oder um eine Kaltschaummatratze. Es gibt Klappbetten, die ein verstellbares Kopfteil haben, andere bieten diese Komfort nicht. In der Regel sind die Klappbetten 85 cm breit und 200 cm lang. Weitere Variationen des Faltbettes sind die Klappcouch, der Schlafsessel sowie das in einen Schrank integrierte Bett.

Faltbett aus Wellkarton

Eine besonders interessante und individuelle Variante ist das aus Wellpappe hergestellte Bett. Dieses besteht aus einem faltbaren Untergestell, einer Auflage aus Wellpappe und einer Matratze, die sich zusammenrollen oder falten lässt. Das Untergestell ist ziehharmonikaförmig und kann tagsüber einfach zusammengeschoben werden. Die Auflage lässt sich klappen. So kann man das Bett schnell verstauen und ebenso schnell wieder aufbauen.

Flor

Flor ist ein Begriff aus der Textiltechnologie und beschreibt das Oberflächenbild eines Teppichs oder eines Teppichbodens. Der Teppichflor besteht aus einer geordneten Schicht von einzelnen Fasern, die durch das Aufschneiden der mit der Trägerschicht vernähten Garnschlingen entstehen. Die Optik, die Strapazierfähigkeit und die Reinigungsmöglichkeiten eines Teppichproduktes werden durch ihn bestimmt.

Flor in unterschiedlichen Varianten

Seit Jahrhunderten haben sich weder die Herstellung noch die Funktion des Flors grundlegend verändert: Handwerkliche Knüpfungsarten, die Herstellung in Manufakturen bis zu den heutigen, modernen Methoden der Textilindustrie nutzen die vielfältigen Möglichkeiten beim Schnitt der Garnschlingen. Oberflächenstrukturen und Belastungsfähigkeit können durch raffinierte Techniken variiert werden. Veloursteppiche zeichnen sich durch eine verhältnismäßig weiche Oberflächenstruktur aus vielen Fasern aus. Diese entstehen durch das Aufschneiden aller Garnschlingen. Mehrere Faserschichten unterschiedlicher Länge tragen zur Schall- und Wärmeisolierung bei.

Der Einsatz von gezwirnten Garnarten führt zum Kräuselvelours, der wesentlich strapazierfähiger ist und keine Trittspuren hinterlässt. Grobe, robuste Oberflächen werden nach der Schlingenflortechnik erzielt: Hier wird die oberste Schicht der Schlingen nicht aufgeschnitten. Die Herstellung von Mustern bei gleichzeitiger Steuerung der Strapazierfähigkeit ermöglicht die Schnittschlingtechnik. Sie nutzt den Durchschnitt und den Erhalt der Garnschlingen. Die Oberfläche ist besonders für Allergiker bedeutsam: Kurzflorige Teppiche absorbieren den Hausstaub.

Velours, Plüsch und Samt – Flor und seine Feinheiten

Velours besticht durch seine flauschige, Wärme haltende Oberfläche, die besonders für Wohn- und Schlafzimmerteppiche geeignet ist. Kunstvoll werden diese Eigenschaften durch eine mittlere Länge von Fasern beim Aufschneiden oberer Schlingen erreicht. Der Glanz und die Strichführung des Samts sind die Folge eines dichten und kurz geschnittenen Flors. Plüsch zeichnet sich durch eine weniger voluminöse Oberfläche von auffallend langen Fasern aus.

Farbtemperatur

Als Farbtemperatur bezeichnet man das Maß, welches beschreibt, wie eine Lichtquelle wahrgenommen wird bzw. welchen Farbeindruck sie hinterlässt. Obwohl Messung und Kategorisierung nur wenig bekannt ist, findet die Maßeinheit in vielen alltäglichen und künstlerischen Anwendungsgebieten hohe Beachtung. Wichtig ist das Maß beispielsweise bei Filmdrehs, Fotografien sowie der Raumplanung und -gestaltung.

Subjektive Wahrnehmung oder messbare physikalische Größe?

Der Ausdruck “warme und kalte Farben” ist weitläufig gebräuchlich. Die Farbtemperatur hingegen wird ganz objektiv über die physikalische Oberflächeneigenschaft einer Lichtquelle bestimmt, findet aber weitreichende Anwendung bei alltäglichen Situationen. Es ist bewiesen, dass bestimmte Mischungen von Lichtquellen mit unterschiedlicher Temperaturen sogar das Wohlbefinden stören können. Die Farbtemperatur wird in “Kelvin” gemessen. Die DIN Vorschrift 5053 gibt dabei die genaue Kategorisierung vor. Es existiert eine Skala von 0 bis weit über 20.000 K (Kelvin). Ein mittleres Sonnenlicht hat eine Temperatur von ca. 5.500 K. Die Extremwerte am unteren Ende der Skala findet man beispielsweise bei Kerzenlicht (ca. 1.500 K), auch gebräuchliche Glühlampen haben eine eher geringe Helligkeit. Halogenlampen hingegen können bereits Temperaturen bis 3.200 K erreichen. Während die Morgensonne als “warm” wahrgenommenes Licht nur ca. 5.000 K misst, erreicht ein klares, blaues Tageslicht am Nordhimmel Spitzenwerte von bis zu 27.000 K.

Hilfsgeräte zur Messung

Seit den 1950er Jahren kann die Farbtemperatur mittels serienmäßiger Farbtemperaturmesser (Colorimeter) gemessen werden. Als einer der ersten Hersteller bot Gossen sein “Sixticolor” an, welches hauptsächlich von Amateurfotografen benutzt wurde. In den 1990er Jahren hielt das digitale Zeitalter auch Einzug bei den Farbtemperaturmessern: Neueste Colorimeter ermöglichen eine Digitalanzeige der Temperatur.

Freischwinger

Ein Freischwinger ist technisch gesehen ein Stuhl ohne Hinterbeine, der von einem Rahmen gestützt wird und das angenehmes Gefühl erzeugt, frei zu schwingen. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde heftig diskutiert, ob eine solche Konstruktion als Patent geschützt werden darf.

Die Stühle im Auge des Patentrechts

Das Gericht folgte dem Kläger Thonet, einem Stuhlfabrikanten, in der Argumentation, die Konstruktion an sich sei nicht schützenswert. Aufmerksame Beobachter wissen, dass es hier doch zu einer Patentvergabe für den Schwinger kam. Und zwar wurde beim Nachfolgemodell der Freischwinger-Urform von Mart Stam, durch eine spezielle Federung eine noch höhere Elastizität erzeugt. Dies erschien den Patenanwälten so individuell, dass sie das Patent genehmigten. Mies van der Rohe hatte 1926 das Patent erhalten und auch erfolgreich gegen Widersacher verteidigt. So auch gegenüber der Firma Mauser, die dieses Patent entziehen lassen wollte. Ein gewisser Mart Stam habe zuvor für seinen Arbeitgeber Lorenz diese Stühle entwickelt. Doch der Kläger Mauser unterlag der Firma Thonet, die schlussendlich im Einklang mit den Gerichten, die frühe Konstruktion des Modells als eine technische Finesse, aber nicht als Neuheit beurteilte, die Neuentwicklung aber aufgrund der speziellen Federelementen patentierte.

Freischwinger in Büro- und Privaträumen

Der “Entrechtung” des frühen Stuhlentwicklers verdanken wir eine große Zahl an Freischwingern, mit Rahmen, als Sessel ohne Rahmen, in Kunststoff, Leder, Leinen und auch in Holz. All diese Freischwinger sind elegante und bequeme Möbel, die auch in stylishe Büros Einzug hielten. Sie verleihen, ob als Esszimmerstuhl oder als Schwingstuhl in Büros oder Konferenzzimmern, den Räumen einen eleganten Look.

Federkern

Federkerne dienen zur Polsterung von Matratzen und von festen Sitzen in Polstermöbeln. Man verwendet sie aber auch als Einlage in losen Schaumstoffkissen. Als Polsterung stehen Federkerne gleichberechtigt neben anderen modernen Schaumstoffen. Ursprünglich wurden Federkerne aus Zylinderfedern von Hand gedreht. Heute stellt man sie überwiegend maschinell her.

Beliebt und komfortabel: Taschenfederkernsitze

Federkerne werden für Polstermöbel und Matratzen, aber auch für hochwertige Polstersitze, zum Beispiel in Oldtimern, benötigt. Taschenfederkerne sind für Polstermöbel ideal, denn sie ermöglichen bequemes und ergonomisch korrektes Sitzen. Kissen, Matratzen und Polster mit Taschenfederkern sind hochwertig und lange haltbar. Man unterscheidet Schlingenfederkerne und Zylinderfederkerne. Je nach Produkt werden sie immer noch in Handarbeit hergestellt. Für Spezialanfertigungen werden Matratzenfedern oder Liegeauflagen nach Sondermaßen produziert. Eine Federkernmatratze ist ein Polster, das komfortables Schlafen ermöglichen soll. Federkernmatratzen haben ein gutes Raumklima, denn sie geben die eindringende Feuchtigkeit leicht an die Außenluft ab. So bildet sich auch kein Schimmel. Moderne Federkernmatratzen sind in verschiedene Zonen unterteilt, die den unterschiedlichen Gewichten des Körpers gerecht werden. Die hochwertigsten Matratzen dieser Kategorie sind Taschenfederkernmatratzen, denn sie sind punktelastisch. Federkernmatratzen sind robust, halten viele Jahre lang und können auch auf einfachen Lattenrosten verwendet werden.

Matratzen für verschiedene Ansprüche

Häufig stehen Käufer vor der Frage: Kaltschaum- oder Federkernmatratze? Hochwertige Federkernmatratzen besitzen eine sehr gute Körperanpassung und ausgezeichnete Bezüge, die atmungsaktiv sind und beispielsweise Allergene der Hausstaubmilben neutralisieren können. Nach Testergebnissen gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Produkten, auch wenn Hersteller diese gerne herausstellen. Die Wahl der Matratze hängt eher von den eigenen Vorlieben ab.

Futon

Futon kommt aus dem Japanischen und bedeutet Decke und Schlafplatz. Sein traditioneller Aufbau ist bis heute in seinen Grundelementen erhalten geblieben und spiegelt die Intension des japanischen Anspruchs auf Harmonisierung von Körper und Geist während des Schlafes wider. International ist er inzwischen eine beliebte Alternative zum herkömmlichen Bett geworden.

Futon als gesundheitsfördernde und platzsparende japanische Schlaftradition

Von den Ursprüngen bis in die Gegenwart hat sich der Futon in Japan mit seinen Vorteilen bewährt und ist in seinem Aufbau kaum verändert worden. Grundlage bilden die Tatamimatten, bestehen aus einem gepressten Reisstrohkern und einer Binsengrasmatte aus Igusa Gras, mit denen traditionelle Räume ausgelegt sind. Darauf wird eine mit Baumwolle gefüllte Baumwoll- oder Seidenhülle gelegt, die als Unterlage dient. Die Decke gleicht der Unterlage, ist aber in ihren Ausmaßen etwas kleiner. Es gibt sie außerdem in Form eines Kimonos. Als Kopfkissen dient entweder eine mit Baumwolle gefütterte Rolle oder ein kleines Holzgestell, das mit einem dünnen Baumwollkissen versehen ist. Im Hinblick auf die Enge der heutigen japanischen Wohnverhältnisse ermöglicht der leicht verstaubare, platzsparende Futon einen zusätzlichen Gewinn an Wohnqualität.

Westliche Einflüsse auf japanische Kultur

Der Futon ist inzwischen eine beliebte Alternative zum westlichen Bett. Die Vorstellung von Gestell und Matratze aufnehmend bilden niedrige Paneele, Lattenroste oder feste Rahmen, aus Birken- oder Kiefernholz, die Basis. Die qualitativ hochwertigen Schlafunterlagen bestehen aus Naturmaterialien, teilweise auch aus ökologischem Anbau, wie Baum- und Schurwolle, Rosshaar, Kokosfasern und Naturlatex. Der Futon kann auch als Sitzgelegenheit genutzt werden.

Fibre Balls

Fibre Balls – eine Technik, die Schule machte: Was früher Daunen und Federn in Bettdecken oder Jacken waren, sind heute synthetisch hergestellte Kügelchen, die sogenannten Fibre Balls. Hier werden Synthetikfasern zu kleinen Kugeln gepresst und als Füllmaterial verwendet.

Fibre Balls: atmungsaktiv und waschbar

Früher wurden mühevoll Daunen und Federn gewonnen, um eine kuschelige Decke herzustellen. Dies ist jetzt überflüssig, da auf synthetischem Wege die Fibre Balls wesentlich schneller gewonnen werden können und nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen. Der Vorteil ist, dass sie nicht nur unbegrenzt zur Verfügung stehen, sondern auch hygienischer in der Anwendung sind. Sie sind waschbar und verlieren dabei nicht ihre Form. Zudem kann die Menge an Kügelchen individuell an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Durch die atmungsaktive Verarbeitung sind Bettdecken mit dieser Füllung vor allem im Wasserbettbereich und bei Allergikern sehr beliebt. Denn gerade bei Wasserbettbenutzern staut sich keine Hitze unter der Decke, sondern die Stauwärme kann nach oben entweichen, ohne dass dem Benutzer kalt wird. Auch die Kissenform kann so individuell angepasst werden und hygienisch gereinigt.

Fibre Balls wirken vor allem im Winter isolierend

Mittlerweile werden auch Jacken für den Wintersport aus diesem Material hergestellt aufgrund der besonders isolierenden Eigenschaft. Dabei wird zwar gegen Kälte isoliert, dennoch aber eine Überhitzung bei Sport durch die atmungsaktiven Eigenschaften vermieden. Vor allem finden sich anschließend keine Federn auf der Kleidung, welche sich durch den Stoff geschlängelt haben.

Fichte

Trotzdem die Fichte ein häufiger, weit verbreiteter Baum ist, werden zum Zweck der Verarbeitung Fichtenwälder angepflanzt, was in Anbetracht des schnellen Wachstums der Fichte auch unproblematisch ist.

Wissenswertes zu Fichtenholz

Fichtenholz lässt sich aufgrund seiner geringen Härte sowohl maschinell als auch manuell sehr leicht bearbeiten, gut lackieren und imprägnieren und ist trotz der weichen Beschaffenheit relativ stabil und überdies sehr rissfest. Die Witterungsbeständigkeit des Holzes ist allerdings, zumindest im unbehandelten Zustand, stark eingeschränkt.

In der Möbel-Produktion eignet sich die Fichte im Hinblick auf ihre ursprüngliche, natürliche Optik (so sind zum Beispiel die Astlöcher meist noch gut sichtbar) für Möbel und ein Interieur im rustikalen Stil (Beispiel: Skandinavischer Stil). Daneben wird Fichtenholz häufig zur Herstellung von Papier und Verpackungen sowie von Spanholzplatten und Sperrholzplatten verwendet und kommt außerdem zur Fertigung von Dachgestühlen, Leitern und Gerüsten zum Einsatz.

G – L

Gasdruckfeder

Gasdruckfedern (abgekürzt auch Gasfedern genannt) dienen dem Ausgleich von Druck und Gewicht und werden unter anderem für gleichmäßige Öffnungs- und Schließbewegungen eingesetzt. Sie nutzen physikalische Gesetze, um einen Dämpfungsmechanismus zu bieten.

Funktionsweise der Gasdruckfeder verständlich erklärt

Bei Gasdruckfedern handelt es sich um pneumatische Verstellelemente. Sie werden in der Regel eingesetzt, um den Druck von Gewicht auszugleichen. Sie sind mit einem komprimierten Gas gefüllt – meist wird dafür Stickstoff verwendet –  und bestehen immer aus einem Zylinder und einem Kolben, der frei beweglich ist. Die Menge des enthaltenen Gases bestimmt dabei den Innendruck. Im Kolben der Feder befindet sich eine kleine Öffnung, durch die das Gas strömen kann. Der Querschnitt der Öffnung ist dabei entscheidend für die Stärke der Dämpfung. Ein größerer Querschnitt lässt die Dämpfung entsprechend geringer ausfallen. Lastet auf der Kolbenstange kein Druck, ist sie immer ausgefahren. Damit das Gas nicht ungewollt entweichen kann und die Wirkung beinträchtigen kann, befindet sich an der Führung der Kolbenstange eine Dichtung.

Einsatz in der Praxis

Gasdruckfedern sind zum Beispiel als Haltevorrichtung von Motorhauben bekannt, jedoch werden sie auch bei der Herstellung von Möbeln genutzt, am verbreitetsten sind sie bei Bürostühlen mit Sitzhöhenverstellung. Ebenso können sie bei Schränken eingesetzt werden: Hier sorgen Gasdruckfedern dafür, dass sich Türen langsam öffnen, schließen und selbstständig geöffnet bleiben.

Gehrung

Allgemein versteht man unter Gehrung die Verbindung zweier Bretter im Winkel von 45°. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von “halben rechten Winkeln”.

Gehrung: Details und Wissenswertes

Das sogenannte “Gehrungsmaß” bezeichnet das Maß, das zum Anzeichnen der 45°-Winkel dient. Zur Gehrung verwendet man verschiedene Werkzeuge. So ist zum Beispiel die Gehrlade eine Vorrichtung, die in der Tischlerei oder in der Schreinerei in die Hobelbank eingespannt wird, damit man die “halben rechten Winkel” korrekt anschneiden kann. Gehrungsklammern und Gehrungszangen werden dazu benutzt, die Bretter in den betreffenden Winkel zusammenzuklammern. Schließlich findet die Gehrungsmaschine Anwendung, um die 45°-Winkel präzise zu bestoßen.

Gehrungen bei Steinen

In der Steinbearbeitung bedeutet die Gehrung allerdings das Beschneiden zweier Steinwerkstücke in der Weise, dass diese unter einem beliebigen Winkel zusammengefügt werden können; von bestimmten Winkelmaßen ist im Rahmen der Steinbearbeitung nicht die Rede. Verbindungen, die durch Gehrung hergestellt werden, sind in der Regel sehr fest und gewährleisten letztlich in den Endprodukten – dabei kann es sich um Möbel und verschiedene Erzeugnisse im Holzbau handeln – eine deutlich höhere Stabilität.

Gobelin

Der Begriff “Gobelin” ist geschützt, strenggenommen darf er nur auf ein Erzeugnis der Gobelin-Manufaktur in Paris angewendet werden. Dennoch ist der Ausdruck weit verbreitet und wird meist mit jeder Art von Wandteppich oder Wandbehang gleichgesetzt. Auch Bezugstoffe für Möbel werden gegebenenfalls “Gobelin” genannt.

Details zu Gobelin

Zur Herstellung eines echten Gobelins ist eine bestimmte Technik erforderlich, die sogenannte “Wirkerei” (alternativ: “Bildwirkerei”) – eine Bezeichnung, die lange Zeit für antiquiert galt, in die heutige Nomenklatur jedoch wieder integriert wurde. Die Wirkerei ist eine Sonderdisziplin der Weberei, zumal – insbesondere zur Fertigung von Gobelins – auch ein Webstuhl zum Einsatz kommt, in der Regel ein Jacquard-Webstuhl. Den Gobelin – hauptsächlich in Form eines Wandbehangs – umgibt von jeher eine eigentümliche Aura, was nicht zuletzt auf die Wahl der Motive zurückzuführen ist: Alte Gobelins schildern oftmals mythische und biblische Szenen. So stellt zum Beispiel der bekannteste – und mit 133 Metern Länge und 6 Metern Höhe zugleich größte – Gobelin der Welt, der sich im Schloss Angers in Frankreich befindet und der Öffentlichkeit zugänglich ist, auf besonders bildgewaltige Weise die gesamte Johannes-Apokalypse dar.

Der Gobelin in der Literatur

Auch in der Weltliteratur findet man häufig Beschreibungen von Gobelins. Vornehmlich auf die Autoren der Romantik sowie der älteren und neueren Phantastik scheint das Thema eine starke Faszination ausgeübt zu haben, man denke nur an die bekannte Geschichte von Sir Walter Scott “Das Zimmer mit den Wandbehängen” (orig. The tapestried chamber). Auch Edgar Allan Poe widmet sich in seinem wohl populärsten Werk “Der Untergang des Hauses Usher” (orig. The Fall of the House of Usher) ausführlich den Gobelins im düsteren Gemäuer des Protagonisten. Nicht zuletzt begegnen uns noch in den zwischen 1920 und 1937 entstandenen Geschichten von H.P. Lovecraft (sehr eindrucksvoll unter anderem in “Der Silberschlüssel”, orig. The Silver Key) immer wieder Gobelins, die entweder mystische Symbole oder monströse Wesen zeigen.

Das Goldene M

Der Begriff Goldenes M bezeichnet ein Gütesiegel, das von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. verliehen wird. Es soll der Erhöhung der Sicherheit für die Verbraucher dienen und bezieht sich vor allem auf Qualität und Gesundheitsverträglichkeit.

Goldenes M: An wen wird es verliehen?

Aufgrund der grundsätzlichen Entwicklungen im Bereich des Verbraucherschutzes und dem zunehmenden Wunsch der Verbraucher nach gesicherten Qualitätsmerkmalen und unabhängigen Prüfsystemen wurde das Goldene M ins Leben gerufen. Ziel war es, dass die Sicherheitsanforderungen ganz praktische Bezüge zum Verwendungsalltag besitzen und damit den Bedürfnissen der Verbraucher entsprechen. Daher ist das Gütesiegel Goldenes M effektiv gesichert: Die Zertifizierung von Möbelstücken wird nur von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel verliehen und die Qualitätskriterien werden dementsprechend auch von dieser Stelle überwacht. Die Dokumentation erfolgt über den sogenannten Genehmigungsausweis. Vorteil für den Händler: Er darf das Gütezeichen in Verbindung mit dem Verkauf zertifizierter Möbelstücke verwenden und das Gütezeichen auch in seinen Verkaufsräumen präsentieren. Das Goldene M wird dadurch auch zu einer Art Leitsystem für Menschen, die beim Einkauf viel Wert auf hohe Produktqualität legen.

Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V.

Im Fokus der Gütegemeinschaft Möbel e.V. steht generell das Thema Qualität bei Möbeln. Dabei geht es unter anderem um die Langlebigkeit der Möbelstücke, aber auch um die Verträglichkeit für die Umwelt und für die Gesundheit der Benutzer. Daher gibt die Gütegemeinschaft Möbelherstellern die Chance, ihre Produkte prüfen und beurteilen zu lassen.

Greige

Greige – die „stilvolle Ausgeglichenheit mit Ruhe und Eleganz“. Es bezeichnet einen Farbton aus einer Mischung von Grau und Beige, wobei der Hauptbestandteil Beige ist. Als Erfinder dieser Trendfarbe gilt der Designer Giorgio Armani, welcher diese Farbe als den „einzig wahren Nichtfarbton zwischen Grau und Beige“ bezeichnete. Diese Farbe als Stilelement, eignet sich zum Beispiel großflächig als Wand- oder Deckenfarbe, aber auch als Akzent kommt sie gut im Wohnzimmer oder Schlafzimmer gut zur Geltung und wird ein Blickfang für Gäste.

Greige gilt mit seinem individuellen Charakter auch als perfekte Farbvariation, um Polstermöbel oder auch das Bett auszustatten. So lässt sich die dieser gedeckte Ton harmonisch als Möbel platzieren und eignet sich perfekt, um Räume mit kontrastreichen Wänden aufzulockern.

Greige – mehr als nur Trendfarbe

Nicht nur als Farbe ist Greige bekannt, ebenso umfasst der Begriff auch eine Stoff-Art. Greige ist ein unfertiges Gewebe oder Gewirke, welches nicht gebleicht oder gefärbt wurde. Unter anderem findet man diesen Stoff als Bezug auf Sofas und Sesseln wieder.

Halogen

Im Prinzip ist die Halogenleuchte eine Glühbirne. Nur eben eine Glühbirne mit ganz speziellen Eigenschaften. Wurde sie im ersten Entwicklungsschritt dafür produziert, große Lichtmengen abzugeben und auch unter extrem erhöhten Betriebstemperaturen eine lange Lebensdauer aufzuweisen, wurde dieses Lämpchen früh von Designern entdeckt.

Verändertes Leuchtendesign durch Halogen Leuchtmittel

Man nehme einen kompakten Quarzglaskolben und das Halogen Iod. Selbstverständlich fehlt auch bei einer Halogen Lampe der Wolframfaden nicht. Und schon erhält man eine Glühlampe, die große Lichtmengen produziert und gleichzeitig so klein ist, dass sie sich perfekt in die unterschiedlichsten Designs verpacken lässt. Durch die kleinen Lämpchen bekamen die Designer eine nicht zu unterschätzende Bewegungsfreiheit im Design. Zierliche Lampenschirme, die in größerer Anzahl aneinandergereiht wurden, kamen immer mehr in Mode. Nun dominierte nicht mehr der eigentliche Lampenschirm, sondern die gesamte Formgebung der Lampe, in die sich die Lampenschirme integrierten. Eine neue Zeitrechnung im Lampendesign hatte begonnen.

Lampen mit Halogen sparen auch Energie

Die Entwicklung der Halogenlampen wurde kontinuierlich auch in Bezug auf Sicherheit und noch bessere Lichtausbeute weitergeführt. Spezielles Glas sorgt für die Sicherheit, um ein Platzen des Leuchtmittels zu verhindern. Spezielle Beschichtungen im Inneren des Leuchtmittels lassen das Licht passieren, reflektieren jedoch die Wärme zurück und sorgen dafür, dass für die Produktion von Licht weniger Energie benötigt wird. Moderne Halogenlampen sind auch in Form herkömmlicher Glühbirnen erhältlich und helfen dabei, zwischen 20 und 40 Prozent Energie zu sparen.

Holznachbildung

Im heutigen 21. Jahrhundert wird dem Menschen immer häufiger bewusst, dass ein Großteil der Ressourcen auf unserem Planeten endlich ist. Auch das Material Holz ist davon betroffen und so ist es nicht verwunderlich, dass man immer häufiger auf Holznachbildungen zurückgreift, um den Anschein eben dieses Materials zu erwecken.

Holznachbildungen als authentische Alternative

Das Interesse an Holz und dessen Nachbildungen existiert schon seit langer Zeit, aber vor allem in unserer schnelllebigen Welt und aufgrund der Tendenz zum Sparen versucht man mit kleinem Geld an den Erfolg von echter Holzverarbeitung anzuschließen. Bereits zum Anfang der 1930er Jahre wurde das Material Spanplatte entwickelt, um die Verwertung der beim Zersägen entstandenen Abfälle zu erhöhen. Aufgrund seiner günstige Produktionskosten konnte sich das Material im Möbelbau etablieren. Allerdings fehlte es noch an der schönen Holzoberfläche. Weitere Entwicklungen sorgten dafür, dass man bereits Jahrzehnte später auf Dekor als Holznachbildung zurückgreifen konnte. Die Kombination aus Pressspan, wie Spanplatte auch bezeichnet wird, und Dekor ermöglicht dem Käufer einen Raum nach seinen eigenen Wünschen zu gestalten und mit einem Wechselspiel aus Holzimitationen ein hochwertiges Raumgefühl zu schaffen.

Moderne Verwendung von Holzimitationen

Möbel kann man mittlerweile in verschiedensten Farben und Formen kaufen, aber häufig sind diese nicht aus dem Material, aus welchem sie zu sein scheinen. Dekore sind eine ansprechende Variante, die zugleich die Umwelt und den Geldbeutel schonen.

Herrendiener

Der Herrendiener wird auch als stiller Diener oder stummer Diener bezeichnet. Er ist ein Möbel, auf dem speziell Männerbekleidung aufgehängt oder abgelegt werden kann. Am häufigsten wird der Herrendiener benutzt, um Kleidung, die man am nächsten Tag noch einmal anziehen möchte, über Nacht aufzubewahren und Faltenbildung vorzubeugen.

Herrendiener: ein praktisches Möbelstück – auch für junge Männer

Einen Herrendiener kann man als Kleiderständer für Anzug und Jackett benutzen. Im unteren Teil wird die Anzughose so eingeklemmt, dass sie platt gedrückt und damit “gebügelt” wird. Möbelstücke dieser Art, die sich in einem höheren preislichen Segment befinden, haben eine Art Heizung für die Bügel-Presse. Damit spart man sich viel Zeit und Geduld für das Bügeln. Die Stillen Diener sind besonders praktisch für Herren, die öfters aus geschäftlichen oder privaten Gründen Anzüge tragen. Oft muss es schnell gehen, wobei keine Zeit mehr für aufwendige Bügelarbeiten bleibt. Oder aber auf Geschäftsreisen lässt sich kein Bügeleisen finden. Praktisch ist es dann, wenn das Hotel einen Herrendiener im Hotelzimmer zur Verfügung stellt. Dieses Möbelstück ist dabei alles andere als bieder und sorgt für ein schönes Ambiente im Schlafzimmer.

Der stille Diener schafft Ordnung

Seinen Namen hat das Möbelstück von einem Hausangestellten, der bis ins 19. Jahrhundert dem Hausherren vor dem Schlafen Gehen die Kleidungsstücke abgenommen hat. Der menschliche Diener half dem Herren beim Ausziehen und sorgte dafür, dass die Kleidungsstücke ordentlich und sauber über Nacht verwahrt wurden. Später übernahm das Möbelstück diese Aufgabe.

Highboard

Was ist ein Highboard?

Unter einem Highboard versteht man ein zwischen 90 und 110 cm hohes Sideboard. Äußerlich unterscheiden sich die beiden Möbel hauptsächlich in der Höhe der Ausführung: Während das kompakte Sideboard an eine Truhe erinnert, gleicht das höhere und schlankere Highboard eher einem kleinen Schrank. Highboards zählen zur Kategorie der Kommoden.

Varianten und Verwendung von Highboards

Es gibt zahlreiche Varianten von Highboards. Einige Ausführungen sind im Grunde genommen nur höhere Sideboards und dienen dementsprechend vorwiegend zur Aufbewahrung von Utensilien, die im Esszimmer benötigt werden (wie zum Beispiel Geschirr, Besteck, Gläser, Tischdecken und Servietten). Andere Highboards, die über eine Ausziehplatte verfügen, kann man darüber hinaus zum Anrichten von Speisen verwenden – ursprünglich der Zweck des Sideboards, das früher deshalb auch “Anrichte” genannt wurde. Daneben findet man eine Vielzahl von Versionen, bei welchen die Stauraum-Funktion im Vordergrund steht. Diese Highboards sind für jedes Zimmer der Wohnung geeignet, man kann sie sogar im Bad oder im Flur aufstellen. Schließlich bietet der Markt Modelle, die tendenziell so stark der Vitrine ähneln, dass eine eindeutige Abgrenzung kaum oder überhaupt nicht möglich ist.

Mitunter können Highboards sehr passend mit Sideboards kombiniert werden und bieten sich gegebenenfalls, abhängig von Ausführung und Design, als Ergänzung zu einem Polstermöbel an, zum Beispiel zu einer großen Wohnlandschaft. Vornehmlich moderne Varianten mit Vitrinen-Charakter erzielen in diesem Zusammenhang oft spannende Effekte.

Hochbett

Von einem Hochbett spricht man immer dann, wenn ein Bett so gebaut ist, dass die Liegefläche deutlich über dem Fußboden liegt. In früheren Zeiten diente diese Erhöhung auch dazu, sich vor der Kälte von Steinböden zu schützen – heute schätzt man den so gewonnenen Stauraum.

Hochbett: Multitalent mit dem gewissen Etwas  

Um ein Bett als Hochbett bezeichnen zu können, müssen gewisse Normen eingehalten werden. So gilt ein Bett nur dann als Solches, wenn der Schlafplatz nicht nur deutlich, sondern sogar mindestens einen Meter über dem Fußboden liegt. Dahinter steht die Überlegung, dass ein solches Bett grundsätzlich die Aufgabe trägt, Wohn- oder Stauraum zu schaffen: Wäre es also niedriger als ein Meter, würde sich solche Nutzung allmählich als zu schwierig gestalten. Insofern darf man das Hochbett nicht mit einem Stock- oder Etagenbett verwechseln, bei dem zwei Betten übereinander befestigt sind, denn dabei wird ja kein nennenswerter Raum unter dem Bett frei. Ein Hochbett muss übrigens nicht zwingend Beine haben: Es kann auch an den Wänden befestigt werden, je nach Art der Verankerung bräuchte man dafür aber eine Genehmigung durch das Bauamt.

Schlaflösung für kleine Wohnungen und Individualisten

Hochbetten haben das Image von Kinderbetten längst abgeschüttelt, und werden vor allem in kleinen Wohnungen gerne genutzt, um mehr Wohnplatz zu schaffen. Aber auch kreative Köpfe mit einem Faible für ungewöhnliche Wohnraumgestaltung greifen gerne auf die Möglichkeit eines Schlafplatzes in luftiger Höhe zurück. Entsprechend bieten Möbelhersteller mittlerweile verschiedenste Modelle für alle Ansprüche und Designwünsche an.

Holzfurnier

Holzfurniere sind dünne, 0,5 bis 8 mm starke Platten aus meist edlen und deshalb teuren Hölzern. Vor nicht allzu langer Zeit wurden für Holzfurniere auch Tropenhölzer verwendet. Inzwischen werden jedoch von der Möbelindustrie einheimische Holzarten, wie etwa EicheBucheAhorn, Kastanie usw. bevorzugt.

Auf diese Weise soll der ausufernde Holzeinschlag, der in vielen Entwicklungsländern die vorhandenen Ressourcen schwer geschädigt und teilweise sogar erschöpft hat, konsequent eingedämmt werden.

Herstellung von Holzfurnier

Hergestellt werden die Furniere durch verschiedene mechanische Verfahren wie Sägen, Schneiden oder Schälen des zuvor “gedämpften” Holzes auf geeigneten Maschinen. Furniere werden dafür benutzt, um das sogenannte Blindholz, meist Kiefernmittelholz, Sperrholz- oder Pressspanplatten abzudecken, um so den daraus gefertigten Möbeln ein Aussehen zu verleihen, als bestünden sie aus dem gleichen Holz wie die Furniere. Da solche Möbel aber heutzutage nahezu unbezahlbar wären, wird das Verfahren des Furnierens angewendet. Um das Furnier mit dem Blindholz zu verbinden, wird dasselbe mit Kaltleim bestrichen, anschließend das Furnier aufgelegt und in einer elektrisch beheizten hydraulischen Presse unter hohem Druck unlösbar verbunden.

Intarsie

Unter einer Intarsie (Synonym: Intarsiatur) versteht man eine eingelegte Arbeit aus verschiedenfarbigem Holz in Holz.

Herstellung von Intarsien

Es gibt grundsätzlich zwei Varianten der Herstellung. Entweder wird unmittelbar aus dem Grundholz ein Muster ausgehoben und anschließend mit andersfarbigem Holz gefüllt oder man überzieht das Kernholz mit einem aus dünnem Furnierplättchen zusammengefügten Holzmosaik. Meist werden die Hölzer künstlich gefärbt und gebeizt, in der Regel kommen auch die Techniken des Einbrennens und Eingravierens zum Einsatz. Geeignete Hölzer für Intarsien sind besonders Ahorn und Nussbaum.

Intarsien findet man bereits im Altertum, ihre eigentliche Meisterschaft entwickelte die Technik jedoch erst im Mittelalter im Rahmen der sakralen Kunst: Vornehmlich in den Chorgestühlen, aber auch in anderen Schnitzwerken zahlreicher bekannter Dome und Münster begegnen uns Intarsien von höchster Brillanz. Eine der berühmtesten Intarsien befindet sich in der Kapelle des Palazzo Pubblica in Siena (Italien), das lange als das europäische Zentrum der Intarsienkunst galt. Eine Rennaissance erlebte die betreffende Kunstform durch den Jugendstil. Häufig verziert man auch Kommoden wie Sideboards und Highboards.

Interieur

Wortherkunft

Das Wort Interieur wurde nahezu unverändert aus der französischen Sprache übernommen (frz. Schreibweise: intérieur) und bedeutet das “Innere”, bzw. im übertragenen Sinne “Innenausstattung” (original frz. intérieur aménagement).

Verwendung / Details

Am häufigsten wird der Begriff für die Innenausstattung von Fahrzeugen verwendet. Man spricht, gerade bei Modellen der Oberklasse, oftmals von dem “hochwertigen Interieur” oder dem “edlen Interieur”, wobei meist auf Details aufmerksam gemacht wird, wie zum Beispiel “hochwertiges Interieur mit Edelholzleisten aus Vogelaugenahorn” (siehe Ahorn). Aber auch im Zusammenhang mit der Ausstattung bzw. der Einrichtung von Räumen (Wohnungen, Häusern) begegnet uns der Ausdruck, wobei er dann gewissermaßen als Synonym für Möbel benutzt wird. Im weiteren Sinne werden auch die inneren Komponenten von Möbeln (Beispiel: Wohnwände, Sideboards, Highboards) als Interieur bezeichnet. Bisweilen trifft man den Begriff auch in Bezug auf die Gesamtkonzeption von Innenräumen, entweder im Rahmen der Innenarchitektur oder des Designs, in diesem Fall vorwiegend im Hinblick auf besondere bauliche Merkmale im Inneren eines Raumes oder eines Gebäudes. Wenig gebräuchlich ist das Wort hingegen für das Innenleben bestimmter Produkte, gegebenenfalls stößt man aber in der Werbung für Koffer oder Taschen auf eine Beschreibung des Interieurs.

IP44

IP ist eine Schutzart, die angibt, inwiefern die eingesetzten elektrischen Betriebsmittel für verschiedene Umgebungen geeignet sind. Das heißt beispielsweise, ob ein elektronisches Bauteil spritzwassergeschützt ist. Weiterhin wird damit angegeben, wie sich der Mensch bei der Benutzung des Betriebsmittels verhalten soll, um sich nicht zu gefährden.

Schutz über viele Jahre

Mit dem IP Standard, erhält man die Garantie, dass die eingesetzten elektrischen Betriebsmittel über Jahre hinweg einwandfrei funktionieren und vor äußeren Umwelteinflüssen geschützt sind. So ist es absolut notwendig, dass Elektrogeräte und elektrische Installationen wie Lampen der korrosiven Umwelt standhalten, das Eindringen von Fremdkörpern und Staub verhindert wird und das die Kontamination von Bakterien und Viren verhindert wird. Die verschiedenen IP Codes geben an, gegen welche äußeren Einflüsse das Betriebsmittel geschützt wird. IP ist die Abkürzung für International Protection und ist eine global anerkannte Norm. Für den International Protection Code 44 (IP44) bedeutet das, dass der Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern mit einem Durchmesser größer als 1 mm, sowie Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen gewährleistet wird. Der Mensch muss also jeden äußeren Umweltaspekt beachten, wenn er mit elektronischen Geräten hantiert.

Bedenkenloser Einsatz elektronischer Geräte mit IP44

Elektronische Geräte, die mit dem International Protection Code 44, IP44 ausgestattet sind, können also bedenkenlos eingesetzt werden, sofern sie in ihrer Umgebung lediglich durch Spritzwasser und durch feste Fremdkörper mit einem Durchmesser größer als 1 mm, gefährdet werden können. Für alle anderen Umwelteinflüsse gilt dieser Standard nicht.

Jacquard

Der Begriff “Jacquard” begegnet uns einerseits in Verbindung mit Textilmustern, andererseits mit den zusammengesetzten Wendungen “Jacquard-Maschine” und “Jacquard-Webstuhl” auf. In beiden Fällen bezieht er sich auf Joseph-Marie Jacquard (1752 – 1834), dem wir die Erfindung des ersten automatisierten Webstuhls verdanken.

Jacquard-Muster

Unter “Jacquard” versteht man im Textil-Kontext heute die unterschiedlichsten Produkte. Eine einheitliche Verwendung des Ausdrucks – geschweige denn eine klar umrissene Definition – gibt es nicht. Im Grunde genommen kann man alle mehrfarbigen und/oder diffizil strukturierten Textilien als “Jacquard” bezeichnen, vorausgesetzt, dass die Musterung durch das Weben des Garns entsteht und nicht nur aufgedruckt wird. Das gilt für Kleidung ebenso wie für Möbel-Bezugsstoffe und andere Anwendungsgebiete.

Jacquard-Maschine

“Jacquard-Maschine” ist noch heute die übliche Bezeichnung für einen automatisierten Webstuhl, das heißt für eine Maschine, die nach vorhergehender Programmierung in der Lage ist, auch hoch komplizierte Muster zu verarbeiten, wobei der Wahl des Musters nahezu keine Grenzen gesetzt sind. Mit anderen Worten: Jedes Konzept lässt sich in der Realität umsetzen, ein Norweger-Pullover ebenso wie ein Gobelin. Ursprünglich bildete das “Lochkarten-Prinzip” die Basis für die Erfindung. Joseph-Marie Jacquard gilt darum auch, zusammen mit Herman Hollerith, als einer der Pioniere der Computertechnik

Jogltisch

Ein Jogltisch wird auch als Jokeltisch bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein provinziales Möbelstück, welches überwiegend aus Holz gefertigt wird. Die Tischplatte ist meist ebenso verschiebbar wie die Brotlade. Diese Möbelstücke verfügen des Weiteren über einen zusätzlichen Besteckladen.

Rustikale Optik für mehr Gemütlichkeit

Besonders auf Bauernhöfen wurden diese Tische häufig verwendet. Sie sollten durch die rustikale Optik für Gemütlichkeit sorgen und wurden oftmals mit einer Sitzbank kombiniert. Ursprünglich nutzte man die Tische vor allem im Joglland. Daher bekamen die Jogltische auch ihren Namen. Die Brotladen und Fächerrahmen dienten in der damaligen Zeit als eine Art Geheimfach. In diesem wurde auch das Besteck untergebracht. Früher besaßen die wenigsten Menschen Schränke, weshalb häufig die Geheimfächer von Tischen als Lagerungsplatz für wichtige Dokumente verwendet wurden. Zwar gab es damals durchaus Truhen; in ihnen zerknitterten die Dokumente jedoch häufig. An den Jogltischen wurden soziale Kontakte gepflegt und Mahlzeiten eingenommen. Der Tisch galt daher auch als Zentrum des Hauses. Heutzutage zählen derartige Möbel zu den absoluten Antiquitäten und sind nur schwer zu bekommen.

Der Jogltisch heute

Wer heute einen Jogltisch erwerben möchte, der hat es nicht leicht. Die meisten Tische sind nur bei Antiquitätenhändlern erhältlich und nicht gerade günstig. Einige Tischler bieten jedoch eine Spezialanfertigung solcher Tische an. Die Patina der damaligen Zeit und der ganz besondere Charme fehlt diesen Tischen allerdings.

Kaltschaum

Kaltschaum in der Möbelproduktion

Nachdem Polyurethanschaum – so die korrekte chemische Bezeichnung – anfangs fast ausschließlich im Zusammenhang mit der Herstellung von Matratzen anzutreffen war, kommt die Substanz mittlerweile immer häufiger auch in der Fertigung von Polstermöbeln zum Einsatz. So bestehen zum Beispiel die Sitzpolster hochwertiger Polstermöbel mittlerweile sogar überwiegend aus Kaltschaum.

Kaltschaummatratzen

Kaltschaum verfügt über die Eigenschaft, an Stellen, die besonders belastet werden, allmählich weicher zu werden – ein Effekt, der bei Matratzen im Hinblick auf eine optimale Ergonomie besonders erwünscht ist. An jenen Stellen der Kaltschaum-Matratze, an welchen ein höherer Druck ausgeübt wird (vorwiegend Schulter- und Gesäßbereich) sinkt der Körper des Schlafenden leicht ein. Resultat: Die Haltung verbessert sich, die Wirbelsäule wird entlastet. Mulden bilden sich deshalb übrigens nicht. Tipp: Kaltschaum-Matratzen sollten in einem Rhythmus von zirka 1 – 2 Monaten gedreht werden.

Kaltschaum und Polstermöbel

Polyurethanschaum passt sich dem menschlichen Körper exakt an und reagiert außerdem auf den Grad der Belastung. Man spricht von “Punktelastizität”. Das heißt konkret: Die Polsterung wird in Bereichen, die stärker belastet werden, elastischer, in Bereichen, in welchen ein geringerer Druck ausgeübt wird, fester. Man sitzt und liegt deutlich bequemer und vor allem: absolut ergonomisch. Außerdem ist die Substanz hypoallergen, da sie weit weniger Staub einlagert als andere Schaumstoffe. Allergiker – insbesondere Menschen, die an einer Hausstaub- bzw. Staubmilbenallergie leiden – sollten unbedingt darauf achten, dass die Polster ihrer Möbel aus Kaltschaum bestehen.

Ketteln

Mit dem Begriff Ketteln bezeichnet man die maschenartige Verbindung von zwei Kanten an Strick- oder Maschenwaren. Der Begriff kommt aus der Stoff verarbeitenden Industrie. Mit dem Kettenstich in der Stickerei hat Ketteln jedoch nichts gemeinsam. Die Methode dient dazu, eine elastische Naht zu erzeugen, die nicht aufträgt.

Teppich- oder Strickstoffkanten professionell versäumen

Mit Ketteln bezeichnet man auch das Versäumen von Stoffrändern, wobei die Stiche senkrecht zur Stoffkante verlaufen. Die Kettelmethode wird bei Hemdkragen, Strümpfen im Bereich der Spitze, bei Teppichen, Bodenlegern an und anderen Produkten mit Maschenwarenkanten verwendet. Zum Versäubern von Kanten an Strick-und Maschenwaren gibt es verschiedene Möglichkeiten, die besondere Kunstfertigkeit oder technisches Know-how verlangen. Das Garn, das dazu verwendet wird, ist unter dem Begriff Kettelgarn geläufig. Mit transportablen Kettelmaschinen können Bodenbeläge auch vor Ort gekettelt werden. Einen Teppich zu Ketteln ist ein immer seltener werdendes Handwerk, für dessen fachgerechte Ausführung man auch ästhetisches Empfinden braucht. Nicht nur Großfirmen und Hotels nehmen den Service von Kettelbetrieben in Anspruch, auch anspruchsvolle Privatkunden lassen sich ihre Wohnräume individuell gestalten. Genauso benötigen Fußbodenleger, Architekten, Messebauer und Raumausstatter die Dienstleistung eines Kettelbetriebes.

Ketteln zum Verschönern von Fußbodenbelägen

Die Teppichkettelei ist auf die Verarbeitung von Teppichen und Fußbodenbelägen spezialisiert. Sie produziert zum Beispiel auch Stufenmatten in Halbmondform, wie man sie von Treppenstufen kennt. Hierzu werden die Ränder am Teppichboden mit hochwertigen Spezialmaschinen mit entsprechend stabilen Garnen umsäumt. Dabei umfasst man jede Kante mit einem farblich zum Teppich passenden Textil-Unterlaufband, das die Kante schützt und deren Ausfransen verhindert.

Kunstleder

Kunstleder ist ein Verbund aus Kunstfasern oder Naturfasern, der in den meisten Fällen mit einer weichen Kunststoffbeschichtung versehen ist. Je nach Anwendungsfall sind diese Beschichtungen geschäumt oder kompakt ausgeführt. Die Oberfläche ist oft wie eine Lederstruktur genarbt.

Eine kostengünstige Alternative zu echtem Leder

Leder ist teuer und durch Beschädigung bei der Gewinnung oder durch Narben und unregelmäßige Außenkonturen ist der Verschnitt oft hoch. So versuchte man, eine Oberfläche zu schaffen, die wie Leder aussieht. Die Oberfläche von Kunstleder ist optisch kaum von echtem Leder zu unterscheiden. Auch die Einsatzgebiete sind fast gleich: Kunstleder kann als Bezugsstoff für Sitz- und Polstermöbel ebenso wie für Betten genutzt werden. Allerdings kommt das künstliche Leder von der Wasserdampfdurchlässigkeit oder von der Atmungsaktivität nicht annähernd an die Eigenschaften echten Leders heran. Daneben gibt es auch Anwendungsgebiete, bei denen künstliches Leder besser geeignet ist, als das Original. Denn Sonne und Wasser setzen den Sitzen von Jetskis oder Motorradsitzbänken mit Kunstleder weniger zu. Im medizinischen Bereich werden viele Möbel, wie z. B. Zahnarztstühle oder Behandlungsliegen aus Kunstleder gefertigt. Das häufige Desinfizieren würde echtes Leder zu sehr schädigen.

Wie erkennt man den Unterschied?

Einen Unterschied zu finden, ist nicht einfach. In der Regel sollte das künstliche Leder eine textile Rückseite haben, die mit Kunststoff beschichtet wurde. Leder ist in der Oberfläche unregelmäßiger, auch bei großer Hitze brennt es nicht, es glimmt nur. Die künstliche Variante schmilzt bei hohen Temperaturen. Um sich sicher zu sein, muss man sich auf die Kennzeichnung des Kunstleders verlassen.

Kautsch

Sprache ist lebendig und so haben sich Fremdwörter wie Couch und Sofa in unseren Wortschatz eingeschlichen, ohne dass wir eine griffige Umschreibung für sie in der Hinterhand behielten. Deshalb kam bereits in den 1940er Jahren ein Rechtschreibreformer auf die Idee, die Couch einzudeutschen. Aus der Sprechweise leitete er die Schreibweise Kautsch ab. Vorbild dafür waren Wörter wie Büro, Kiosk oder Fenster. Einige Jahre lang hielt der Duden an dieser Alternative fest. Sie hat sich aber nicht durchgesetzt. Kein Wunder, würden sich daraus weitere seltsame Wortschöpfungen wie Kautschtisch, Schlafkautsch oder Kautschkartoffel ergeben.

Der Begriff Kautsch in unserem Alltag

Wenn wir heute dem Begriff begegnen, dann meist in der absichtlichen Abwandlung von Couch. Zum Beispiel bei “Kudernatschs Kautsch”, einer Bühnenshow des Journalisten und Wortakrobaten André Kudernatsch. Ein weiteres Beispiel ist die Modellreihe “Kautsch” des Polstermöbelherstellers Bretz. Und schließlich gibt es auch einige Familien in Deutschland, die den Namen Kautsch tragen. Übrigens: Mit dem Rohstoff Kautschuk hat die Kautsch allenfalls ihre Elastizität gemein. Eine Wortverwandschaft besteht nicht. Kautschuk leitet sich aus einem indianischen Wort für den Milchsaft des Tropenbaumes Hevea brasiliensis ab.

Was macht eine moderne Kautsch aus?

Um eine sinnvolle Umschreibung für Kautsch zu finden, müsste man weiter ausholen und die Couch als Sitzmöbel mit bequemer Polsterung und Platz für mehrere Personen definieren. Die Betonung liegt auf Polsterung, denn bei Couchmöbeln sind in der Regel nicht nur die Sitzflächen, sondern auch Rücken- und Armlehnenbereiche mit weichen, dämpfenden Materialien ausgestattet – etwa Vliese oder Schaumstoffe. Eine moderne Kautsch bietet darüber hinaus Funktionen wie Sitztiefenverstellung, Armlehnenverstellung, Rückenverstellung, optionale Kopfteile und natürlich die klassische Bettfunktion.

Kiefer

Kiefer ist eine der Holzarten, welche in den europäischen Wäldern am häufigsten vorkommt. Das Holz hat eine ausgeprägte natürliche Maserung und es ist von der Farbgebung zunächst hell. Wenn Kiefer unbehandelt bleibt, dunkelt sie nach und weist dann eine rötlich-braune Färbung auf. Zu den Qualitätsmerkmalen gehören Unregelmäßigkeiten, Astlöcher und Jahresringe.

Kiefer als nachwachsender Rohstoff mit vielen Vorteilen

Das Holz wird meistens zur Herstellung von Schränken, Kommoden, Tischen oder Stühlen verwendet. Die Vorteile dieser Möbelstücke überzeugen, denn das Holz ist preiswert, es hat ein geringes Gewicht und lässt sich sehr gut bearbeiten. Da es sich um ein heimisches Gehölz handelt, sind die Transportwege kurz und es kann rasch der Weiterverarbeitung zugeführt werden. Die charakteristische Optik dieser Holzart lässt Wohnideen im Landhausstil wahr werden und verleiht dem Raum eine besondere Behaglichkeit. Dabei sind massive Möbel aus Kiefer sehr lange haltbar, unkompliziert in der Pflege und verbessern das Raumklima nachhaltig. Wenn die Raumluft zu trocken ist, geben sie zuvor gespeicherte Feuchtigkeit wieder an die Umgebung ab. Besonders Allergiker und Menschen mit chronischen Erkrankungen bevorzugen diese Holzsorte, da das unbehandelte Holz keine Giftstoffe an die Umgebung abgibt.

Eine Holzart für moderne Wohnkonzepte

Die Möbel sind entweder naturbelassen, lackiert oder gewachst und lassen sich hervorragend mit individuellen Wohnkonzepten kombinieren. Auch eine nachträgliche Bearbeitung, um die Optik oder die Farbgebung zu verändern, ist immer machbar. Die Pflege von Kiefernmöbeln ist denkbar einfach, denn auf aufwendige Polituren kann verzichtet werden und kleine Schrammen und Kratzer lassen sich problemlos abschmirgeln.

Kelvin

Das Kelvin (Kürzel: K) wird als Einheit für die Angabe der Farbtemperatur benutzt. Die Farbtemperatur gibt an, welchen Farbeindruck das menschliche Auge von einer Lichtquelle hat. Das Kelvin spielt darüber hinaus im Zusammenhang mit der Lichtfarbe eine wichtige Rolle.

Die Lichtfarbe bestimmt den Sinneseindruck

Die elektromagnetischen Strahlen, die eine Lichtquelle von sich gibt, bestimmen die Farbwahrnehmung des Menschen. Diese Strahlung ist von Wellenlängen gekennzeichnet, die in Nanometern angegeben werden. Nanometerwerte von etwa 380 bis 360 empfindet das menschliche Auge als Violett. Dann folgen mit steigendem Nanometerwert Blau, Grün, Gelb, Orange und bei etwa 700 Nanometern schließlich Rot. Je heller ein Licht ist, desto weißer erscheint es uns. Dieser Wert wird in Kelvin angegeben. Kerzenlicht erzeugt einen niedrigen Wert von etwa 2.000 Kelvin, den Menschen in Bezug auf die Optik als “warm” empfinden. Eine Lampe mit Leuchtstoffröhre liegt mit einem Wert von 4.000 K im sogenannten “kaltweißen” Bereich. Diese Werte spielen demnach eine wichtige Rolle auf dem Gebiet der Fotografie, um beispielsweise die richtige Atmosphäre für ein Bild zu erzeugen.

Manipulation der Temperatur der Farbe mit Kameras

Um einer Fotografie einen bestimmten optischen Charakter zu geben, werden spezielle Filter bzw. Objektive eingesetzt. Diese verleihen der Aufnahme den gewünschten Farbeffekt, wenn etwa Bilder von Einrichtungsbeispielen aufgenommen werden. Um beispielsweise ein mittleres Sonnenlicht zu erzeugen, sind Filter mit Werten von circa 5.000 Kelvin nötig.

Klemmkissen

Vorbei ist die Zeit der verrutschenden Stuhl- oder Bankkissen, das Herunterfallen von Kissen und verschmutzen von Bezug oder Stoff. Ist ein Klemmkissen erst einmal an den Platz gebracht, bleibt es auch dort.

Klemmkissen: Eingeklemmt und sicher befestigt

Ein Klemmkissen wird auf einer Bank festgeklemmt, um nicht zu verrutschen. Es liegt also nicht lose auf, sondern wird mit zwei dafür vorgesehenen Falzen an der Bank befestigt. Ein Verschieben nach links oder rechts ist also weiterhin möglich, etwa um einen weiteren Gast auf der Bank zu platzieren, ein Verrutschen nach vorne oder hinten jedoch nicht. Damit sitzt das Klemmkissen fest an der Bank oder als Stuhlkissen auf dem Stuhl. Die Kissen sind ebenfalls mit Rückenlehne zu erwerben und auch in verschiedenen Bezügen, wie Stoff, Leder oder Kunstleder erhältlich. Somit passend für alle Materialien der Sitzbank und immer passend zur aktuellen Einrichtung. Auch die Größe ist für alle gängigen Bankbreiten erhältlich, jedoch sollte unbedingt auf das richtige Kissen geachtet werden, um den Klemmeffekt des Kissens zu erhalten.

Eine günstige Alternative zum Möbelkauf

Der Clou bei diesen Kissen ist, dass schon mit einer neuen Farbe ein neues Design und eine neue Stimmung im Raum verbreitet werden kann. Auch saisonale Dekorationen können immer wieder durch die Klemmkissen in die Raumatmosphäre eingebunden werden, sowohl bei Farbe und Stoff. Natürlich sind die Kissen auch für draußen geeignet.

Kernbuche

Wenn ein Profi von Kernbuche spricht, meint er, damit ein bestimmtes Innenleben das der Stamm der Buche manchmal – nicht immer – aufweist. Man erkennt diesen besonderen Teil des Holzes an einer sehr auffälligen Maserung.

Farbig und lebendig: So sieht das aus!

Im Gegensatz zur normalen Holzausprägung, die eine Buche aufweist, ist neben der Maserung auch die Farbe der Kernbuche auffällig. Diese besonderen Merkmale machen das Material besonders reizvoll für Möbeldesigner – und natürlich für ihre Kunden, die die fertigen Einrichtungsgegenstände später kaufen sollen. Hier hat in den letzten Jahren ein deutlicher Trendwechsel stattgefunden. Während früher die Verbraucher viel eher Produkten mit gleichmäßiger Maserung den Vorzug gaben, wagen Möbelhersteller heute auch, die etwas individuelleren Noten der Kernbuche ins Spiel zu bringen. Hier überzeugt dann vor allem das manchmal fast wild wirkende Spiel der Linien und Strukturen. Verarbeitet man Bretter aus diesem ganz besonderen Holz, können die eigenwilligen Muster einen Kleiderschrank, einen Tisch oder ein Sideboard gestalterisch um einiges interessanter und individueller machen.

Wie entsteht Kernbuche Holz?

Es ist nicht eindeutig geklärt, unter welchen Bedingungen Kernbuche – also dieser besondere Innenteil innerhalb des Buchenstammes – entsteht. Möglicherweise sind äußere Einwirkungen wie Rindenverletzungen oder auch Pilze oder Viren verantwortlich, die den Baum während seines Wachstums befallen. Wird der Baum gegen solche eindringende Faktoren aktiv – so die Theorie – entsteht dieses wundersame Farbspiel.

Kommode

Der Begriff Kommode geht auf das französische Wort “commode” zurück, das so viel wie “bequem” bedeutet. Damit ist Sinn und Funktion dieses Möbelstücks schon im Wesentlichen dargestellt: Es ist ein Aufbewahrungsmöbel, das durch relativ kompakte Größe einerseits und den Einsatz von Schubladen andererseits, bequeme Handhabung und Aufbewahrung ermöglicht.

Kommode – ein vergleichsweise junges Möbelstück

Auch wenn man sich leicht vorstellt, dass es die Kommode schon ebenso lange gibt wie Schränke oder Tische, ist sie ein recht junges Möbel und existiert erst seit dem 18. Jahrhundert. Sie entwickelte sich aus der Truhe: Es war das Schubladenelement, das bequeme Lagerung mit schnellem Zugriff auf den Inhalt möglich machte, und so den Siegeszug des neuen Aufbewahrungsmöbels durch Stuben und Säle einläutete. Tatsächlich waren gerade die reich verzierten Kommoden der Barock- und Rokokozeit gleichzeitig auch Schmuckstücke, die man gern in den besten Räumen des Hauses ausstellte und in Szene setzte. Im 20. Jahrhundert hat allerdings das Sideboard der Kommode nach und nach den Rang des vorzeigbaren Aufbewahrungsmöbels abgelaufen, und so kehrt sie erst in den letzten Jahren langsam wieder in die Wohnzimmer zurück.

Neuinterpretation und Altbewährtes

Die Truhenform ist in den heutigen Möbelstücken noch weitgehend erhalten, die modernen Designer spielen allerdings mit Materialien und Schubladengestaltung und geben der Kommode so immer wieder etwas Neues. Ob aus Holz, mit Stoff bezogen, oder aus Metall, mit Griffen oder ohne, mit asymmetrischer Schubladenverteilung oder im Nostalgielook: Mittlerweile findet jeder eine Version, die den Stil der heimischen Wohnung perfekt ergänzt.

Kerneiche

Möbel aus massivem Eichenholz haben eine lange Tradition und sind begehrt. Besondere Bedeutung hat dabei das Kernholz. Massives Eichenholz wird für den Bau von Möbeln, Treppen, Fußböden, Fenstern und Fachwerk verwendet. Außerdem findet es im Wasserbau Verwendung. Früher hatte Eichenholz eine herausragende Bedeutung im Schiffbau.

Kerneiche, was ist das?

Als Kernholz wird bei verschiedenen Baumarten der etwas andersfarbige innere Bereich des Stamms bezeichnet. Betrachtet man ihn im Querschnitt, so kann man diesen Bereich deutlich vom äußeren, meist helleren Splintholz, unterscheiden. Das Kernholz entsteht durch sekundäre Stoffwechselvorgänge in der langsam absterbenden inneren Schicht des Splintholzes. Beim Eichenstamm hat das Kernholz eine graubräunliche Farbe und einen ganz spezifischen säuerlichen und würzigen Geruch, der durch eingelagerte Gerbsäure bedingt ist. Davon scharf abgegrenzt ist das sogenannte Splintholz, die äußere Schicht des Stammes. Dieser noch vom Saft durchflossene Bereich des Holzes ist wesentlich jünger und von der Farbe her meistens deutlich heller als das Holz im Inneren des Stammes. Die Dicke dieser Schicht beträgt je nach Alter des Baumes ungefähr zwei bis fünf Zentimeter.

Kerneiche, solide und wertbeständig

Kerneiche ist ein äußerst wertvolles Hartholz. Ausgesuchte und gut gewachsenen Stämme verwendet man vor allem zur Herstellung von hochwertigen Furnieren. Dabei hat das Kernholz der Eiche eine besonders hohe Verrottungsbeständigkeit und ist im Gegensatz zum Splintholz weniger anfällig für Wurmfraß. Möbel aus Eiche sind massiv, solide und schwer.

Korpus

Etymologie

Das Wort Korpus (ursprüngliche Schreibweise: corpus) stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Körper, Leib, Gegenstand, unter anderem auch Wesen, Person sowie Körper, bzw. Gegenstand im figurativen Sinne. Ein bekanntes Beispiel für die letztere Alternative ist der heute noch im Rechtswesen und in der Kriminologie gebräuchliche Begriff corpus delicti (= Gegenstand des Verfahrens, Tatwerkzeug).

Der Begriff Korpus im Kontext Möbel

In der Möbelindustrie versteht man unter dem Korpus ganz allgemein die zusammengesetzten Seiten eines Möbels oder eines Möbel-Bauteils. Dazu gehören zum Beispiel die Rückwand, der Boden, der Deckel und die Seitenteile. Der Korpus ist demnach die tragende Grundkonstruktion, sozusagen die eigentliche Gestalt eines Möbels ohne Einsatz- oder Zusatzteile; Türen, Schubladen sowie das gesamte “Innenleben” (Federmechanismus, Schaumstoffe, etc.) zählen deshalb nicht zum Korpus.

Unterschiedliche Formen

Die weitaus häufigste Form ist der zerlegbare Korpus: Das Möbel wird aus den Teilen, die den Korpus bilden, zusammengesetzt und kann dementsprechend auch wieder zerlegt werden. Daneben, wenn auch sehr selten, gibt es Konstruktionen (vor allem bestimmte Bauernmöbel), die in einem Stück verleimt und daher nicht zerlegbar sind.

Lattenrost

Matratzenunterlage aus Latten

Unter einem Lattenrost (auch als “Lattenrahmen” bezeichnet) versteht man eine Elementgruppe im Unterbau eines Bettes, die sich aus einem Rahmen mit rechtwinklig angeordneten Leisten (auch als “Latten” bezeichnet) zusammensetzt und die Unterlage für die Matratze bildet. Der Lattenrahmen wurde 1957 von der Firma Lattoflex in Bremervörde erfunden und ist bis heute in Europa die am weitesten verbreitete Form einer Matratzen-Unterlage. In den USA dagegen trifft man häufiger das Boxspring-Bett.

Prinzip und Vorteile von Lattenrosten

Vor der Erfindung des Lattenrahmens dienten rund 100 Jahre Drahtmatratzen, entweder mit einem Drahtgitter oder – in der aufwändigeren Version – mit einem Sprungfederrahmen als Unterlagen für Matratzen. Im Vergleich mit den früher zu diesem Zweck verwendeten Brettern ergab sich eine deutliche Verbesserung des Liegekomforts, da nicht nur die Matratze selbst, sondern auch der Unterbau elastisch war. Es bildeten sich jedoch an den Stellen, auf die ein höherer Druck ausgeübt wurde, im Lauf der Zeit Kuhlen – rückengerechtes Liegen war daher noch nicht gewährleistet. Eine effektive und dauerhafte Entlastung der Wirbelsäule – und damit die Voraussetzung für einen erholsamen Schlaf – erzielte erst der Lattenrahmen: Da die Elastizität auf viele einzelne Leisten verteilt wird, kann der Lattenrahmen effektiver darauf reagieren, dass die einzelnen Zonen der Matratze unterschiedlich stark belastet werden. Mittlerweile gibt es zahlreiche Fort- und Weiterentwicklungen – insbesondere Lattenrahmen, deren Segmente separat verstellbar sind (manuell oder elektrisch), gewährleisten eine hohe Ergonomie. Auch im Bereich Polstermöbel findet der Lattenrahmen gegebenenfalls Anwendung – zum Beispiel in Polstergarnituren mit Gästebett-Funktion.

Lichtfarbe

Unter der Lichtfarbe versteht man den optischen Sinneseindruck, der von einer Lichtquelle ausgeht, die selbst leuchtet. Der hier ausgelöste Farbreiz rührt daher, dass die Strahlung entsprechend einem bestimmten Lichtspektrum zusammengesetzt ist.

Wie werden Lichtfarben beschrieben?

Die Farbe des Lichts spielt eine sehr wichtige Rolle dabei, ein bestimmtes Leuchtmittel zu charakterisieren. Dabei sind folgende Charakteristika des Lichts wichtig: Die Lichtart, die Farbtemperatur, der Farbort im geeigneten Farbendreieck, der Farbwiedergabewert sowie der Farbname oder die entsprechende generische Zahl. Der Farbname kann beispielsweise “Warmweiß”, “Cool white” oder “Tageslichtweiß” sein. Darüber hinaus hat die Lichtfarbe auch einen Einfluss auf die menschliche Psyche. Entsprechend den Erkenntnissen der Farbpsychologie ist die Lichtfarbe deswegen besonders bedeutsam, weil sich diese auch in der Natur – nämlich im Tagesverlauf – ändert. So findet man am Tag Sonnenlicht mit einer relativ hohen Lichtstärke vor, in der Nacht jedoch kommen wir schon seit jeher mit der schwachen Lichtstärke des Mondes aus. Analog zu diesen natürlichen Faktoren sorgt “kaltes” Licht beispielsweise zu geringerer Melatonin-Ausschüttung, während “warmes” Licht wohltuend wirkt und beispielsweise auch gegen Winterdepressionen eingesetzt wird.

Der Farbreiz besteht aus Spektralfarben

Der Farbreiz, den das Licht aussendet, kann entweder aus einem “Lichtgemischs“ mehrerer Wellenlängen bzw. Wellenlängenbereiche oder aus einem kontinuierlichen Spektralbereich bestehen. Dabei ist die jeweilige Verteilung der Intensität über die Wellenlängen charakteristisch für eine jede Lichtquelle. Es ist möglich, durch technische Methoden (Filterung) die Lichtfarbe zu verändern.

LED

Die LED, oder lichtemittierende Diode, wie ihr vollständiger Name lautet, ist ein elektronisches Halbleiter-Element. Mithilfe von Strom, der in Durchlassrichtung fließt, strahlt die lichtemittierende Diode, kurz auch Leuchtdiode genannt, Licht, Infrarot bzw. Ultraviolett ab. Als Entwickler gilt der Wissenschaftler Henry Joseph Round.

Entwicklung einer Lichtquelle

Round entdeckte bereits 1907 diese Technik. Mehrere Wissenschaftler arbeiteten in den Folgejahren unabhängig voneinander an der Entwicklung. In der Zeit von 1950 bis 1960 wurden die ersten Dioden hergestellt, die in der Lage waren Farben darzustellen. Zuerst reichte das Farbspektrum von Rot bis Gelb, danach kamen in den 1970 Jahren grüne LEDs dazu. Seit ca. 1980/90 gibt es nahezu alle Farben. Das Interessante: Eine Darstellung der Farbkombination Grün-Gelb ist nach heutigem Stand der Wissenschaft nicht möglich. Während die ersten Dioden eine Lichtausbeute von ca. 0,1 Lumen pro Watt hatten, ist eine Leuchtdiode heute bei etwa dem Tausendfachen angelangt. Eine stetige verbesserte Qualität der Halbleiter als Material ist der Grund für die schnelle Entwicklung. Effizienz ist der Grund, warum sich diese Lichtquelle durchzusetzen scheint.

Wachsende Beliebtheit der LED

Aufgrund der hohen Ersparnisse an Strom werden immer mehr Leuchtdioden als Lichtquelle eingesetzt. Gegenüber der alten Glühbirne ist sie wesentlich energiesparender. Während eine Glühbirne ca. 95% ihrer Energie in Form von Wärme abgibt, leuchtet eine LED-Lampe ohne sich sonderlich zu erhitzen. Zwar kosten LEDs in der Anschaffung wesentlich mehr, jedoch beträgt die Lebensdauer ein Vielfaches der Glühbirne.

Linon

Der Linon ist ein Baumwollgewebe, das aus Leinwandbindung mit mittel- und feinfädigen Garnen gemacht wird. Im Vergleich zu anderen Textilien wird dieser Stoff zuerst gebleicht und später mit einer veredelnden Appretur behandelt. Durch diese Prozedur erhält der Stoff sein leinenartiges Aussehen, das dem Textil seinen Namen verliehen hat.

Die edle Baumwolle seit Jahrhunderten

Charakteristisch für diese Baumwolle ist die Weichheit des Stoffes, der in keiner Art und Weise steif wird. Zusätzlich zählt das Textil zu den robusten und strapazierbaren Geweben. Die Verwendung von dieser Sorte Baumwolle begrenzt sich nicht nur auf die heutige Zeit, wie beispielsweise auf die Hotelbettwäsche oder das eigene Zuhause, sondern wurde in den vergangenen Zeiten sehr gerne benutzt. Gerade an den heißen Sommertagen bezogen die Frauen die Betten mit weißem Linon, der durch seine feine Webart eine atmungsaktive Eigenschaft bekommt. In unserer heutigen Zeit ist das Angebot an Linon Baumwolle mannigfaltig. Der Stoff wird sehr gerne mit bunten sowie floralen Mustern, Ornamenten oder ganzen, erzählerischen Motiven bestickt und damit einzigartig gestaltet. Im Vergleich zu älteren Ausführungen der Bettwäsche ist das heutige Textil mehr mit einer Reißverschlussleiste versehen als die Variante mit Knopfleiste.

Der zeitlose Stoff

Ob nostalgisch weiß oder modern bunt bestickt, mit einer Knopfleiste oder einem Reißverschluss versehen, der altbekannte Linon wird noch in der heutigen Zeit als angenehm weiche Bettwäsche wahrgenommen. Trotz seiner langen Geschichte durch die Jahrhunderte hat dieser Stoff nichts an seinen Eigenschaften und Funktionen verloren.

Leder

Etymologie

Das Wort Leder wurde unverändert aus dem Mittelhochdeutschen übernommen und bedeutete einfach “Haut”. Es gibt jedoch Hinweise auf ähnliche Wörter für Haut sowohl im Germanischen als auch im Keltischen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit die Basis für den späteren mittelhochdeutschen Ausdruck bilden.

Was ist Leder?

Unter Leder versteht man Tierhaut, die durch das chemische Verfahren der Gerbung haltbar gemacht wird (s. auch Lederherstellung). Prinzipiell kann die Haut aller Tiere zu Leder verarbeitet werden. Wichtig ist der Unterschied zum Pelz, bzw. zum Fell: Leder gewinnt man aus der mittleren Schicht der Haut, der sogenannten Dermis (Lederhaut), während Fell aus der Epidermis (Oberhaut) gefertigt wird. Bleiben nach der Gerbung Epidermis und Haare erhalten, werden die Begriffe Pelz oder Fell verwendet. Leder wurde bereits rund 3.500 Jahre vor Christus hergestellt, was entsprechende Funde in einer Höhle in Armenien belegen. Auch der bekannte “Ötzi” trug verschiedene Arten von Lederkleidung. Die deutsche “Hauptstadt” der Lederherstellung ist heute Offenbach am Main, wo jährlich die Lederwarenmesse stattfindet.

Eigenschaften des Leders

Leder ist besonders fest und langlebig, außerdem kann es zu verschiedensten Zwecken verwendet werden. Es ist luftdurchlässig und damit atmungsaktiv, Wasser hingegen dringt nur sehr schwer oder gar nicht ein. Durch seinen natürlichen Ursprung verfügt Leder auch über eine angenehme, besonders natürlich anmutende Haptik (Wahrnehmung durch Befühlen und Betasten, bzw. durch den Hautsinn). Es ist aufwändig herzustellen, nur begrenzt verfügbar und darum auch relativ teuer. Der hohe Preis ist aber auch darauf zurückzuführen, dass Leder als sehr elegant gilt und – vornehmlich im Bereich Mode – vielfach den Rang eines Statussymbols einnimmt.

Objektive Beurteilung der Qualität

Für die chemischen und physikalischen Parameter, die zur Qualitätsbeurteilung von Leder dienen, existieren im Falle der meisten Lederarten spezifische und verbindliche Richtwerte. Es gibt allerdings mehrere Eigenschaften, die sich der Messung entziehen. Die besten Beispiele dafür sind Optik und Haptik, die rein subjektiv beurteilt werden; aber auch die Struktur oder der Grad der Weichheit sind nicht messbar.

Unterscheidung

Leder wird zum einen nach seiner Herkunft, zum anderen nach dem Verwendungszweck und der Art der Oberflächenbehandlung unterschieden. Gebräuchliche Lederarten in der westlichen Welt sind vor allem Rindsleder, Schweinsleder, Ziegen-, Schafs- und das importierte Krokodilleder (Letzteres vorwiegend in der Schuhindustrie), sowie gegebenenfalls Leder von Paarhufern (Hirsch, Elch). Zu den exotischen Arten zählt das Leder von Fischen (meist vom Hai, aber auch von einheimischen Fischen wie Dorsch oder Aal), von Kängurus, Schlangen, Seehunden und Yaks. Nach dem Verwendungszweck unterscheidet man zum Beispiel Schuhleder, Bekleidungsleder, Autoleder, Buchbinderleder, Technische Leder sowie Leder für Möbel und die verschiedensten Accessoires. In Bezug auf das Verfahren der Oberflächenbehandlung schließlich begegnen uns unter anderem die Begriffe Anilin-, Chagrin-, Lack- und Veloursleder.

Kritik

Aufgrund der Tatsache, dass zur Herstellung von Leder Tiere sterben müssen, steht es schon lange in der Kritik, wenn auch längst nicht so stark wie der Pelz. Aber auch Leder gerät zunehmend ins Kreuzfeuer – vor allen Dingen dann, wenn bestimmte Tierarten zur Ledergewinnung massiv gejagt und deshalb fast ausgerottet werden. So waren zum Beispiel Krokodile vorübergehend vom Aussterben bedroht.

Alternativen

Eine echte Alternative zu Leder sind die hochwertigen, eleganten und langlebigen Mikrofaserstoffe Alcantara und Alcatex, die in mancher Hinsicht dem Leder sogar überlegen sind. Produkte aus Kunstleder können einem qualitativen Vergleich mit Leder und den erwähnten Mikrofaserstoffen jedoch.

Lux

Etymologie / Wissenswertes

Lux wurde unverändert aus dem Lateinischen übernommen und bedeutet “Licht”, “Helligkeit”. Bis heute wird der Begriff in zahlreichen Bereichen verwendet – aufgrund seiner Bedeutung oftmals auch in einem künstlerischen oder religiösen Kontext. Das Adjektiv lucida (= licht, hell, strahlend) fand außerdem vorübergehend Eingang in die medizinische Fachterminologie: In den Anfangsjahren der Psychiatrie bezeichnete man als lucida intervalla die “lichten Momente” im Verlauf von Psychosen. Die deutsche Form hat sich bis heute in der Umgangssprache erhalten.

Neuerdings bedient sich auch die Physik des Wortes Lux, um im Rahmen der Photometrie (Messung von Licht und Beleuchtung) bislang kaum oder gar nicht quantifizierbare Phänomene zu benennen bzw. zu messen. Vor allem aber will man den veränderten Verhältnissen gerecht werden und alte Einheiten durch neue, aussagefähigere ersetzen – eine Notwendigkeit, die sich hauptsächlich aus dem Verschwinden von Glühbirnen und der rasanten Weiterentwicklung im Bereich von LED-Leuchten ergibt. (LED = light-emitting diode, dt.: Licht emittierende Diode, bzw. Leuchtdiode.)

Lux als Einheit von Beleuchtungsgrößen

Lux wird in der Abkürzung lx mittlerweile als einzige Einheit für die Beleuchtungsstärke (illuminance), bzw. für die spezifische Lichtausstrahlung (luminous emittance) verwendet, parallel zu den gegenwärtig noch gebräuchlichen Einheiten Lumen und Watt insbesondere auch für die Lichtausbeute (luminous efficacy). Für die Belichtung wurde die Einheit “Luxsekunde” eingeführt. Es ist davon auszugehen, dass Lux in den kommenden Jahren die Einheit Watt (allerdings nur im Zusammenhang mit der Lichtausbeute) vollständig verdrängt. Beim Kauf von Lampen wird man daher in der Produktdokumentation schon bald auf Angaben in Lux stoßen.

Lederherstellung

Prinzip der Lederherstellung

Die Herstellung von Leder bezeichnet man als Gerbung oder Gerberei. Unabhängig von der jeweils angewandten Technik wird beim Gerben die Haut des Tieres, die nach dem Tode normalerweise dem Verfall ausgesetzt wäre, haltbar gemacht. Es handelt sich also genau genommen um ein Verfahren der Konservierung. Grundsätzlich unterscheidet man die vegetabile (pflanzliche), die mineralische und die synthetische Gerbung. Die Wahl des Verfahrens nimmt Einfluss auf die chemischen Eigenschaften des Leders: Vegetabil gegerbtes Leder besitzt einen höheren Gerbstoffgehalt und eine Ledersubstanz von maximal 46%, nach der mineralischen Gerbung mit Chrom kann der Anteil des Leders dagegen sogar 72% betragen, wird Alaun benutzt, werden Werte von ca. 60% erreicht.

Vorbereitung

Vor der Gerbung werden die Häute in Salz eingelegt oder getrocknet und anschließend in der sogenannten “Wasserwerkstatt” im Rahmen verschiedener Prozesse (Enthaaren, Entfernen des Fleisches, etc.) auf das Gerben vorbereitet.

Gerben

Bei der vegetabilen Gerbung oder Lohgerberei werden Gerbstoffe aus Baumrinden, häufig aus Eichen- und Fichtenrinde, aber auch Extrakte aus Baumholz verwendet – ebenfalls Eiche, daneben Kastanie, Sumach, Mimosa und zahlreiche weitere Hölzer und Rinden. Die Salze von Chrom, Aluminium und Zirkon sowie Alaun (Weißgerbung) sind häufig genutzte Substanzen bei der Mineralgerbung. Die chemische Gerbung schließlich bedient sich synthetischer Stoffe: Aldehyde wie Glutardialdehyd und Formaldehyd sowie Fettgerbstoffe (Trane) kommen hier zum Einsatz. Das Ganze vollzieht sich in dehnbaren Holz-, Edelstahl- oder Kunststofffässern mit einem Volumen von mehreren Kubikmetern.

Nachbereitung

Die Nachbereitung umfasst die Nachgerbung und die Färbung. Diese Phase bestimmt die wesentlichen und charakteristischen Eigenschaften des Leders – und darum auch gleichzeitig den späteren Verwendungszweck sowie die Qualität. Vor allem bei der mineralischen Gerbung sind die betreffenden Arbeitsschritte und die im Einzelnen gewählten Methoden von ausschlaggebender Bedeutung im Hinblick auf Weichheit, Elastizität, Fülle und Färbbarkeit. Die natürliche Farbe des Leders hängt vom Gerbverfahren ab: Vegetabil gegerbtes Leder hat eine gelbliche und rot-braune Tönung, wurde Sumach verwendet, gibt es darüber hinaus auch grünliche Varianten; mit Chrom gegerbtes Leder hat eine grau-grüne Farbe. Während man früher die eigentliche Färbung mit Wurzelextrakten, Pflanzensäften und Farbhölzern vornahm, greift man heute, je nachdem, welche Farbe man erzielen will, zu Anilin- und Azofarbstoffen, zu Triphenylmethan oder Sulfin. Die Färbung selbst wird in der Regel in Walkfässern vorgenommen, man kann aber auch Walzenauftragsmaschinen einsetzen oder die Farbe aufspritzen, bzw. aufsprühen.

LGA-geprüft

“LGA-geprüft” ist ein Zertifikat der Landesgewerbeanstalt Bayern (LGA), das Möbelherstellern verliehen wird. Das Zertifikat soll dazu dienen, die Belastungen in Innenräumen zu verringern. Nach einer ersten Grund- und Eignungsprüfung werden sowohl die Fertigungsstätten als auch die Produkte einmal jährlich auf die Einhaltung der Kriterien überprüft.

Die Prüfkriterien des Zertifikats “LGA-geprüft”

Da die Kriterienentwicklung und Zeichenvergabe durch die LGA erfolgt, ist die Unabhängigkeit von den Möbelherstellern gegeben und das Zertifikat vertrauenswürdig. Möbel, die das Zertifikat “LGA-geprüft” tragen, erfüllen mindestens die gesetzlichen Anforderungen an den zugelassenen Schadstoffgehalt in Möbeln, gehen aber teilweise weit darüber hinaus. Die Prüfkriterien der LGA setzen strenge Grenzwerte für Formaldehydemission und andere leicht flüchtige organische Verbindungen wie beispielsweise Phenol oder Toluol. Außerdem gibt es Höchstwerte für krebserregende Stoffe, Holzschutzmittel, Lindan und verschiedene Schwermetalle. PVC darf in den geprüften Möbeln gar nicht vorhanden sein, auch halogenorganische Verbindungen wie beispielsweise Flammschutzmittel oder Pestizide sind nicht zulässig. Da die Grenzwerte die gesetzlichen Vorgaben teilweise weit unterschreiten, werden auch empfindliche Personen, die selbst auf geringe Schadstoffkonzentrationen stark reagieren, vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen geschützt.

Das Zertifikat “LGA-geprüft” schützt den Verbraucher

Die Prüfkriterien der LGA beziehen sich nur auf das Endprodukt und auf die Produktionsstätten der Möbelhersteller und haben das vorrangige Ziel, den Verbraucher zu schützen. Ökologische und soziale Aspekte werden nicht betrachtet. Es wird beispielsweise nicht gefordert, dass das Holz aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung stammt oder dass die Arbeitsbedingungen in den Holzanbauländern menschenwürdig sind.

M – R

Microfaser

Die vielseitige Microfaser beschreibt den Sammelbegriff für Stoffe aus extrem dünnen Fäden. Diese Fäden haben eine Stärke von maximal 1 dtex (Textilienfeinheit), damit sind sie sogar dünner als Seidenfäden, genauer gesagt nur halb so dick. Im Gegensatz dazu ist die beliebte Baumwolle dreimal dicker als die verwendeten Faser für diesen Stoff.

Microfaser ist besonders weich und formbeständig

Die Microfaser ist sehr vielseitig und kann dank ihrer Formbeständigkeit auch für viele Einsatzgebiete verwendet werden. Der Stoff ist sehr weich und trocknet schnell, sodass sich dieser auch sehr gut als Bezugsstoff für Polsterbetten und Polstermöbel eignet. Doch der Stoff trägt sich auch angenehm auf der Haut, sodass er auch den Einzug in die Modebrache schon längst geschafft hat und dort sogar als Seidenersatz genutzt wird. Auch Lederimitate werden aus der vielseitigen Faser erzeugt, so z.B. Handschuhe und Mützen, sowie wasserabweisende Jacken und sonstige Funktionskleidung. Durch die dünnen Fäden sind die Kleidungsstücke immer relativ leicht und schränken die Bewegungsfreiheit nicht ein. Die Fasern sind fusselfrei und deshalb auch nach mehreren Waschgängen immer noch schön glatt.

Bettwäsche und Möbelbezüge aus Microfaser

Eine weitere Eigenschaft von Microfaser ist die leichte Reinigung. Deshalb eignet sich der Stoff sehr gut für Möbelbezüge, da Flecken mit etwas Wasser schnell und einfach beseitigt werden können. Auch Bettwäsche aus diesem Stoff hat verschiedene Vorteile. Der Stoff ist atmungsaktiv und formbeständig. Dadurch bleibt die Bettwäsche lange ansehnlich und man kommt während des Schlafens nicht so schnell ins Schwitzen.

MDF

Eine MDF – was ausgeschrieben so viel bedeutet wie “Mitteldichte Holzfaserplatte” ist ein Werkstoff, der aus Holzfasern hergestellt wird und der sich vor allem beim Bau von Möbeln bzw. beim Innenausbau in Wohnräumen sehr flexibel einsetzen lässt.

Arten und Besonderheiten der Platten

Für die MDF oder Mitteldichte Holzfaserplatte gibt es eine spezielle Norm, die ihre Besonderheiten definiert. Die Norm ist die EN 622-1 aus dem Jahr 2009. Dabei gibt es eine gewisse Bandbreite, was die Beschaffenheit der Faserplatte angeht. Alle MDF-Platten liegen jedoch mit ihrer Dichte zwischen der Dichte von Schnittholz und der Dichte einer Nassfaserplatte. Die Mitteldichte Faserplatte wird in der Regel aus Nadelholz ohne Rinde hergestellt. Dieses wird in feine Teile zerfasert und dann durch das Pressen in Längsrichtung und in Querrichtung zu einem Werkstoff zusammengefügt. Die fertige Platte verfügt dann über sehr glatte Kanten und lässt sich sehr gut verarbeiten, beispielsweise verkleben. Im Baumarkt erhält man zumeist MDF-Platten in einer Dicke ab 2 mm und bis hin zu einer Dicke von 6 cm. Die Dichte liegt in der Regel zwischen 600 und 1.000 Kilogramm pro Quadratmeter.

Zahlreiche Einsatzgebiete für die Platten

Die Faserplatten werden heute in vielen Bereichen eingesetzt. Dazu gehört der Innenausbau von Wohn- und Geschäftsräumen ebenso wie der Ausbau von Dächern. Ein Beispiel ist ein klassischer Laminatfußboden, bei dem beschichtete MDF-Platten Verwendung finden. Doch auch in Küchen, beim Bau von Lautsprechern, bei kunstvollen Profilverzierungen und an vielen anderen Stellen kommen sie zum Einsatz.

Melaminharz

Melamin ist ein Kunststoff, der auf Stickstoffverbindungen basiert. Die farblose Substanz zählt zur Gruppe der  Aminoplaste. Justus von Liebig stellte Melamin erstmals 1834 her. Seit 1930 wird der Stoff industriell produziert. Heute gewinnt man Melamin aus Harnstoff. Die Produktion in Europa nimmt immer mehr ab, Importe aus Asien werden bedeutender.

Melaminharze in der Möbelindustrie

Melamin findet standardmäßig im Möbelbau Verwendung und wird dort als Werkstoffleim benutzt. Standardprodukte, wie Spanplatten, werden mit reinen Harnstoffharzen verleimt. Einer der großen Vorteile von Melaminharzen ist ihre Widerstandskraft gegen Feuchtigkeit. Auch bedrucktes oder gefärbtes Papier wird häufig mit Melaminharz getränkt, mit einer Trägerplatte verleimt und mit dieser versiegelt. So entstehen haltbare und kratzfeste Oberflächen für TischeSchränkeKommoden oder Küchenmöbel. Melaminharzschaum wird als nichtbrennbares Material für die Polsterung von Flugzeug- oder Kinositzen verwendet. Auch in Räumen, die besonderen Schallschutz benötigen, findet man will derartige Harzschäume in der Wandverkleidung.

Gesundheitliche Aspekte von Melamin

Bei allen Vorteilen von Melaminharz sollte man auch die Kehrseite nicht außer Acht lassen: Die orale Aufnahme von Melamin ist gesundheitlich bedenklich. Für Lebensmittel existieren deshalb längst gesetzliche Grenzwerte. Besondere Vorsicht ist bei Geschirr geboten, denn gerade farbenfrohes Kindergeschirr enthält oftmals Melamin: Bei Erhitzung über 70 °C können gefährliche Mengen des Stoffes freigesetzt und mit der Nahrung aufgenommen werden. Informieren Sie sich am besten beim Kauf über die Bestandteile solcher Produkte.

Nosagunterfederung

Bei der sogenannten Nosagunterfederung handelt es sich um eine spezielle Unterfederung, die vornehmlich in Sitzflächen von Sesseln und Sofas anzutreffen sind. Diese Sitzmöbel zeichnen sich durch einen perfekten Sitzkomfort aus.

Qualitativ hochwertige Polsterung von Sitzmöbeln für einen optimalen Sitzkomfort

Im Bereich der Polstermöbel gibt es große qualitative und folglich auch preisliche Unterschiede. Gut und bequem gepolsterte Sitzmöbel zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie langlebiger sind, als Möbel im unteren Preissegment. Darüber hinaus bieten sie einen guten und bequemen Sitzkomfort, was sich insbesondere dann bemerkbar macht, wenn man längere Zeit auf einem Sofa oder einem Sessel sitzt. Polstermöbel, die mit einer Nosagunterfederung ausgestattet sind, können über eine Polyätherschaum- oder eine Federkernpolsterung verfügen. Eine Nosagunterfederung bewirkt in beiden Fällen, dass die Polsterauflage des Möbelstücks langlebiger, robuster und vor allem bequemer ist. Eine Nosagunterfederung ist eine spezielle Unterfederung: Sie bezeichnet einen gewundenen, wellenförmigen Draht und wird in die Unterlage des Couch- oder Sesselsitzes eingearbeitet. Lässt man Möbel aufpolstern, so kann eine solche Unterfederung nachträglich eingearbeitet werden.

Eine Nosagunterfederung für ein besseres Sitzen und Liegen

Insbesondere für Menschen mit Bandscheibenproblemen, aber auch für Senioren und alle, die viel Wert auf einen perfekten Sitzkomfort legen, werden Sitzmöbel mit der beschriebenen Spezialunterfederung den hohen Ansprüchen gerecht. Grundsätzlich gilt: Im Bereich der Sitz- und Liegemöbel gibt es große Qualitätsunterschiede – ein guter Komfort kann helfen, Bandscheibenproblemen vorzubeugen. Dies sollte bei der Kaufentscheidung immer im Hinterkopf bleiben.

Nussbaum

Vorkommen des Nussbaums

Der Nussbaum, bzw. der Echte Walnussbaum (Juglans regia, früher oft als “welsche Nuss” bezeichnet), stammt ursprünglich vermutlich aus Südosteuropa und war in Mitteleuropa über lange Zeit hinweg nicht heimisch, hat sich aber durch Pflanzung und Verwilderung inzwischen eingebürgert. Die in der Literatur weit verbreitete Behauptung, es handle sich bei Walnussholz um das “edelste einheimische Holz”, ist also nicht korrekt.

Der Echte Walnussbaum kommt außerdem in Vorder- und Innerasien sowie in Nordamerika auf natürlicher Basis vor. Vornehmlich in Nordamerika findet man sehr alte Arten – unter anderem den Schwarzen Walnussbaum, der ein besonders wertvolles Holz liefert. Die Pflanze kann eine Höhe von über 25 Metern erreichen und wird mitunter über 400 Jahre alt.

Verwendung von Nussbaumholz

Das harte, schwere, ausgesprochen beständige, leicht spaltbare, feinporige, edel gemaserte und außerdem gut polierbare Holz eignet sich ausgezeichnet zur Möbel-Produktion. Walnussholz ist außerdem das Material der ersten Wahl zur Herstellung von Einlegearbeiten (siehe Intarsie) und von Gewehrschäften.

Wissenswertes

Die ätherischen Öle der Pflanze dienten in der Volksmedizin zur Zubereitung von Arzneimitteln gegen Gicht, Hautkrankheiten und Skrofulose (Tumor der Halsdrüse, meist in Verbindung mit Tuberkulose).

Ottomane

Begriff

Ursprünglich war die Ottomane ein niedriges, längeres Möbel aus der Kategorie der Sitzmöbel. Typisch für die Ottomane war die halbrunde Seitenlehne. Das Wort selbst wird vom französischen Adjektiv ottoman (= osmanisch) abgeleitet.

Die Ottomane der Vergangenheit

Die Form der Ottomane veränderte sich frühzeitig. So wurde zum Beispiel noch 1780 in Frankreich ein Kanapee mit einer ovalen Sitzfläche und einer abgerundeten Rückenlehne als Ottomane bezeichnet, nach wenigen Jahrzehnten allerdings nur noch ein großer ovaler Sitz mit Füßen, der in der Regel keine Rückenlehne hatte.

Die Ottomane der Gegenwart

In der heutigen Praxis ist die Ottomane nicht mehr eindeutig definiert. Gleiches gilt für die Begriffe Chaiselongue, Kanapee und Récamière oder die moderne Version Longchair, die mittlerweile wie Synonyme verwendet werden. Überdies geht zunehmend auch eine einheitliche Schreibweise verloren, wodurch zwangsläufig noch größere Verwirrung entsteht: Es gibt das Kanapee, aber auch ein Canape, eine Récamière steht neben einer Recamiere, man bietet sowohl einen Longchair als auch einen Long-Chair an. Gemeinsam ist all diesen Bezeichnungen eigentlich nur noch, dass damit ein längliches Sitz- oder Liege-, bzw. ein Sitz-Liege-Kombinationsmöbel gemeint ist, entweder separat oder als Teil einer Polstermöbel-Systemgruppe; Lehnen – von der Beachtung sonstiger Stilkriterien ganz zu schweigen – können, müssen aber nicht vorhanden sein.

Zertifizierung

Öko-Tex® Standard 100

Öko-Tex Standard 100 ist die weltweit bekannte ökologische Marke der Textilen und ein unabhängiges Zertifizierungssystem. Öko-Tex Standard 100 bietet den Produzenten von den Textilien die rationale Ergänzung zur Versorgung der Qualität an.

Der zertifizierte Schutz für die Verbraucher

Öko-Tex Ist ein anerkanntes Gütezeichen für die Textilien, die nur aus den geprüften Materialen hergestellt sind. Die zertifizierte Ware wird mir dem Zeichen Öko-Tex Standard 100 bezeichnet. Die Voraussetzung der Zertifizierung des Zeichens ist, die Textilien in den unabhängigen Forschungsinstituten, die mit Öko-Tex zusammenarbeiten, zu prüfen. Das Zeichen Öko-Tex Standard 100 auf dem Erzeugnis garantiert, dass die Produktion die Prüfung auf die Sicherheit bestanden hat. Das bedeutet, dass die Textilien keine Gefahr für die Benutzer bringen und keine schädlichen giftigen Stoffe enthalten. Das internationale einheitliche Kriterienverzeichnis ist auf den Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschungen auf dem Gebiet der Ökologie der Textilien gegründet und wird ständig erweitert und modifiziert. Die Prüfungen auf den Inhalt der schädlichen Stoffe orientieren sich immer auf den tatsächlichen Anwendungsbereich der Textilien.

Mit dem Öko-Tex Standard 100 keine Gefahr für die Gesundheit

Die Übereinstimmung mit dem Öko-Tex Standard 100 garantiert keine Gefahr für die Gesundheit. Die verwendeten Farbstoffe sollen nicht allergisch sein. Die Textilien sollen keine krebserregende Farbstoffe oder ähnliche Nebenprodukte enthalten, ihr pH-Niveau soll neutral und schonend sein. Der Inhalt von den Pestiziden soll auch mit den Richtsätzen übereinstimmen.

Patchwork

Patchwork stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt “Flickenarbeit”. Hierbei handelt es sich um eine bestimmte Technik in der Textilproduktion, bei der viele verschiedene Materialien und Farben von Stoffen miteinander kombiniert werden.

Eine traditionelle Technik

Bereits im Altertum wurde diese Technik erfunden und ausgeübt, um Reste von Stoffen sinnvoll zu verarbeiten. Heute gibt es viele Stoffe, früher waren sie selten und vor allem wertvoll. Als Ergebnis zeigten sich warme Decken mit vielen verschiedenen Mustern und Stoffen. Hauptsächlich verbreitet war die Technik der Patchwork im Orient und Zentralasien. Erst zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert wurde Patchwork in Europa verbreitet und wurde immer öfter praktiziert. Eine große Weiterentwicklung erhielt die beliebte Technik durch englische Frauen und amerikanische Siedlerinnen. Im Gegensatz zu früher hat Patchwork heute eine gewisse künstlerische Ader. Viele Künstler haben sich sogar darauf spezialisiert, ganz besonders ausgefallene Arbeiten zu gestalten. Heutzutage gibt es keinesfalls nur Decken, sondern auch Wanddekorationen und Sofamöbel im Patchworkstil.

Patchwork in der Gegenwart

Patchwork ist heute so gefragt, wie selten zuvor. Als Unterscheidung gibt es zwei verschiedene Techniken. Zum einen die “Pieced-Work”. Dabei werden die kleinen Stoffstücke aneinander genäht und somit verbunden. Bei der zweiten Technik, der “Mosaik-Work” , werden die Teile anstatt aneinander, aufeinandergelegt und mit vielen verschiedenen Sticharten miteinander verbunden.

Polstermöbel

Sie sind das Herzstück eines jeden Wohnzimmers. Ob in Form von Sessel oder Sofa, bei Polstermöbeln ist für jeden Geschmack etwas dabei. In unseren Einrichtungshäusern halten wir für Sie stets brandaktuelle Modelle aus dem Bereich der Polstermöbel bereit. So können Sie Sessel, Sofa und Co. live sehen und bereits vor dem Kauf ausprobieren. Schauen Sie doch in unserer Abteilung für Polstermöbel vorbei!

Sessel oder Sofa?

Die richtige Wahl beim Kauf Ihrer Polstermöbel fällt bei der Masse an Angeboten oft schwer. Ob Sie sich für ein Sessel oder ein Sofa entscheiden, ist nicht zuletzt Geschmackssache. Wer genug Platz hat, kann ebenso Sessel und Sofa in einer Sitzgruppe kombinieren oder die Anschaffung einer Wohnlandschaft erwägen. Vielleicht haben Sie für Polstermöbel nur Platz in Form einer kleinen Leseecke mit Sessel und wollen trotzdem mal so richtig die Beine ausstrecken? Dann finden Sie garantiert einen Hocker, bei dem Sie sich auf das Füße hochlegen zum Feierabend freuen werden.

Polstermöbel in Übergröße

Eine relativ neue Kategorie der Polstermöbel schreibt Gemütlichkeit wahrlich groß: Die Megasofas überzeugen als besondere Polstermöbel durch extrem viel Platz zum Entspannen und extravagantes Design. Die riesigen Sofas sind garantiert ein Blickfang – auch in Ihrem Zuhause! Ob als Ecksofa, als frei stehendes Sofa oder als Sessel, wirklich große Polstermöbel zu top Preisen finden Sie bei uns. Wem das riesige Sofa einen Tick zu groß ist, der schaut sich am besten die Megasessel unter unseren Polstermöbeln an.

Wohnlandschaften

Zur Königsklasse der Polstermöbel zählen die Wohnlandschaften. Hier finden Sie stilvoll abgestimmte Sofaensembles, die in einem Stück überzeugen und Sessel sowie separate Sitzgruppen überflüssig machen. Auf diesem Polstermöbel finden die ganze Familie und der Freundeskreis gleichzeitig Platz. Wenn Sie eine Wohnlandschaft haben, werden Sie kein isoliertes Sofa oder einen Sessel mehr brauchen. Das Wohnzimmer wird so zur stylischen Ruheoase und braucht neben diesem Polstermöbel keine Extras mehr

Polsterung

Mit dem Begriff Polsterung wird in der Möbelindustrie die Federung von Sitz- und Schlafmöbeln bezeichnet. Der Aufbau einer Polsterung kann dabei sehr unterschiedlich sein und oft wird die Qualität des Sitzkomforts entscheidend davon bestimmt. Grundlegend kann zwischen einem Aufbau mit und ohne Federkern unterschieden werden.

Federkern

Der Federkern dient hauptsächlich der Polsterung von festen Sitzen, kann aber auch in losen Kissen zum Einsatz kommen. Er dient der Stabilität und wird in der Regel mit unterschiedlichen Polstermaterialien abgedeckt.

  • Klassischer Federkern

Der Zylinderfederkern wurde früher noch per Hand gedreht, wird heute aber maschinell hergestellt. Die einzelnen Federn sind durch Spiralen untereinander verbunden, was den gewünschten Federungseffekt erzeugt.

  • Bonellfederkern

Eine Abwandlung des Zylinderfederkerns ist der Bonellfederkern. Die Federn sind tailliert und der Federkopf weist eine größere Oberfläche auf. Dadurch kommen auf die Fläche gesehen weniger Federn zum Einsatz als bei einem Zylinderfederkern. Die Federung ist anpassungsfähig und reagiert auf unterschiedlich starke Belastungen mit einem weicheren oder härteren Sitzgefühl. Besonders beliebt ist der Bonellfederkern in der Bettenherstellung, findet aber auch immer mehr Anwendung in hochwertigen Polstermöbeln.

  • Taschenfederkern

Eine weitere Form des Federkerns ist der Taschenfederkern. Hier werden die einzelnen Zylinder in Säckchen aus Nesselstoff eingenäht und an den Berührungspunkten miteinander verbunden. Dieses System ist in der Lage sich leicht an jede Sitz- und Liegeposition anzupassen, weshalb der Taschenfederkern die Luxusvariante für Matratzen und Polstermöbel darstellt.

Wie ist ein Federkern aufgebaut?

Federkern ist nicht gleich Federkern und das Vorhandensein eines solchen garantiert noch lange keinen komfortablen Sitzgenuss. Entscheidend ist zum einen die Qualität und Dicke der Spiralfedern, aber auch der restliche Aufbau um den Federkern herum. Hierbei gibt es zwischen Matratzen und Polstermöbeln entscheidende Unterschiede. Bei den Matratzen ist der Federkern noch von verschiedenen Schichten aus Flies, Schaumstoffen oder Watte ummantelt. Dies garantiert einen guten Liegekomfort ohne stechende Federn.

Bei Polstermöbeln ist der Aufbau von Modell zu Modell variierend. In einem Grundgestell, meistens aus Massivholz oder Holzwerkstoffen befindet sich die Unterfederung. Diese kann aus Gummigurten, Nosag-Federn oder Holzleisten bestehen. Der eigentliche Federkern liegt darauf und wird durch eine Abdeckung von der Unterfederung getrennt. Der Federkern kann von einem Schaumstoff ummantelt sein auf welchen ein weiches Polstervlies folgt, um die Polsterung zu schützen. Zum Schluss kommt der Stoffbezug des Möbels, welcher die Oberfläche bildet.

Bei der Boxspringvariante folgt auf einen Bonellfederkern ein weiterer Federkern, welcher ebenfalls von Schaumstoffen abgedeckt sein kann. Diese Abfolgen und Bestandteile sind nicht festgeschrieben und treten in den unterschiedlichsten Formen auf.

Schaumstoffe

Kommt kein Federkern zum Einsatz, dann ist der Hauptbestandteil einer Polsterung Schaumstoff. Die Schaumstoffe haben seit den 1930er Jahren stark an Bedeutung gewonnen und werden von manchen Polstermöbel- und Matratzenherstellern ausschließlich verwendet. Die Qualität und der Aufbau des Schaumstoffes sind dabei ausschlaggebend für den Sitzkomfort und die Langlebigkeit des Polstermöbels.

Was bedeutet Raumgewicht?

Besonderes Augenmerk sollte dabei auf das Raumgewicht gelegt werden. Dieses wird in kg/Kubikmeter angegeben und informiert darüber, wie schwer das verwendete Material pro Kubikmeter ist. Ein hohes Raumgewicht sagt jedoch nichts über den Härtegrad einer Polsterung aus. Für die Sitzfläche eines hochwertigen Polstermöbels werden nur Schaumstoffe mit einem Raumgewicht ab 35 kg/Kubikmeter verwendet. Dieser Wert spricht für eine lange Lebensdauer und die Qualität des verwendeten Materials. Unterschiedliche Schaumstoffe haben verschiedene Eigenschaften.

  • Latexschaum

Latexschaum  wird ursprünglich aus dem natürlichen Saft des Kautschuk- oder Gummibaumes hergestellt. Mittlerweile gibt es aber auch die Möglichkeit künstlich hergestellten Latex zu verwenden, welcher in seinen Eigenschaften dem Naturprodukt in Nichts nachsteht. Latex wird vor allem für die Produktion von hochwertigen Matratzen verwendet. Der Herstellungsprozess sorgt dafür, dass der Schaum atmungsaktiv ist und Feuchtigkeit und Körperwärme gut weiterleiten kann. Eine gute Stützfunktion bei  gleichzeitiger Punktelastizität ist gewährleistet. Naturlatex sollte vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, da UV-Strahlen den Alterungsprozess beschleunigen.

  • Polyätherschaum

Der PUR-Schaum (Polyurethanschaum) oder auch Polyätherschaum zeichnet sich durch seine Wabenstruktur aus. Durch diesen Aufbau wird eine hohe Tragfähigkeit bei geringem Gewicht gewährleistet. Der Schaum  ist zudem sehr formstabil und luftdurchlässig, was ihn zu einem idealen Material für Matratzen und Polstermöbel macht. Bei der Herstellung werden die flüssigen Rohstoffe (Polyol und Isocyanat) miteinander gemischt und anschließend wird Wasser dazu gegeben. Es entsteht natürliche Kohlensäure und der Aufschäumungsvorgang lässt die dreidimensionale Struktur entstehen. Härtegrade lassen sich dank Computersteuerung stufenlos einstellen.

  • Kaltschaum

Kaltschaum oder auch HR-Schaum (high resilient = hochelastisch) gehört zu den neuesten Errungenschaften auf dem Polsterproduktmarkt. Seit den 1970er Jahren wird er in dieser Form hergestellt. Das Herstellungsverfahren kommt ohne die Anwendung von Hitze aus, daher auch der Name „Kaltschaum“. Die Produktion entspricht im Grunde dem Verfahren eines PUR-Schaums, nur die Rezeptur ist eine andere. Der strukturelle Aufbau des Schaums ist gekennzeichnet durch die unregelmäßigen Poren, was auch den Hauptunterschied zum Polyätherschaum ausmacht. Hierdurch entsteht jedoch eine bessere Luftzirkulation und höhere Punktelastizität. Kaltschaum kommt vor allem in hochwertigen Polstermöbeln und Matratzen zum Einsatz. Die gute Belüftungsqualität macht Kaltschaummöbel besonders geeignet für Allergiker, da auf diese Weise ein trockenes und milben-unfreundliches Klima in der Polsterung geschaffen wird.

Polystyrol

Polystyrol ist ein weitverbreiteter Kunststoff, welcher gerne als Füllung von Sitzsäcken genommen wird und sich hervorragend dazu eignet. Der Kunststoff wird aus Erdöl gewonnen und ist einfach zu verarbeiten. Seine Eigenschaften sind besonders in der Verpackungsindustrie sehr wichtig und gefragt.

Die Gewinnung und Herstellung von dem Kunststoff

Polystyrol ist in der heutigen Zeit ein stark verbreiteter, thermoplastischer Massenkunststoff. Er wird durch das Polymerisationsverfahren gewonnen, die Substanz ist eine Flüssigkeit, die aus Erdöl gewonnen wird. Lange und gut beständig ist Polystyrol gegen Flüssigkeiten wie Benzin und Laugen, jedoch ist es sehr UV-empfindlich. Die eingeschränkte Temperaturbeständigkeit ist ebenfalls ein Nachteil des Produkts, welches zu Spannungsrissen in den Kügelchen führen kann.

Das Material ist in allen Farben färbbar und weist durch die spröde und leichte Masse, eine harte und schlagfeste Oberfläche auf. Die Verarbeitung erfolgt im Spritzgussverfahren. Die Masse ist außerdem der einzige Kunststoff, der für die Lagerung von Lebensmitteln, Fisch und Fleisch zulässig ist. Er nimmt keine Bakterien an, und kann somit auch nicht zur Vermehrung und zum Verderben von Lebensmitteln beitragen.

Einsatzgebiete und die Beschaffenheit von dem Kunststoff

Das weitere Einsatzfeld von Polystyrol ist sehr weit. Neben Lebensmittelverpackungen werden CD-Hüllen und viele Gebrauchsartikel aus dem Werkstoff gefertigt. Auch Kleiderbügel, Wäscheklammern und Sitzsäcke werden mit Polystyrol befüllt. Der reine Wirkstoff ist hart und spröde mit auffälligem Oberflächenglanz. Lösungsmittel können den Werkstoff angreifen, gegen Alkohol und Laugen ist der Werkstoff jedoch resistent.

Quadro-Auszug

In alten Holzmöbeln ruhen die Schubladen direkt auf einer Holzleiste. Meist sind sie schwergängig und nicht allzu weit zu öffnen, da sie sonst nach vorne kippen und am Ende ganz aus dem Möbel herausfallen. Teleskopschienen zur Führung der Schublade waren eine enorme Verbesserung. Ein Quadro-Auszug perfektioniert solche Schienen mit Kugellagern.

Der Quadro-Auszug – eine geniale Idee

Schon vor über 2.700 Jahren wurde die geniale Idee geboren, die Laufeigenschaften von Rädern zu verbessern. Bei Ausgrabungen wurde ein keltischer Streitwagen gefunden, in dem kleine, zylinderförmige Holzstücke in der Nähe der Radnaben angebracht waren. Ein Quadro-Auszug nimmt die Technik des Kugellagers auf, die im Maschinenbau und Präzisionstechniken schon lange angewendet wird. Ein solcher Auszug führt die Schublade auf vier unabhängigen Reihen Stahlkugeln, die in präzisen Stahlprofilen laufen. Sie lässt sich bis zur Gänze herausziehen, ohne dass sie unter Beachtung des zulässigen Höchstgewichts herausfällt. Die Stahlkugeln im Kugellager garantieren lange Haltbarkeit und reibungsloses Gleiten. Die Schublade wird sehr exakt und extrem leise geführt. Oft sorgt ein spezieller Verschluss für ein lautloses Schließen und ein spezielles Öffnungssystem für ein automatisches Öffnen auf kurzen Druck hin. Da Stahl gegenüber Temperaturschwankungen unempfindlich ist, kann sich nichts verziehen und die präzisen Gleiteigenschaften beeinflussen.

Einsatz in vielen Lebensbereichen

Der Quadro-Auszug wird in vielen Lebensbereichen eingesetzt. Gerade schwere Schubladen sind damit sicher und leicht zu öffnen, wie beispielsweise im Arbeitszimmer oder in der Küche. Besteckkästen gleiten reibungs- und lautlos dahin, breite Frontauszüge mit Pfannen und Töpfen werden kinderleicht und vollständig geöffnet, ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten.


Récamiere

Im Gegensatz zu früher werden heute Sofas als Récamiere bezeichnet, die zwar über eine Rückenlehne, aber über keine Seitenlehnen verfügen. Ursprünglich war die Récamiere ein Möbel, das eine Kombination aus Sitz- und Liegemöbel darstellte. Sie besaß zwei gleich hohe, geschwungene Armlehnen, verfügte jedoch über keine Rückenlehne. Benannt wurde dieses Möbelstück nach der Schriftstellerin Julie Récamier, die während der Erstellung eines Porträts auf diesem Sitzmöbel Platz nahm. Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte sich aus ihr die Chaiselongue.

Ein Möbelstück mit langem Lebenslauf

War es im 18. und auch noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts schick, Gäste auf einer Récamiere liegend zu empfangen, kam dieses elegante Möbel Mitte des 19. Jahrhunderts langsam aus der Mode. Aber es geriet nie in Vergessenheit. Mitte der 1920er-Jahre schuf der Möbeldesigner Le Corbusier eine schlichte Récamiere, die mit großem Erfolg in die europäischen Wohnzimmer Einzug hielt. Das Modell „B306“ mit einem schlichten Stahlgestell fand eine Vielzahl von Nachahmern und es entwickelten sich die unterschiedlichsten Varianten aus diesem der modernen Zeit angepassten Möbelstück.

Die Récamiere heute

Heute ist dieses Möbelstück eine Relaxliege, auf der sich herrlich entspannen lässt. Die Ausführungen und Designs reichen von schlicht bis pompös. Eine Vielzahl von Materialien sorgt für interessante Designs. Das Grunddesign mit den beiden Armlehnen und ohne Rückenlehne wurde zwar ersetzt durch ein Design, das eine Rückenlehne aufweist und Armlehnen oft nur andeutet. Aber trotzdem hat dieses Möbelstück nichts von seiner vor Jahrhunderten verliehenen Funktion verloren.

Renforce

Mit dem Begriff Renforce (frz. renforcer = verstärken) wird kein gänzlich eigenes Material bezeichnet, sondern lediglich der Gewebetyp eines Baumwollstoffes. Neben Frottier, Satin, Batist, Baumwollflanell, Jersey oder Linon wird dieser Gewebetyp häufig als Bettwäsche gebraucht.

Bettwäsche aus Renforce

Der Stoff zeichnet sich durch besonders hohe Strapazierfähigkeit aus. Trotz der Strapazierfähigkeit ist dieses mittelfeine Gewebe sehr weich und wird oftmals als sehr angenehm empfunden. Weiterer Vorteil des Stoffes ist die gute Verträglichkeit bei Allergiker. Häufig wird der Stoff mit Bettwäsche in Verbindung gebracht, seltener findet man es als Bestandteil eines Kleidungsstückes. Genau genommen ist dieser Stoff sehr gut für eine leichte Sommerbettwäsche geeignet, da sie aufgrund der Baumwolle Feuchtigkeit aufnimmt und temperaturausgleichend wirkt. Auch in der Produktion bieten sich für die Arbeit mit Renforce einige Vorteile. Genau genommen ist dieser Gewebetyp sehr gut für eine leichte Sommerbettwäsche geeignet, da sie aufgrund der Baumwolle Feuchtigkeit aufnimmt und temperaturausgleichend wirkt. Beispielsweise wird so mit verschiedensten Designs, modisch und gleichzeitig qualitativ hochwertige Bettwäsche hergestellt. Durchschnittlich besitzt der Gewebetyp 27 Fäden pro Zentimeter.

Renforce als pflegeleichte Bettwäsche

Da Renforce ein Baumwollstoff ist, kann dieser bei 60 °C gewaschen werden und ist daher sehr pflegeleicht und als Bettwäsche gut geeignet. Zudem sorgen die Belastbarkeit und eine lange Lebensdauer dafür, dass immer häufiger auf diesen Gewebetyp zurückgegriffen wird. Selten wird es auch für Blusen und Kleider verwendet.

Rollrost

Im Gegensatz zum Lattenrost mit Rahmen, welcher je nach Ausführung diverse Möglichkeiten zum Verstellen bietet, ist der Rollrost oder “Rolllattenrost” die einfachste Variante, eine Matratze zum Liegen auf einem Bettgestell zu platzieren.

Praktische und finanzielle Aspekte bei der Anschaffung

Wie der Name “Rollrost” bereits verrät, kann dieser Lattenrost, dessen Holzstreben mittels eines flexiblen Gurtes aus verschiedenen strapazierfähigen Materialien miteinander verbunden sind, gerollt werden. Diese Variante eines Rostes ist somit besonders platzsparend, sobald sie nicht benutzt wird. Zwar können auch feste Lattenroste demontiert werden. Der zeitliche Aufwand, einen Rahmen zu montieren und alle Streben einzusetzen ist jedoch enorm. Im Vergleich dazu kann ein Rolllattenrost binnen weniger Sekunden ein- und ausgerollt werden. Ausschlaggebend für den Kauf eines Rollrostes ist neben dem Aufbewahrungsaspekt insbesondere der Preis. Diese Roste sind, in Abhängigkeit vom verwendeten Material, bereits ab Preisen von zehn bis dreißig Euro erhältlich. Da nach dem Ausrollen und eventueller Fixierung auf dem Bettgestell Rolllattenroste keinen mechanischen Beanspruchungen beweglicher Teile ausgesetzt sind, ist auch ihre Haltbarkeit entsprechend hoch: Bewegliche Plastikverbindungen, welche einreißen oder porös werden könnten, sind nicht vorhanden.

Unterschiede zu nicht rollbaren Lattenrosten

Im Gegensatz zu Lattenrosten mit festen Rahmen und federnd gelagerten biegsamen Latten können Rollroste nicht verstellt und an Nutzerpräferenzen wie Härtegrade oder unterschiedliche Liegepositionen angepasst werden. Sollen nicht genormte Bettrahmen, beispielsweise ältere, ausländische oder antike Betten mit einfachsten Mitteln wieder in Gebrauch genommen werden, bietet sich die Verwendung von in der Länge flexiblen Rollrosten an.

S – Z

Satin

Die hohe Qualität des Materials Satin zeichnet sich durch eine individuelle Verarbeitung aus. Sowohl Fasern aus Seide und aus Viskose als auch aus Polyester und Baumwolle werden für die Herstellung des glänzenden Stoffes genutzt.

Satin, ein Stoff mit vielen Facetten der Verarbeitung

Satin besteht aus einer glänzenden und aus einer matten, gewebten Oberfläche. Modische Blusen, Jacken oder Hosen werden aus dem atlasgewebten Stoff hergestellt. Das glänzende Gewebe verleiht den Kleidungsstücken einen edlen und eleganten Stil. Besonders die weich fließenden Eigenschaften des Stoffes akzentuieren die individuellen Schnitte der modischen Textilien. Die Auswahl an Satinstoff ist umfassend und abwechslungsreich. Besonders reizvoll präsentiert sich einfarbiger Satinstoff. Tiefschwarz oder Knallrot sind besonders auffallende Farben und unterstreichen das edle Material. Satin mit eingewebten Mustern und Ornamenten wird für die Herstellung von Heimtextilien genutzt. Einen angenehmen und erholsamen Schlaf verspricht Satinbettwäsche, da sie angenehm kühl auf der Haut wirkt. Zudem sind die Stoffe besonders pflegeleicht und können normal in der Waschmaschine gewaschen werden. Der Stoff muss nicht gebügelt werden.

Tischwäsche aus Satin

Für festlich, gedeckte Tafeln gibt es Tischdecken und Servietten aus dem edlen Material. Hochwertiges Geschirr und Besteck betonen den individuellen Charakter eines gedeckten Tisches mit Satintischdecken. Die modernen Micro- und Macro- Satinstoffe unterscheiden sich nach Art der verarbeiteten Grundfasern. Sowohl lange Baumwoll- als auch Mikrofasern werden ineinander gewebt, glänzend sind alle Satinstoffe.

Schwebetür

Schwebetüren erfreuen sich seit einigen Jahren wegen ihrer Vielseitigkeit immer größer werdender Beliebtheit. Ohne viel Platz einzunehmen, sind Schwebetüren eine elegante Alternative für einen Raumteiler, eine Tür oder an einem Schrank.

Mehr Platz mit Schwebetüren

Früher hatte jeder Schrank eine Tür, die in den Raum geöffnet werden musste. Meist reichte der Platz zwischen Bett und Schrank dafür nicht aus. Seit einigen Jahren werden Schränke mit so genannten Schwebetüren angeboten. So ist wenig Platz kein Problem mehr. Ein Schwebetürenschrank bietet jede Menge Vorteile gegenüber herkömmlichen Kleiderschränken. Zum einen ist ein Schwebetürenschrank besonders platzsparend. Um die Türen zu öffnen, benötigt man nicht viel Platz, denn sie können einfach – und das ohne besonderen Kraftaufwand –  zur Seite geschoben werden. Ein einfacheres und platzsparenderes Öffnen ist kaum noch möglich. Schlafzimmer sowie kleine Räume bieten beispielsweise wieder vielmehr Platz und Komfort und Wohnzimmer lassen sich so leicht in Ess- und Wohnbereich unterteilen, ohne dass größere Umbauten vorgenommen werden müssen.

Schwebetür – eine lohnende Alternative

Gerade Schlaf- oder Kinderzimmer bieten meist nicht so viel Platz, um einen klassischen Kleiderschrank stellen zu können. Hier sind Raum sparende Schwebetürenschranke eine lohnende Alternative. Auch bei der Umgestaltung eines kleinen Raumes zu einem begehbaren Kleiderschrank spart man viel Platz. So kann er relativ nah an anderen Möbeln platziert werden und die Sachen können bequem entnommen und eingeräumt werden.

Strahler

Als Strahler werden Scheinwerfer bezeichnet. Sie erfüllen eine große Bandbreite an Aufgaben und kommen in vielen verschiedenen Bereichen zum Einsatz. Ohne sie wären viele Dinge heutzutage undenkbar bzw. nicht durchführbar.

Strahler als Lichtquellen: simpel und doch genial!

Strahler sind vom Aufbau her immer in etwa gleich. Ihre Bestandteile sind Reflektoren, eine Lichtquelle (meist eine Lampe), eine Glasscheibe, die transparent ist sowie manchmal auch optische Linsen, je nachdem, wo man ihn einsetzen will. All diese Elemente sind zusammen in einem Gehäuse, welches man meist auch bewegen kann. Der Reflektor bündelt vor dem eigentlichen Strahlvorgang das Licht. Dieses wird anschließend  quasi ausgegeben. Hierbei spielen Form, Kombination und Stellung der Linsen eine relativ große Rolle, was die “Form” des letztendlich ausgegebenen Lichtes anbelangt. Diese Faktoren sind dafür verantwortlich, ob das Licht gestreut oder gebündelt austritt. Ob es gebündelt oder gestreut austreten soll, ist letzten Endes abhängig davon, was man genau mit dem Strahler bezwecken möchte. Es gibt mannigfaltige Einsatzmöglichkeiten, vom Beleuchten von Konzerten, bis hin zu Suchscheinwerfern der Polizei.

Viele unterschiedliche Einsatzgebiete!

Häufig werden sie dazu verwendet Highlights zu setzen. Ob dies nun das alte Gemälde ist oder ein besonders gelungenes Möbelarrangement ist egal. Dinge sollen angeleuchtet oder ausgeleuchtet werden. Hervorgehoben und explizit betont. Dies ist die Hauptaufgabe der Scheinwerfer. Insbesondere wenn man etwas besonders schönes in der Wohnung beziehungsweise im Haus hat, kann man sie dort gut einsetzen.

Satztisch

Ein Satztisch ist ein Tisch oder Tischsystem, das aus mehreren, zueinander passenden Elementen besteht. In der Regel kann man die Module des Tisches übereinander schieben und die Einzelteile auf diese Weise praktisch verstauen.

Satztischsysteme – flexibel und schön

Diese Art von Tischen wird in sehr unterschiedlichen Ausführungsvarianten in Bezug auf das Design und auch auf die Materialien angeboten. So gibt es beispielsweise komplett quaderförmige Tische, die auseinander genommen bzw. bei Bedarf ineinander gestellt werden können. Hier kommt der Kubismus zum Tragen. Darüber hinaus gibt es aber auch Tische, die nicht symmetrisch aufgebaut sind, sondern beispielsweise nur über zwei Beine verfügen. So können Sie schnell auseinander- oder zusammengeschoben werden. Auch die Form der Tischplatten reicht bei diesem Tisch von rund bis quadratisch und von rechteckig bis oval – ebenso sind fantasievolle asymmetrische Varianten denkbar. Satztische werden heute von vielen Herstellern aus Holz, diversen Kunststoffen, Metall- und Glaselementen oder auch aus verschiedenen, miteinander kombinierten Materialien im Einzelhandel bzw. im Möbelfachhandel angeboten.

Für drinnen und draußen

Satztische gibt es sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Dabei überzeugen sie in der Regel überall dort, wo es gilt, räumlich flexibel z bleiben. So kann ein Garten-Satztisch beispielsweise praktisch sein, wenn spontan im Garten gegrillt werden soll und ein Satztisch für das Wohnzimmer macht es möglich, den kleinen Couchtisch in einen Platz für Brettspiele zu verwandeln.

Seide

Seide ist als einer der edelsten Stoffe bekannt. Gewonnen wird er aus den Fasern der Kokons der Seidenraupe, weshalb Seide größtenteils aus Proteinen besteht. So besonders ist das Material, weil es aus der einzigen textilen Endlosfaser besteht, die in der Natur vorkommt.

Die Geschichte der Seide

Schon früh in der Geschichte war der Wert der Seide bekannt, was sie zur begehrten Handelsware machte. Vor etwa 5.000 Jahren wurde die Faser zum ersten Mal in China entdeckt. Von hier aus eroberte sie langsam aber sicher die ganze Welt. Dabei wurde die feine Faser nicht nur als Tauschmittel für Geschäfte genutzt. Unter anderem wurden auch Gewänder mit dem kostbaren Faden genäht und Saiteninstrumente damit bespannt. Bis ins 13. Jahrhundert war sie ausschließlich als Importprodukt aus Indien, Persien und Zentralasien zu erwerben. Später, als Seidenraupen auch in Europa gezüchtet wurden, verlagerte sich die Produktion vor allem nach Italien und Frankreich. Da die Preise für den edlen Stoff damals sehr hoch waren, galt er als Luxusprodukt nur für Wohlhabende. Heute zählen Indien, Japan, Brasilien, Thailand und China als weltweit größten Seidenproduzenten.

Die verschiedenen Arten der Seide

Da sich die Seidenraupen überwiegend von den Blättern des Maulbeerenbaums ernähren, spricht man auch von Maulbeerenseide. Diese Art von Seide gilt durch den feinen, gleichmäßigen Faden als die hochwertigste. Allerdings gibt es einige verschieden Arten des Stoffes. So z. B. auch die Tussahseide, welche für einen unregelmäßigen, groben, gold- gelben Faden bekannt ist.

Schiebetür

Im Gegensatz zur häufiger gebräuchlichen Dreh- oder Schwenktür wird die Schiebetür durch horizontales Schieben geöffnet. Durch eine Konstruktion in Decke oder Boden wird es ermöglicht, die Tür zur Seite zu öffnen. Häufig gibt es dabei eine Laufschiene, die die Last der Tür trägt und eine Führungsschiene, die zu starkes Pendeln verhindert.

Schon im alten Rom geschätzt

Bereits im ersten Jahrhundert nach Christus wurden Schiebetüren in Häusern im alten Rom eingesetzt. Besonders geschätzt wurde dabei, dass sich diese Konstruktionsart für große Tore eignete, da sich das Gewicht der gesamten Tür nicht nur bloß auf die Angeln konzentriert, sondern sich auf die gesamte Länge der Laufschiene verteilen lässt. So war es möglich, auch große Öffnungen mit Türen zu verschließen. Heute wird eher die platzsparende, praktische Seite der Schiebetüren am häufigsten genutzt, wie zum Beispiel in VW-Bussen, die serienmäßig mit diesen Türen ausgestattet sind. Aber auch als Raumteiler findet diese aufwendigere Art von Tür vor allem im asiatischen Raum noch ihre Verwendung, wie das traditionelle Shoji der japanischen Architektur, eine lichtdurchlässige Konstruktion aus einem Holzrahmen und mit Reisstärkeleim aufgeklebtem Papier.

Auch im Möbelbau beliebt

Heute werden zwar Schiebetüren nur noch sehr selten in Häusern verbaut, da ihre Wartung und das Sauberhalten sehr viel schwieriger als bei normalen Türen ist, doch vor allem im Möbelbau wird diese Art der Konstruktion noch genutzt bei großen Schranksystemen, deren Türen sich durch seitliches Schieben öffnen lassen und somit viel Wohnraum sparen.

Sideboard

Ein Sideboard – im englischen Sprachraum oftmals auch side-table (= Beistelltisch) – genannt, ist ein kompaktes, halbhohes und mit mindestens zwei Türen und Schubladen versehenes Möbel aus der Kategorie der Kommoden, das äußerlich ein wenig an eine Truhe erinnert.

Funktion von Sideboards

Das Sideboard entstand aber, im Gegensatz zum Buffet, aus dem Tisch (siehe alternative englische Bezeichnung). Es ist meist ganz oder überwiegend aus Holz gefertigt und dient zur sowohl zur Aufbewahrung von Utensilien, die im Esszimmer benötigt werden (wozu zum Beispiel Geschirr, Besteck, Gläser, Tischdecken und Servietten zählen) als auch zum Anrichten von Speisen. Eine frühere deutschsprachige Bezeichnung für dieses Möbel lautet daher auch Anrichte (antiquiert: Kredenz).

Unterschiede zu anderen Möbeln

Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelten sich Sideboards eine Zeitlang zu einer eigenständigen Kunstform, waren meist aus teurem Mahagoni gefertigt und mit wertvollen Schnitzereien verziert; beliebt waren auch Marmor-Intarsien. Noch heute werden die Begriffe Sideboard und Buffet häufig synonym verwendet, obwohl ein wichtiges äußerliches Merkmal den Unterschied klar erkennen lässt: Sideboards sind allseits verziert – deshalb werden sie auch frei im Raum aufgestellt -, ein Buffet nicht, denn es steht grundsätzlich an der Wand. Eine Variante des Sideboards ist das Highboard. Beide Möbel können auch kombiniert werden.

Schlafsofa

War das Schlafsofa vor vielen Jahren ein minderwertiges Besuchermöbelstück, so ist es heute ein hochwertiger Einrichtungsgegenstand, das gleich zwei Bedürfnissen entgegenkommt. Es ist ein passables Schlafmöbel und lässt sich tagsüber in ein Sitzmöbel verwandeln, ohne dass eine der beiden Funktionen dabei unter der anderen leidet.

Das Schlafsofa als optisches Highlight

Das moderne Schlafsofa ist heute ein vollwertiges Möbelstück, dem nicht nur Möbelergonomen, sondern auch Designer erfolgreich ihre volle Aufmerksamkeit geschenkt haben. So setzt es tagsüber in hellen natürlichen Farbtönen einen Akzent in einem auf natürliche Materialien bedachten Wohnambiente. Wer einen Farbtupfer im Raum setzen möchte oder ein besonderes Flair mit Mustern und Drucken kreieren möchte, kann mit diesem Möbelstück seinen Wohnraum perfekt inszenieren. Das Sitzsofa kann komplett aus verschiedenen Schaumstoffelementen gebaut sein, aber auch zum Beispiel auf einem Chromgestell gelagert sein. Auch mit der Wahl dieser Optik, lässt sich ein Zimmer optisch stylen. Mit Accessoires wie Couchkissen lässt sich ein unifarbenes Sofa an den persönlichen Wohnraum anpassen und sich so weiter optisch integrieren. Nicht zuletzt, ist es auch im Handling deutlich komfortabler geworden.

Das Schlafsofa lohnt sich immer doppelt

In Zeiten, wo sich Wohnraum zunehmend verteuert, ist ein Sofa optisch und funktional die beste Lösung, um Platz zu sparen. Singles, Pärchen und Familien profitieren alle von einem solchen Funktionssofa. Tagsüber stellt das zum Sitzmöbel zusammengesetzte Sofa größeren Wohnraum zur Verfügung und nachts dient das moderne, ergonomisch durchdachte Schlafsofa einem entspannten Schlaf. Hochwertig verarbeitet, zeigt sich das Funktionssofa doppelt nützlich.

Soffa

Wenn umgangssprachlich vom Soffa die Rede ist, dann ist ein Sitzmöbel gemeint, welches Platz für mehrere Personen bietet: ein Sofa. Da die meisten von uns viel Zeit darauf verbringen, haben Sie sich sicher auch schon einmal gefragt, nach welchen Kriterien ein neues Sofa ausgesucht werden sollte, das die eigenen Ansprüche voll und ganz erfüllt. Die Suche wird durch das überwältigende Angebot an Formen und Farben nicht gerade erleichtert.

Auswahlkriterien für ein individuelles Sofa: Material, Farbe & Stil

Zunächst muss sich der Interessent für ein Material entscheiden: Soll das neue Sofa über einen Stoff- oder einen Lederbezug verfügen? Bei der Größe reicht die Auswahl vom Zweisitzer bis zum Megasofa, das Platz für die gesamte Familie bietet. Welches Möbelstück letztendlich den Weg in die eigenen vier Wände findet, hängt auch von der bestehenden Einrichtung ab. Das Design des neuen Sofas muss sich in den bestehenden Stil einpassen – oder gezielt einen Kontrast setzen. Dazu stehen sowohl farblich dezente als auch sehr auffällige Farben zur Verfügung.

Abschied vom “ollen Soffa”: So finden Sie Ihr Wunsch-Sofa

Um die gewünschte Wohlfühl-Atmosphäre des heimischen Wohnzimmers zu unterstützen, muss auf jeden Fall der Sitzkomfort stimmen: Zukünftige Besitzer müssen sich Gedanken machen, ob sie eher harte oder weiche Polsterung bevorzugen. Doch neben der Sitzgelegenheit bieten moderne Sofas weitere Funktionen. Das Schlafsofa beispielsweise eignet sich hervorragend, um Gäste unterzubringen. Eine Couch kann zudem genutzt werden, um in großen Zimmern den Sitzbereich vom Rest des Raumes abzugrenzen. Auch über passende Accessoires wie Kissen oder den geeigneten Beistelltisch sollten sich Einrichter rechtzeitig informieren.

Teakholz

Teak ist eine Holzart, die aus Südostasien stammt. Auf Grund der Holzbeschaffenheit ist es sehr hart, robust, edel und hochwertig. Verantwortlich für die hohe Qualität des Holzes ist die extreme Dichte von 680 kg/m3.

Robust, witterungsbeständig, vielseitig: Teakholz ähnelt Eiche

Es zeichnet sich durch eine hohe Lebensdauer, einer Unanfälligkeit gegenüber Insektenbefall und Verwitterung sowie einer schweren Entflammbarkeit aus. Diese Eigenschaften stammen vor allem aus der natürlichen Beschaffenheit des Holzes, so hat es einen sehr hohen Anteil an Öl- und Kautschuk. Der Teak-Baum stammt ursprünglich aus Thailand, Birma und Indien und gehört der Gattung Laubmischwald an. Im ausgewachsenen Zustand wird der Baum fünfzig Meter hoch bei einem Durchmesser von bis zu einem Meter. Ein sechzig bis achtzig Jahre alter Baum bringt das beste Holz zur Verarbeitung. Von der Festigkeit lässt sich dieses Holz mit der europäischen Eiche vergleichen. Farblich schimmert das Teakholz in einem gelblich bis gelb-braunen Ton und nimmt nach etlichen Jahren eine hellgraue Färbung an, die man als Patina bezeichnet.

Verwendet wird Teakholz auf Grund seiner hervorragenden Qualitäten in Witterungsbeständigkeit und Härte wo immer es darauf ankommt: Zum Beispiel beim Bau von Booten und Holzschiffen, bei konstruktiven Holzbauten wie Pavillons, Außentreppen und Dächern, und hierzulande vor allem bei der Fertigung von Gartenmöbeln, Sichtschutzwänden und Paneelen.

Tonnentaschenfederkern

Matratzen mit Tonnentaschenfederkern gehören zu den Federkernmatratzen. Im Gegensatz zu Natur- oder auch Schaumstoffmatratzen ist bei ihnen ein Stahlfederkern eingearbeitetet, über dem verschiedene Materialien dem Tonnentaschenfederkern als Polsterung dienen. Die Tonnentaschenfederkernmatratzen bilden dabei eine Variante von Federkernmatratzen – und Bonnellfederkernmatratzen die andere.

Besonderheiten des Tonnentaschenfederkerns

Im Gegensatz zu herkömmlichen Federkernformen haben die Metallfedern bei Tonnentaschenfederkernmatratzen keine taillierte, sondern eine bauchige Form. Sie werden einzeln in Stofftaschen eingenäht worden, sodass eine größere Punktelastizität der Matratze ermöglicht wird. Die Biegeelastizität ist daher bei Tonnentaschenfederkernmatratzen vergleichsweise hoch, bei Federkernmatratzen generell aber durch das starre Innere dennoch geringer als bei anderen Matratzenformen. Neben dem Kompromiss zwischen Festigkeit und Flexibilität der Tonnentaschenfederkernmatratzen gibt es auch weitere Vorteile: Die während der Benutzung eindringende Feuchtigkeit wird dank des guten Raumklimas unproblematisch wieder an die Raumluft abgegeben. Eine Schimmelbildung ist nahezu auszuschließen. Darüber hinaus sind diese Bettauflagen robust und vergleichsweise kostengünstig. Moderne Modelle bieten auch den Körperregionen entsprechend verschiedene Liegezonen an. Und trotz des metallenen Innenlebens sind sie zumindest mit einfachen Lattenrostmodellen kompatibel.

Nachteile des Federkerns

Auf der anderen Seite sind Federkernmatratzen mit verstellbaren Lattenrosten kaum kombinierbar. Das liegt zum einen an der erwähnten Starrheit, zum anderen auch daran, dass sie in ihrem Aufbau meist nur darauf ausgerichtet ist, dass das Körpergewicht direkt von oben auf sie wirkt. Der Druck der Federn auf die Polsterung kann auf Dauer zum Verschleiß der Auflage führen!

Terrassenmöbel

Sie werden auch Outdoormöbel genannt und bestehen in der Regel aus witterungsbeständigem Material wie Holz, Metall und Kunststoff. Terrassenmöbel können ebenfalls auf dem Balkon oder im Garten platziert werden – je nach den örtlichen Gegebenheiten.

In den letzten Jahren erlangte der Trend des „Draußen-Wohnzimmers“ einen Höhenflug, so dass nun auch Ecksofas und Loungesessel in witterungsbeständigen Materialen für draußen hergestellt werden. Daneben gehören die Sitzgruppe, der Grill, die Schaukel, die Bank und weitere Möbelstücke ebenso so zur Ausstattung unter freiem Himmel.

Terrassenmöbel für das Wohnzimmer im Freien

Moderne Terrassenmöbel bieten für jeden Geschmack das passende Design. So werden Terrassen, Balkone oder der Garten zum Lieblingszimmer während der Sommermonate. Die Freiflächen lassen sich mit ebenso viel Liebe und Sorgfalt ausstatten wie eine Wohnung oder ein Haus. Passende Outdoormöbel und geschickt arrangierte Dekorelemente füllen sie mit Leben. Die neuen Möbel wurden so entwickelt, dass sie praktisch und bequem sind und auch lange halten. Elegantes Design, moderne Stoffe und trendige Farben machen die Möbel zum Blickfang auf jeder Terrasse.

Einladende Sitzgruppen sind nur für das Wohnzimmer? Weit gefehlt, denn die Terrassenmöbel im Lounge- Stil entsprechen nicht nur dem Zeitgeist, sondern bringen ein ganz besonderes Flair auf den Balkon oder in den Garten. Einfach “draußen im Freien” ist heute keiner mehr. Heute wird draußen gelebt! Im Freien leben ist der neue Lifestyle. Der Garten ist schon längst zum Wohngarten in der warmen Jahreszeit geworden, die Terrasse zum zweiten Wohnzimmer. Wer sich sein Wohnzimmer im Freien schafft, muss auf Komfort und Luxus nicht verzichten. Outdoormöbel aus aktuellen und modischen Materialkombinationen überzeugen durch ansprechendes Design, kombiniert mit Funktionalität, Eleganz und Komfort. Das vielfältige Sortiment an Gartenmöbeln umfasst Sitz- und Tischmöbel, Liegen, Sonnenschutz, Loungemöbel, Schaukeln und Accessoires aus witterungsbeständigen, pflegeleichten und hochwertigen Materialkombinationen im puristischen, rustikalen oder zeitlosen Design.

Trevira®

Trevira ist eine deutsche Erfindung und der Markenname einer Spezialfaser aus Polyester. Bereits im Jahr 1932 wurde der Name als Warenzeichen eingetragen. Entstanden ist das heutige Unternehmen Trevira GmbH aus der traditionsreichen Kunstseidenfabrik Bobingen in der Nähe von Augsburg, die unter anderem Ballonseide für Heißluftballons herstellte.

Trevira – ein Name, der durch Verwechslung entstand

Entstanden ist der Name Trevira durch einen Irrtum des damaligen Werksleiters Adolf Kämpf, eines Chemikers, der neu hinzugezogen war. Ursprünglich hatte Kämpf den Namen des neuen Kunstgarns von der römischen Bezeichnung der Stadt Augsburg ableiten wollen, er benutzte jedoch versehentlich den Namen von Trier, Augusta Treverorum – doch auch, als diese Verwechslung aufgedeckt war, wurde der Markenname beibehalten. So begann für Trevira eine abwechslungsreiche Geschichte von der ersten Verwendung bis zum weltweit bekannten Produkt in der Form von Fasern, Filament-, Glatt- und Texturgarne mit einem breit gefächerten Einsatzbereich. Der Hauptstandort liegt immer noch im bayerischen Bobingen, daneben gibt es jedoch auch einen Produktionsstandort im brandenburgischen Guben und ein Marketing- und Vertriebszentrum in Hattersheim in der Nähe von Frankfurt am Main sowie etliche Auslandsvertretungen.

Einsatzbereich des Stoffes

Heute ist Trevira über ein halbes Jahrhundert im Einsatz und global der einzige Hersteller, der die gesamte Palette textiler Polyesterprodukte aus einer Hand anbieten kann. Einsatzgebiet für den strapazierfähigen Stoff sind zum Beispiel Autositze oder Bürostühle, technische Textilien und Hygieneprodukte genauso wie Bekleidung sowie Heim- und Haustextilien.

Textilkennzeichnung

Was bedeutet Textilkennzeichnung?

Unter Textilkennzeichnung versteht man die Auszeichnung der Bestandteile eines Textilerzeugnisses, wie sie vom Gesetzgeber im Textilkennzeichnungsgesetz (TextilKennzG) geregelt ist.

Welche Produkte müssen gekennzeichnet werden?

Vorgeschrieben ist die Kennzeichnung aller Produkte, die gemäß § 2 (TextilKennzG) Textilerzeugnisse sind. Das Gesetz definiert ein Textilerzeugnis als ein Produkt, das mindestens zu 80 % seines Gewichtes aus textilen Rohstoffen besteht. Zu den kennzeichnungspflichtigen Produkten zählen demnach Kleidung, Bezugstoffe für Möbel, vor allem für Polstermöbel und Matratzen, aber auch Möbelteile, Schirme, Gartenmöbel, Campingartikel, Futterstoffe von Schuhen und Handschuhen sowie Fußbodenbeläge.

Wie und wo muss die Kennzeichnung erfolgen?

Laut § 5 des Textilkennzeichnungsgesetzes müssen die Gewichtsanteile der textilen Rohstoffe im Prozentsatz des Netto-Textilgewichtes angegeben werden. Zu beachten ist ferner die absteigende Reihenfolge der Angaben. Das bedeutet: Derjenige textile Rohstoff, der am meisten im Produkt enthalten ist, muss zuerst genannt werden, anschließend der Rohstoff, der den zweitgrößten Anteil bildet, zuletzt wird der Rohstoff mit dem geringsten prozentualen Anteil aufgeführt. Die Textilkennzeichnung muss am Produkt selbst angebracht, gemäß § 9 (TextilKennzG) außerdem in einem einheitlichen Schriftbild dargestellt werden und insgesamt leicht lesbar sein.

Darüber hinaus ist die Kennzeichnung bei Mustern, Proben und Produkt-Abbildungen sowie in Prospekten, Katalogen und selbstverständlich auch auf Websites vorgeschrieben. Denn auch Produktbeschreibungen von Textilerzeugnissen dürfen – unabhängig vom gewählten Medium – “… gewerbsmäßig letzten Verbrauchern zur Entgegennahme oder beim Aufsuchen von Bestellungen auf Textilerzeugnisse nur gezeigt oder überlassen werden, wenn sie mit einer Rohstoffgehaltsangabe für die angebotenen Textilerzeugnisse versehen sind …” (Auszug § 1, Absatz 2 TextilKennzG).

Beispiel einer Textilkennzeichnung der Marke DinoZ

Stoff: Tiffany; Farbe: noisette; Nutzschicht: 56% Acryl, 44% Polyester

Tuften

Tuften oder Tufting stammt von dem englischen Wort “to tuft” ab, welches übersetzt “mit Büscheln verzieren” bedeutet. Gemeint ist damit eine Herstellungsmethode für textile Bodenbeläge wie Teppiche und sogar für Kofferraumauskleidungen. Das älteste erhaltene Stück Stoff, welches per Tufting hergestellt wurde, stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr..

Wie das Tuften funktioniert

Als Ausgangsmaterial für das Tufting verwendet man Vlies oder ein spezielles Gewebe. Dieses wird zu Beginn gleichzeitig von mehreren Nadeln durchstochen. Das an den Nadeln befestigte Garn wird nach dem Durchstechen, auf der anderen Seite festgehalten – dafür nutzt man die sogenannten Greifer. Die Oberseite des Vlieses oder Gewebes ist jetzt von mehreren Schlaufen übersät: Die Bezeichnung für ein solches Gewebe ist Schlingenflorteppich. Nach diesem Vorgang werden die Schlaufen von einem Messer durchschnitten. Das Messer befindet sich in der Regel schon direkt am Greifer, weshalb das Bilden der Schlaufen und das Durchschneiden in einem Durchgang erfolgt. Des Weiteren folgt das Kaschieren, bei welchem das Garn mit einer Latex-Substanz überzogen wird. Durch diese Methode entsteht ein Zweitrücken, welcher den Garn am Grundmaterial befestigt.

Scheren und Handtuften

Da teilweise auch Tuftingstoffe mit Mustern versehen werden sollen, gibt es noch die Möglichkeit des Scherens. Mithilfe eines Rotationsmessers werden einzelne Bereiche des Schnittflorteppichs unterschiedlich hoch bzw. tief abgeschnitten, wodurch ein Muster erkennbar wird. Tuftingwaren werden oftmals maschinell fabriziert, können aber auch per Handtuften hergestellt werden.

Tischgruppe

Eine Kombination aus Esstisch und Stühlen nennt man Tischgruppe. Ergänzen kann man solche Kombinationen mit Sitzbänken und Hockern. Der Vorteil hierbei ist, dass die Stühle, Bänke oder Hocker zum Tisch passen. So ergeben sich keine Probleme beim Zusammenstellen der einzelnen Möbelteile.

Tischgruppen gibt es in verschiedenen Formen, Farben und Materialien, dabei ist jedoch Bequemlichkeit und Komfort sehr wichtig, damit der Körper des Sitzenden entlastet und nicht strapaziert wird.

Bei der Auswahl der Tischgruppen, gibt es die Möglichkeit, dass die dazugehörigen Stühle mit oder ohne Armlehne angeboten werden. Wichtig bei Stühlen mit Armlehnen: Der Sitzkomfort sollte dabei nicht beeinträchtigt werden. Wenn Sie Bänke dazu stellen möchten, ist daran zu denken, dass diese entweder über abgeschlossene Rückenlehenen verfügen oder im Unterschied zu den Stühlen gar keine Lehnen aufweisen. Bei einer freien Aufstellung der Tischgruppe kann dieser äußere Unterschied vielleicht stören. Wird die Tischgruppe über Eck an zwei Wände gestellt, fällt der Bruch kaum auf und wird als natürlicher Übergang wahrgenommen.

Unterfederung

Ein Teil der Unterkonstruktion von Polstermöbeln und Betten ist die Unterfederung. Für Betten gilt die Unterscheidung in drei verschiedene Arten. Hierbei gibt es den Federholzrahmen, den Teil- oder Modulrahmen und den teilaufgelösten Modulrahmen. Die Unterfederung muss immer optimal mit der darüber liegenden Matratze abgestimmt sein und somit eine Einheit bilden.

Durch diese Kombination werden die positiven Eigenschaften beider Teile entfaltet und zu einem einheitlichen Schlafsystem verbunden. Eine Unterfederung muss unterstützend wirken und darf durch die ständig wechselnden Schlafpositionen nicht zu starr sein.

Unterfederung: Nicht nur für Betten, sondern auch für Polstermöbel

Bei Polstermöbeln gilt ähnliches: Polsterung und Unterfederung müssen aufeinander abgestimmt sein. Nur so kann ein gewisser Sitzkomfort gewährleistet werden. In aktuellen Möbeln lassen sich Stahlwellenfedern (wellenartig geformter Stahldraht, der leicht gewölbt in den Sitzrahmen gespannt wird), Federkerne (Sitzfläche wird von tonnenförmigen Stahlfedern getragen) oder Elastikgurte (unterschiedliche Materialien, bilden im Sitzgestell eine gerade Fläche, geringerer Federweg) als Unterfederung wiederfinden. Filz oder Federleinen sind hier die Werkstoffe, die zur Abdeckung der Unterfederung dienen und den darüberliegenden Schaum schützen sowie die Belastung auf den Punkt ableiten.

Unterschrank

Der Unterschrank wird oft auch als Sideboard oder, antiquiert, als Kredenz bezeichnet. Ursprünglich handelte es sich dabei um einen niedrigen und länglichen Schrank zur Aufbewahrung von Geschirr und Heimtextilien wie Tischdecken und Platzsets. Das Servieren und Anrichten von Speisen findet auf der Arbeitsplatte statt, ebenso dient sie als große Ablagefläche für Dekoration.

Einsatzzwecke des Unterschranks

Aus dem Büro-Alltag ist der kleine halbhohe Schrank auch nicht wegzudenken. Hierbei dient er vor allem als Bestandteil des Arbeitszimmers und wird oft zur Archivierung von Akten, Dokumenten und verschiedenen Utensilien verwendet. Bekannt ist er außerdem aus dem Küchenbereich und aus dem Badezimmer. Im Gegensatz zu Hänge- und Oberschränken steht er auf dem Boden und wird in der Küche unter der Arbeitsplatte aufgebaut und dient zur Verstauung von Pfannen, Töpfen und Lebensmitteln sowie Küchenutensilien und Reinigungsmitteln. Der Unterschrank im Badezimmer kann alleine stehen oder bietet Stauraum als Waschbeckenunterschrank: Hand- und Badetücher sowie Pflegeprodukte finden dabei Platz.

Funktion und Ausstattung des Unterschranks

Unterschränke sind multifunktional im Haushalt einsetzbar und variantenreich. So kann dieses Möbel Schubladen, Türen und Einlegeböden besitzen. Der Schrank kombiniert meist Schubladen und Türen. Die Materialien, aus denen er gefertigt wird, umfassen vorwiegend Glas, holzähnliche Stoffe und Kunststoff.

Viskose

Viskose ist eine Chemiefaser aus dem Grundstoff Cellulose. Sie wird mithilfe des Viskoseverfahrens  industriell hergestellt. Es werden verschiedene Komponenten zu einem Viskosebrei verarbeitet und mit Spinndüsen zu einem Garn verfestigt. Die chemische Zusammensetzung ähnelt dabei stark der von Baumwolle.

Ein Material mit vielen Verwendungsmöglichkeiten

Viskose findet in vielen Bereichen Anwendung. Sie wird aufgrund ihrer Ähnlichkeit zur Baumwolle häufig für Textilien, Hygieneartikel sowie für Schwämme verwendet. Insbesondere Matratzen werden immer häufiger aus Viskoseschaum hergestellt. Viskose kann mehr Flüssigkeit aufnehmen als vergleichbare Materialien. Für Matratzen ist eine gute Flüssigkeitsaufnahme von großer Bedeutung, da der Körper in der Nacht viel davon verliert. Durch eine hohe Elastizität passt sie sich dem Körper sehr gut an. Durch diese Elastizität geht das Material auch immer wieder in seine ursprüngliche Form zurück. Das Material reagiert auf die Körperwärme, diese Eigenschaft hat man sich von einem Polymer der NASA abgeschaut. Viskose ist sehr resistent gegenüber Bakterien, Milben und Staub. Daher wird sie gerne im medizinischen Bereich eingesetzt und ist auch für Allergiker gut geeignet.

Viskose hat eine lange Lebensdauer

Im Vergleich zu ähnlichen Materialien, wie Baumwolle, ist der Verschleiß bei der Viskose geringer. Das Material ist sehr robust. Bei der Herstellung von Matratzen kommen keine mechanischen Teile zum Einsatz, die einen Verschleiß steigern würden. Somit ist es ein beliebtes Material für eine lange Lebensdauer.

Vitrine

Wortherkunft

Das Wort Vitrine (frz. vitrine = Glaskasten, Schaukasten, Schaufenster; Synonym: étalage) stammt ursprünglich vom lateinischen Substantiv vitrium (= Glas). Geprägt wurde das Wort in der französischen Sprache aus vitre (= Glas), aus der es in unveränderter Schreibweise und identischer Bedeutung ins Deutsche übernommen wurde.

Begriff Vitrine

Unter einer Vitrine versteht man im Allgemeinen einen Behälter, der auf mindestens einer Seite durchsichtig ist und dazu dient, Objekte auszustellen. Meist handelt es sich dabei um Ware, die zum Verkauf angeboten wird. In diesem Zusammenhang stößt man im Deutschen gelegentlich noch auf den – mittlerweile antiquierten – Begriff “Schaukasten”. Daneben hat die Vitrine noch eine Schutzfunktion: Die ausgestellten Gegenstände sollen zwar sichtbar sein, andererseits aber auch vor Diebstahl, Vandalismus oder/und schädlichen Umwelteinflüssen (wie z.B. im Falle von wertvollen alten Manuskripten in Museen) bewahrt werden.

Vitrinen in der Möbelindustrie

Als Vitrinen bezeichnet man in der heutigen Möbelindustrie Kommoden, Schränke oder Regale (separat oder in Wohnwände integriert), die auf mindestens einer Seite über eine Glastür verfügen. Auch im Kontext Möbel erfüllt die Vitrine sowohl eine Ausstellungs- als auch eine Schutzfunktion. Vitrinen eignen sich perfekt dazu, Sammelstücke, Deko-Artikel und Accessoires wirkungsvoll in Szene zu setzen und – gerade im Fall von wertvollen und empfindlichen Objekten – gleichzeitig vor Diebstahl oder Beschädigung sowie vor unerwünschten Einflüssen aus der Umgebung (dazu zählen zum Beispiel Staub, Feuchtigkeit oder direkte Sonneneinstrahlung) zu schützen. Moderne Vitrinen sind meist mit einer Beleuchtung versehen – oftmals mit automatischem Farbwechsel und weiteren Spezialeffekten. Optisch große Ähnlichkeit mit der Vitrine hat, abhängig von der Ausführung, das Highboard.

Wandboard

Ein Wandboard ist ein Regalbrett, welches häufig aus Holz, gegebenenfalls aber auch aus Kunststoff oder anderen Materialien besteht. Es fungiert als Aufbewahrungs- und Ablagefläche. Farbe und Größe sind variabel, meist hat es allerdings eine Breite zwischen 30 und 70 cm und eine Höhe und Tiefe von 20 bis 30 cm.

Befestigung und Pflege

Ein Wandboard zu befestigen stellt sich meist als relativ geringer Arbeitsaufwand dar. Kauft man diesen Einrichtungsgegenstand, erhält man mit dem Produkt selbst eine Befestigungsvorrichtung mitgeliefert. Es ist möglich, Regalbretter mit Dübeln, Haken oder Schrauben anzubringen, dies variiert von Produkt zu Produkt. Da Wandboards häufig aus Holz bestehen, ist eine angemessene Pflege unverzichtbar. Holzmöbel können sich bei starken Kälte- und Wärmeschwankungen schnell verziehen, das heißt ihre Form und Struktur minimal ändern, demnach sollte ein Wandboard möglichst nur der Zimmertemperatur ausgesetzt sein. Zum Reinigen ist ein feines, nicht zu raues Tuch sinnvoll, welches etwas feucht gemacht wurde. Zu nass darf es hingegen nicht sein, da das Holz trotz einer Polierschicht schnell Wasser aufnehmen kann, was unbedingt bei der Reinigung vermieden werden sollte.

Nutzen und Gebrauch

Ein Wandboard findet in jedem Zimmer einen entsprechenden Gebrauch, vom Wohnzimmer, über Büroräume als auch Bäder und Küchen. Es ist an einer beliebigen Wand eines Raumes befestigt und wird als Abstellfläche für Bücher, Ordner, Gewürze, Küchenutensilien, aber auch dekorative Gegenstände wie Bilderrahmen, Kerzen oder Ähnlichem benutzt.

Wasserbett

Das besondere Kennzeichen an Wasserbetten als Schlafsystem ist die mit Wasser gefüllte Matratze. Weiterhin bedarf es einer speziellen Unterkonstruktion, damit das Gewicht des Wassers getragen werden kann.

Vorteile von Wasserbetten gegenüber anderen sind die optimale Anpassung an den Körper, um Wirbelsäule und Gelenke zu schonen. Weiterhin eignen sie sich optimal für Allergiker und Menschen mit Rückenschmerzen. Das Wasser passt sich immer perfekt an den Körper an und bietet so als Schlafunterlage die beste Druckentlastung.

Wasserbett-Systeme und Unterschiede

Bei Wasserbetten gibt es unterschiedliche Systeme: Monosysteme bestehen aus einem einzelnen Wassersack und Dualsysteme, die ab 160 cm Bettbreite möglich sind, bestehen aus zwei nebeneinanderliegenden Wassersäcken. Eine Sicherheitswanne sorgt dafür, dass die Kerne sicher liegen und selbst bei einem Loch kein Wasser austreten kann. Damit das Wasser nicht kalt genug ist besitzen die Wasserbetten ein regelbares Heizsystem. So besteht die Möglichkeit der individuellen Wärmeanpassung nach persönlichen Bedürfnissen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal bei Wasserbetten ist die Unterbringung der Wassertechnik.

  • bei den günstigeren Hardside-Bettenliegt die Technik in einer Holzumrandung
  • bei Softside-Bettenliegt sie in einer Schaumumrandung

Einen Vorteil haben die Softside-Betten gegenüber den günstigeren Alternativen: Das Ein- bzw. Aussteigen aus dem Bett ist wesentlich angenehmer. Und ein weiteres Plus: Die Lebensdauer von Wasserbetten im Verhältnis zu normalen Matratzen ist bedeutend länger. So weist Wasser als Material keine Ermüdungserscheinungen wie zum Beispiel eine Federkernmatratze auf.

Wohnkombination

Die Wohnkombination oder Wohnwand ist ein aus verschiedenen Elementen des gleichen Stils bestehendes Möbel im Wohnzimmer. Dabei sind die verschiedenen Elemente optisch aufeinander abgestimmt. Neben dem Sofa gehört sie zu den wichtigsten Kernkomponenten im Wohnraum. Sie lässt sich aus verschiedenen Kombinationen wie Lowboards, Hängevitrinen und offenen sowie geschlossenen Regalen zusammenstellen.

Dabei bietet die Wohnkombination Platz für Fernseher und HiFi-Geräte sowie variablen Stauraum um Gläser, Geschirr, Bücher und mehr unterzubringen. Ebenso kann sie mit einer Vitrine ausgestattet sein. Diese lässt sich mit einer Beleuchtung ausstatten, um die darin befindlichen Gegenstände eine besondere Note zu verleihen. Im Gegensatz zum klassischen Wohnzimmerschrank hat eine Wohnkombination den Vorteil, dass sie sich den Gegebenheiten des Raumes anpasst. So kann sie variabel und individuell aufgestellt werden, je nachdem was untergebracht werden soll.

Wohnkombinationen lassen sich in verschiedenen Größen mit unterschiedlichen Elementen erwerben. Außerdem haben einige die Möglichkeit sich erweitern zu lassen. Neben dem Variantenreichtum werden sie auch in allen möglichen Farben angeboten. Dabei können sie aus Massivholz oder Teilmassivholz bestehen. Eine moderne Form der Kombination ist die Ausstattung mit einer farbigen Beleuchtung durch LED und Hochglanzfronten oder auch einem kompletten Korpus in Hochglanzoptik.

Wandregal

Das Wandregal ist ein Möbel, welches dem Zweck des Verstauens von Gegenständen wie Büchern, Bilderrahmen und anderen Utensilien dient.

Gegenüber normalen Regalen unterscheidet sich dieser Regaltyp dadurch, dass die meisten Modelle aus einem Board bestehen, welches direkt an der Wand befestigt wird. So verschieden die Formen und Größen der Regale sind, so verschieden sind auch die Materialien aus denen sie bestehen. Oft kommen Massivholz- oder MDF-Platten zum Einsatz. Massivholz ist für diesen Einsatzzweck durch seine Robustheit und Tragfähigkeit besser geeignet als Wandregale aus einem Spanplattenverbund. Ein preislicher Vorteil existiert bei Spanplatten als verwendetes Material nicht. Die Belastung des Wandregals ist, je nach Beschaffenheit der Wand und Art der Halterung, in der Regel mit 5 bis 20 Kilogramm möglich. Befestigt wird das Wandregal mit Dübel, Schrauben oder auch Haken an der entsprechenden Wand.

Wickelkommode

Die Wickelkommode ist neben dem Bettchen das wichtigste Möbel für Neugeborene. Meist aus Holz gefertigt und mit einer weichen Auflage versehen, erleichtert sie das Wechseln der Windeln eines Babys durch die angenehme Höhe.

Verschiedene Ausführungen einer Kommode zum Wickeln

Wickelkommoden sind als Aufsatz für andere Möbelstücke wie Tische oder Regale erhältlich oder als eigenständiges Möbel. Handelt es sich um letzteres sind unter der Auflage meist ein kleiner Schrank oder ein Regal angebracht, um die Kleidung des Kindes, sowie die Pflege- und Hygieneartikel zu verstauen. Die Kommoden sind in unterschiedlichen Farben erhältlich und können so individuell an die Wünsche der Eltern angepasst werden. Ein eindeutiges Rosa oder Blau ist je nach Geschlecht des Kindes stets passen, allerdings bevorzugen manche eher eine schlichte Holzfarbe oder ein neutrales Weiß, welches mit Motiven wie Blumen oder Autos verziert werden kann. Die weiche Auflage kann aus einer Decke bestehen, empfehlenswert wäre jedoch ein abwaschbares Polster, welche eine hygienisch saubere Atmosphäre garantiert und so die Gesundheit des Kindes sicher stellt.

Vorsicht bei der Verwendung einer Wickelkommode

Bei der Verwendung einer Babyzimmerkommode ist darauf zu achten, das Kind keinen Moment aus den Augen zu lassen. Babys können sich innerhalb von Sekunden durch eine schnelle Drehung in Gefahr bringen und stürzen, was zu langfristigen Schädigungen führen würde. Zwar sind viele Modelle mit einem erhöhten Rand versehen, doch kann ein Unfall nur durch eine wachsame Beobachtung verhindert werden.

Wohnlandschaft

Der Begriff Wohnlandschaft umfasst eine große Sitzgelegenheit, die aus mehreren Sofa- und Sesselelementen sowie Liegeelementen besteht. Wohnlandschaften werden als fertige Kombinationen oder auch einzeln angeboten.

Oft werden sie V-förmig oder U-förmig aufgebaut und lassen sich frei kombinieren und im Wohnzimmer aufstellen. Durch die verschiedenen Bauarten der Rücklehnen, zum Beispiel mit Stoffbespannung, lassen sich offene Stellmöglichkeiten in den Raum hinein gestalten.

Ausgestattet mit einer Récamière oder Ottomane bietet sie eine optimale Raumnutzung sowie genügend Fläche zum Sitzen und Liegen. Außerdem besitzen einige Wohnlandschaften eine Bettfunktion, so dass die Couch zu einer Schlafmöglichkeit umgebaut werden kann. Sie ist Teil der modernen Wohneinrichtung und wird immer beliebter, außerdem findet die Wohnlandschaft sowohl in großen wie auch in kleinen Räumen Platz. Durch die Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten in Form, Farbe und Material, passen sie sich ebenso an die verschiedenen schon vorhandenen Möbel an. Ein guter Sitzkomfort wird ebenso gewährleistet. Für lange Haltbarkeit sorgen eine Federkernunterkonstruktionen sowie massive Standfüße aus Holz oder Metall.

Wangenfuß

Unter dem Begriff Wangenfüße versteht man Tisch- und Bankbeine, die gerade oder leicht geschwungen verlaufen und durchgehend sind. Diese sind also wie eine Platte gearbeitet und somit ideal für Möbel, die direkt an die Wand gestellt werden sollen oder an ebenfalls geraden Möbeln angrenzen.

Ideal kombinierbar und immer zeitlos

Bei den Wangenfüßen wird immer bewusst auf Verzierungen verzichtet, denn die klassische Einfachheit steht dabei im Vordergrund. Verwendete Materialien hingegen sind sehr variabel und so können die Beine aus Holz, aber auch aus Aluminium oder gar Stein gefertigt werden. Die gerade Linie ist zeitlos modern und bestens geeignet für Wände oder als Anschluss an andere Möbelstücke. Am häufigsten findet man die Wangenfüße bei Schreib- und Esstischen und bei Sitzbänken mit oder ohne Lehne. Die Herstellung von Wangenfüßen deckt jedoch auch die Wünsche nach mehr Eleganz ab, sodass die Wangen oftmals zum Ende hin auch eine Taille bekommen und somit nicht mehr so schwer, sondern etwas zierlicher wirken. Verbreitete Abschlüsse sind jedoch eher selten zu finden, da diese Abstriche beim Platzbedarf erzeugen.

Wangenfüße passen einfach immer

Durch das schlichte Design sind dem Einsatzgebiet kaum Grenzen gesetzt. Der Name rührt daher, dass die Füße eine Fläche bilden, ähnlich wie die Wangen. Diese müssen jedoch nicht zwangläufig gerade verlaufen und am Ende der Tisch- oder Sitzfläche, sondern können auch versetzt und leicht geschwungen sein. Modernere Tische oder Bänke werden auch aus geschwungenem Aluminium hergestellt.

Wildeiche

Als Wildeiche wird nicht etwa eine eigene Eichengattung bezeichnet, sondern darunter versteht man lediglich die gewöhnliche Eiche aus den heimischen Wäldern mit besonderen Merkmalen. Unter anderem wird dabei auf Bäume wert gelegt, die möglichst viele Äste haben. Denn die Äste sind ausschlaggebend für das charakteristische Muster der Wildeiche.

Wildeiche: keine Baumart, aber eine Sortierung

Aus der Wildeiche können dank der Astlöcher einzigartige Möbel gefertigt werden. Dabei sorgen die unterschiedlichen Musterungen dafür, dass nahezu jedes Brett seinen individuellen Charme entwickelt, welche nicht nur zum ländlichen Einrichtungsstil passt, sondern auch in modernen Räumen ein optisches Highlight setzt. Doch nicht nur die Astlöcher machen das Holz der Wildeiche so individuell. Die ausgewählten Bäume wachsen meist an Waldrändern, wo abwechseln Sonne und Schatten die Farbe des Holzes bestimmen. Dabei sorgen die unterschiedlichen Musterungen dafür, dass nahezu jedes Brett seinen individuellen Charme entwickelt, welche nicht nur zum ländlichen Einrichtungsstil passt, sondern auch in modernen Räumen ein optisches Highlight setzt. Diese Eiche wird dank dieser Eigenschaften sehr gerne für Möbel aller Art verwendet, bevorzugt jedoch für KommodenSchränke und Esszimmermöbel.

Ausdrucksstarkes und hochwertiges Hartholz

Die Wildeiche wird normalerweise naturbelassen, damit die ausdrucksstarke Maserung des Hartholzes sichtbar bleibt. Aus dem hochwertigen Hartholz mit den Astlöchern und Schattierungen entstehen Möbel, die Generationen überdauern können, denn bei Schäden oder Absplitterungen ist es möglich, dass das massive Möbelstück erneut abgeschliffen und somit repariert wird.

Wohnwand

Unter einer Wohnwand, auch Schrankwand genannt, versteht man einen großen Schrank, der aus vielen Einzelelementen besteht. Sie erstreckt sich meist über eine komplette Wand oder wird als Raumteiler verwendet. Da die Wohnwand in der sogenannten Endlosbauweise errichtet wird, können beliebig viele Anbauwände ergänzt und individuell zusammengestellt werden.

Flexibler Einsatz von Wohnwänden

Aufgrund der individuellen Zusammenstellung können Wohnwände generell in jedem Zimmer eingebaut werden. Besonders beliebt sind sie in Wohn- und Schlafzimmern. Als einzelne Schrankelemente sind verschiedene Einzelmöbel, wie Schubladen, Schränke, Regale, Vitrinen oder Sideboards denkbar. Es bietet sowohl Präsentationsfläche für Accessoires, Integration von Flachbildschirmen, Büchern, als auch Stauraum für Zeitschriften, DVDs etc. In beleuchteten Vitrinen und Regalen können auf diese Weise Lieblingsstücke in Szene gesetzt werden. Geschlossene Teile eignen sich um Gegenstände aufzubewahren, die nicht jeder Besucher sehen soll, und werden dabei gleichzeitig vor Hausstaub geschützt. Auch bietet die moderne Wohnwand Möglichkeiten für versteckte Kabelführungen und Belüftungssysteme, sodass der Einbau von technischen Elementen, wie Spielkonsolen oder DVD-Playern, kein Problem darstellt. Im Schlafzimmer ist ein Einbau von größeren Schrankelementen zur Aufbewahrung von Kleidung und Schuhen sehr beliebt.

Individuelles Gestalten der Wohnwand

Eine Sichtrückbank kann ebenfalls als Anbauwand verwendet und an der Schrankwand befestigt werden. Auf diese Weise kann die Wohnwand als Raumteiler genutzt werden. Auch Dachschrägen stellen dank der unkomplizierten Modulbauweise kein Problem dar. Die Einzelmodule sind in zudem in verschiedenen Materialien erhältlich. Oberflächen aus Holz, Lack, Glas und Metallelemente können je nach Bedarf und Vorliebe, frei kombiniert werden.

Wangentisch

Schon in der Renaissance wurden Wangentische als prunkvolles Möbel-Beiwerk in die Räumlichkeiten der privilegierteren Gesellschaften gestellt. Aktuell werden sie immer noch durch ihre massive und stabile Bauart bevorzugt.

Ein Wangentisch zeichnet sich vor allem durch das spezielle Merkmal aus, dass er keine einzelnen Tischbeine besitzt, sondern das Fußgestell aus zwei senkrechten Stützen an den kurzen Seiten des Tisches besteht. Um bessere Stabilität zu gewährleisten sind diese Stützen durch eine zur Tischplatte parallel verlaufende Querverstrebung miteinander verbunden.

Einzuordnen ist der Wangentisch in die Kategorie Esstisch, ebenso gibt es ihn aber auch im Bereich Beistell- und Couchtische. Die Materialverwendung umfasst alle gängigen Werkstoffe die ebenso bei anderen Möbelstücken wie Schrankwand, Kleiderschrank oder Regale Verwendung finden, klassischerweise gehört jedoch Massivholz zum meistverwendeten Material.

Wippmechanik

Die Wippmechanik ist heutzutage meist in jeglichen Bürostühlen zu finden, die eine spezielle Ergonomie besitzen sollen. Sie zeichnet sich durch einen Schaukelstuhleffekt aus, der zum einen die Komfortabilität fördert aber auch seit Beginn einen gesundheitlichen Nutzen erbringt.

Die Wippmechanik als hilfreiche Komponente des Alltags

Unbequemes, falsches und statisches Sitzen führt auf Dauer sicherlich zu massiven Rückenproblemen, die sich unter anderem stark und nachhaltig auf die Wirbelsäule ausdehnen können. Um diesem Problem, das nun ziemlich häufig an Arbeitsplätzen zu beobachten ist, dessen hauptsächliche Aufgabe darin besteht für mehrere Stunden eines Tages an einem Schreibtisch zu sitzen entgegenzuwirken, entwickelte man zusammen mit den Bürostühlen die Wippmechanik. Hierbei wird die Sitzfläche proportional zur Rückenlehne nach hinten verlagert um eine Ergonomie entstehen zu lassen, die den Rücken entlastet und sich entsprechend der benötigten Arbeitshaltung einstellen lässt. Viele verschiedene Varianten der allgemeinen Sitzmechanik, darunter auch die Wippmechanik können außerdem unterschieden werden, um die passende für spezielle Wünsche und Bedingungen anzupassen. Beispielsweise können Sitzflächen unabhängig verstellbar sein oder gar nur die Rückenlehne um eine Bewegung der Sitzfläche zu vermeiden.

Ein Beitrag für bessere Arbeitsbedingungen

Solange das Sitzen am Arbeitsplatz nicht völlig revolutioniert wird, wird es auch Stühle geben die eine Art der Wippmechanik erhalten, denn sogar der Arbeitgeber hat seine Vorteile dadurch, sowieso derjenige, der sie benutzt. Studien geben Informationen darüber, dass das komfortable und “richtige” Sitzen Motivation und Konzentration fördern und damit nebenbei auf seine körperliche Gesundheit zu achten, kann nicht verkehrt sein.

Wurzelholz

Wenn in der Möbelbranche von Wurzelholz die Rede ist, darf man das nicht wörtlich nehmen: Gemeint ist nämlich nicht das Holz aus der Wurzel von Bäumen. Vielmehr handelt es sich um Holz aus Stammknollen und Wurzelausläufern.

Die Stammknollen werden auch Maserknollen genannt und entstehen an Veredelungsstellen, so genannte aufgepfropfte Reiser. Oft werden hierfür Walnussbäume oder bei Holztischen auch Teakbäume verwendet. Es weist eine besonders starke Maserung auf und wird stets quer zur Wuchsrichtung geschnitten. Durch sein besonderes Aussehen wird es für edle Furniere bei Möbeln wie Couchtischen und Wohnwänden oder im Interieur von Automobilen verwendet. Ein weiterer Einsatzzweck sind Griffe von Messern, Kugelschreibern und Füllfederhaltern. Hierbei wird das sehr kostenintensive Massivholz als Maserholz verwendet. Das Interessante bei der Verarbeitung dieses Holzes: Jedes Produkt ist ein Unikat, da die verwendeten Hölzer nie identisch sind.

XXL

Unter XXL werden verschiedene großformatige und ausladende Polstermöbel wie XXL-Sofa und -Couch, -Wohnlandschaft oder auch Megasofa verstanden.

Ein XXL-Sofa kann mehr Plätze als eine Zwei- oder Dreisitzer-Couch vorweisen. Nicht nur in der Breite haben Megasofas einen größeren Umfang sondern auch in der Tiefe. Am besten eignen sich die überdimensionalen Wohnlandschaften für einen größeren Haushalt bei einem großen Wohnzimmer. Der Vorteil von diesen Sofas: Sie bieten viel Platz, ohne dass die Personen Platzeinbußen befürchten müssen. Eine weitere Funktion bieten die großen Couches ebenso an. Sie haben genügend Fläche, um eine große Schlafmöglichkeit zu bieten. Zur Verarbeitung finden sich die gleichen Materialien wie bei anderen Polstermöbeln wieder. So sorgen eine Schaumstoffpolsterung und ein haltbarer Rahmen aus Massivholz für eine gute Formbeständigkeit des Sofas. Die Bezüge unterscheiden sich in Leder und andere hochwertige Stoffe, die bei allen gängigen Polstermöbeln verarbeitet werden. Zur einfachen Pflege lassen sich die Bezüge abnehmen und waschen.

Zarge

Jeder nutzt sie täglich mehrmals – jedoch finden häufig nicht sehr viel Beachtung: Die Zargen! Das Wort hat seinen Ursprung im Althochdeutschen. Dort bedeutete das Wort “zarga” soviel wie Rand oder Seitenwand. Zarge ist auch wortverwandt mit dem altnordischen Begriff “targa”, was Rundschild bedeutet.

Die Fortentwicklung des Wortes und der Dinge

Von “Targa”, dem altnordischen Rundschild, lässt sich dann auch die ursprünglich germanische Bedeutung ableiten. Der Rand. Dies wiederum wurde zur “seitlichen Einfassung”, da diese eben am Rand ist. Und das wurde so interpretiert, dass es dann zum “Rahmen” wurde, was dann letztendlich zum  Wort “Zarge” geführt hat.  Das Wort selbst hat aber auch noch andere Bedeutungen, die weder mit Türen, noch mit Fenstern etwas zu tun haben, wie beispielsweise die Teile, welche an der Seite eines Korpus von Zupf- oder Streichinstrumenten sind. Außerdem verwendet man das Wort auch bei fast jedem vom Tischler hergestellten Werkstück, welches über separate beziehungsweise abnehmbare Seitenteile verfügt. Natürlich ist aber die Verwendung des Wortes heutzutage im Kontext von Türen oder Fenstern am gebräuchlichsten und wird meist direkt in diesem Kontext verstanden.

Der Rahmen, der Türen und Fenster festigt

Eine Türzarge dient dazu, der Tür den notwendigen Halt zu geben. Per Definition ist die Zarge hierbei der feststehende Teil, an ihr wird der Türflügel oder das Türblatt befestigt. Man könnte sagen, sie ist das Wichtigste an einer Tür, da ohne sie nichts halten würde. Genauso wichtig sind Fensterzargen, um Fenstern einen stabilen Halt zu geben.

Zweisitzer

Ein Zweisitzer ist ein Sofa bzw. Polstermöbel auf dem bis zu zwei Personen Platz finden können. Es unterscheidet sich zu anderen Polstermöbeln wie Sessel und XXL-Sofa vor allem in seiner Größe.

Ein Zweisitzer kann sowohl mit Armlehnen als auch ohne ausgestattet sein und ist meist vollgepolstert. Vorzufinden sind sie, wo weniger Platz ist, so zum Beispiel in kleinen Wohnräumen oder Gästezimmern. Der Zweisitzer als Couch oder Sofa kann aus unterschiedlichen Materialen hergestellt werden und umfasst verschiedene Variationen von einfach und funktionell bis hin zu edel und elegant. Sowohl Leder, Lederimitat, Microfaser, Strukturstoff und weitere verschiedene Stoffe können hierbei zum Einsatz kommen. Die Vielfältigkeit der Materialien kommt ebenso bei der Verwendung der Farben zum Einsatz. Bei der Qualität der Oberfläche sollte auf Strapazierfähigkeit und eine leichte Reinigung geachtet werden. So sollte ein unempfindlicher Stoff ausgewählt werden, wenn Tiere und Kinder im Haushalt vorhanden sind.

Zehfüße

Zehfüße sind etwas für jede Gelegenheit. Sie werden in unserem Haushalt öfter eingesetzt, als es so manchem bewusst ist. Sonnenschirme, Ventilatoren oder auch Weihnachtsbäume, all diese Gegenstände stehen oft auf Zehfüßen. Diese zeichnen sich besonders durch einen sicheren Stand aus – bedingt durch die sternförmige Anordnung der Standflächen.

Ein sicherer Stand ist kein Traum

Zehfüße gehören zu den Alltagsgegenständen, die in der Regel völlig unbeachtet bleiben. Sie stehen im Hintergrund, werden nicht bemerkt und sind doch unverzichtbar. Denn, was wäre der hübsch dekorierte Weihnachtsbaum, wenn dieser nicht senkrecht auf dem Boden stehen bleibt. Gerade da dieser oft echte Kerzen trägt, ist ein sicherer Stand unumgänglich. Auch bei den meisten Bürostühlen und vielen Beistelltischen sind Zehfüße anzutreffen. Ein Zehfuß muss nicht teuer sein, es sollte aber auf eine ausreichende Stabilität geachtet werden, denn gerade er trägt oft hohe Lasten und ein Umfallen des darin gehaltenen Gegenstandes ist oft desaströs oder zumindest ärgerlich. Dann ist guter Rat teuer und der Ärger groß, am doch falschen Ende gespart zu haben.

Zehfüße in allen Variationen

Zehfüße gibt es in vielen verschiedenen Größen und Farben. Egal ob das schlichte Schwarz die Farbe der Wahl ist oder doch ein moderner Standfuß den sonst eher tristen Standventilator aufpeppen soll. Mit entsprechender Suche lassen sich alle Wünsche erfüllen. Die passende Größe sollte nach dem zu tragenden Gewicht gewählt werden.

Zeitungsständer

Ein Zeitungsständer ist eine Aufbewahrungsmöglichkeit für Zeitungen, Zeitschriften, Magazine und weitere Druckerzeugnisse. Er zählt zu den Wohnaccessoires und wird oft im Wohnzimmer oder in der Küche aber auch im Wartebereich von Arzt-Praxen sowie im Aufenthaltsbereich von Frisiersalons vorgefunden.

Bestandteil des Zeitungsständers ist das Gestell, das aus verschiedenen Materialien wie Metall, Kunststoff oder Holz aber auch aus stabilem Leder bestehen kann und das mehrere Fächer aufweist, in denen die Zeitungen sortiert abgelegt werden können. Weitere Begriffe sind Zeitungssammler oder Zeitschriftenablage. Zeitungsständer haben üblicherweise die Funktion Zeitungen ungeknickt und in Plan zu halten.

Zierkissen

Sie sind zusätzliche Accessoires zu Polstermöbeln wie Sofas und Sesseln und dienen der Verschönerung des Polstermöbels. Zierkissen lassen sich oft einfach gestalterisch ändern, da die Überzüge wechselbar sind. Diese Kissenüberzüge können mit Reißverschluss, Knöpfen oder Klettverschlüssen zum Öffnen und Schließen ausgestatten sein.

Zierkissen gibt es in verschiedenen Farben und mit verschiedenen Motiven. Außerdem können sie bestickt oder gemustert sein. Bei der Materialverwendung lässt sich ebenso die Vielfältigkeit erkennen: Baumwolle, Seide, Leinen, Kunstfaser, Mischgewebe, Strukturstoffe und weitere Materialien dienen der Verarbeitung von Zier- und Dekokissen. Aus speziellen Stoffen sind Zierkissen für den Outdoor-Bereich hergestellt. Sie wirken wasserabweisend und sind witterungsbeständig. In Größe und Form sind die Kissen variabel. Dennoch sind Zierkissen etwas kleiner als normale Kopfkissen für das Bett im Schlafzimmer. So besitzen Zierkissen die Maße 40 x 60 cm, 40 x 40 cm, 60 x 60 cm oder auch 50 x 50 cm.

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